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Bumm … und weg war sie!

21. November 2009

Hinter dem zwar durchaus passenden aber doch etwas uninspirierten Namen „Weapons Factory“ verbirgt sich eine der wohl besten Folgen der gesamten Serie. Und das liegt nicht nur an der Qualität der Animation (ich weis, ich wiederhole mich), die inzwischen – zumindest was die Landschaft, die Schiffte, die Droiden, die Waffen (also so ziemlich alles mit Ausnahme der Figuren) auf dem besten Weg ist, Pixar-Niveau zu erreichen. Wie sehr die Animateure (nein, nicht die Vorturner in den Ferienclubs, sondern jene Personen, die CW machen!) auf Details achten, sieht man zum Beispiel auch daran, dass sogar die „Schnittstelle“, die Barriss Offee in den Fels schneidet „abkühlt“ und von orange in  rot übergeht.

Und es liegt auch nicht nur an der Musik von Kevin Kiner, die sich im Gegensatz zur ersten Staffel bisher stark am Stil von John Williams anlehnt ohne ihn wirklich zu kopieren. Jimmy Mac wird es freuen!

Die Folge setzt fort, wo „Landing at Point Rain“ aufgehört hat: Obi-Wan und Ki Adi Mudi sind weg und Anakin und Ahsoka sollen die Droidenfabrik von Poggle dem Geringeren (auch nach 7 Jahren klingt der Name für mich irgendwie ziemlich krank – aber was soll’s) in Schutt und Asche legen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Kleidung der beiden Jedi am Ende der letzten Folge ziemlich verdreckt war und nun wieder sauber ist, was meine Theorie bestärkt, dass Jedi ihre Kleidung immer gleich palettenweise kaufen, da es dann Mengenrabatt gibt (oder es handelt sich einfach um einen kleinen Regiefehler?!). Ebenfalls interessant ist, dass Anakin und Ahsoka hier zu Beginn ziemlich heftig aneinander krachen, was zwar in Hinblick auf das Ende der Folge Sinn macht, in dieser Heftigkeit aber doch etwas überrascht. Bin gespannt, ob das ein Vorzeichen für die Zukunft ist.

Jedenfalls treffen wir in dieser Episode wieder auf Luminara Unduli, die humorfreie Zone des SW Universums und auf ihren Padawan Barriss Offee, die sich zwar problemlos 200 Kreuzungen in einem Labyrinth merken kann, dafür aber heillos überfordert ist, wenn es darum geht, was zu tun ist, wenn man in einem Panzer sitzt und dringend einen Reaktor (der übrigens eine interessante Ähnlichkeit mit jenem des zweiten Todessterns aufweist!) zerstören muss. Mit Luminara und Barriss hatte Anakin übigens schon in dem Prä-Episode II Roman „The Approaching Storm“ zu tun, was vermutlich die Begrüßung erklärt.

Luninara Unduli und Barriss Offee

Ferner feiern die taktischen Droiden in Person von TX-21 ihre Rückkehr in die Serie. Dieser kann zwar Geonosianisch und sich somit mit Poggle unterhalten (C-3PO wäre wohl stolz), zeichnet sich aber sonst nicht durch besondere Intelligent aus:

Die letzten Augenblicke im Leben eines taktischen Droiden

Das Labyrinth unterhalb der Waffenfabrik erinnert mich übrigens mit seinen irgendwie organischen Strukturen und den an den Wänden hängenden Geonosianern an jene Szenen aus „Aliens“, als Ripley in die Katakomben des Atmosphärenwandlers steigt um Newt zu retten. Und nachdem ja bereits die kleine „Numa“ eine Anspielung auf dieses Mädchen war, ist dieser Vergleich vielleicht gar nicht so weit hergeholt. Insgesamt sind diese Szenen durchaus spannend gemacht.

Die Geonosianer scheinen sich übrigens von Menschenfleisch zu ernähren, oder es hat schon einmal jemand versucht, den „Keller“ zu durchwandern und ist daran gescheitert – jedenfalls sieht man in einer Szene ein Skelett am Boden liegen (rechts neben Ahsoka):

Für eine Handvoll Knochen

Jetzt aber zum Wichtigsten und zur vielleicht besten Szene der bisherigen Serie: der Explosion der Waffenfabrik. Jene, etwa 30 Sekunden von dem Moment an, als Ahsoka die Waffen des Supertanks abfeuert, bis zu jenem Augenblick als Anakin und Luminara in den Krater hinab starren kann man einfach nur als großartig bezeichnen. Die Geräusche der Explosion und der einstürzenden Fabrik sind gedämpft, die Bilder laufen fast in Zeitlupe ab und die Musik (und was für eine Musik!) trägt die gesamte Szene! Als ich diese Bilder zum ersten Mal sah war ich absolut davon überzeugt, dass dies das Ende von Ahsoka (und Barriss) ist! Absolut! Beim näheren Betrachten ist das natürlich Schwachsinn, denn es macht wohl keinen Sinn, eine komplett neue Figur zu erschaffen und mühsam zu animieren, um sie 17 Minuten später auch schon wieder sterben zu lassen. Aber beim ersten Mal Ansehen dieser Szene war ich vollkommen davon überzeugt, dass die beiden tot sind und ich war ja geradezu geschockt!

Da unten sind unsere Padawans!

Wenn sich GL und Dave Filoni dazu entschließen sollten Ahsoka tatsächlich sterben zu lassen (und ich bin mir zunehmend sicher, dass sie das nicht tun werden!), so möchte ich, dass ihr Tod genauso ablaufen wird: schnell, vollkommen überraschend und ohne ihn direkt zu zeigen oder lange Abschiedsszenen ala „Es tut mir leid Meister, ich war nicht stark genug!. Nein, es tut MIR leid, Ahsoka, ich konnte Dich nicht retten, aber ich werde nie wieder jemanden verlieren, der mir etwas bedeutet!“

Denn wie sagt Luminara am Ende so treffend zu Anakin: „I am prepared to let my student go. Can you say the same?“

Die obigen Fotos und noch viele weitere gibt’s wieder auf meiner Flickr Seite.

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Das dreckige Dutzend (naja, fast jedenfalls)

10. November 2009

Wie man’s macht, ist’s falsch!

Bestand bei Folge 4 „Senate Spy“ noch die Gefahr, dass einem in der Mitte der Folge langsam der Kopf auf die Brust sinkt und man sanft einschlummert, ohne bis zum Nachspann noch besonders viel zu verpassen, so genügt es bei Folge 5 „Landing at Point Rain“ schon, nur einmal zu blinzeln und schon versäumt man 3 zerstörte Gunships, 7 erschossene Klone und 11 verkohlte Geonosianer.

The „Wars“ are back! Und wie!

Wer das Ende von Episode II mochte (nein, nicht die Hochzeit zwischen Padme und Anakin, sondern die Schlacht um Geonosis), der wird auch diese Folge von CW mögen, dann das ist es worum es hier geht und so ziemlich nur um das. Same planet, same procedure!

Was man daran auch erkennt ist die Art, mit der die Republik mit Planeten umgeht, die sie befriedet hat: scheinbar belassen sie keine Truppen dort, die darauf achten, dass es nach Beendigung der Kämpfe auch weiterhin mit rechten Dingen zugeht, sondern sie vertrauen (wohl aus Ressourcenmangel) darauf, dass die befreiten Völker wohl ausreichend dankbar und zivilisiert sind und nicht bei der erst besten Gelegenheit wieder zum Feind überlaufen, oder von diesem erneut besetzt werden.

Nun ja, mit Geonosis hat das wohl nicht so ganz funktioniert.

Insofern schließt diese Episode auch an die vorherige an, in der Padme unter Einsatz ihres Lebens und ihr Dekoltees’ die Pläne von Poggles neuer Droidenfabrik sicherstellen konnte.

Was die Animation betrifft, so schlägt diese Folge alle bisher gezeigten um Welten. Nie zuvor gab es in CW so viel Bewegung und so viel Action gleichzeitig auf dem Schirm zu sehen. Der Vergleich mit der Schlacht um Geonosis aus AOTC passt nicht nur in Bezug auf die Handlung, sondern auf die Umsetzung der Kampfszenen! Dies führt auch dazu, dass „Landing at Point Rain“ die bisher mit Abstand „brutalste“ Folge ist. Sah man bisher hauptsächlich „nur“ Klone sterben und Droiden zerhackt werden, so werden hier nun auch Geonosianer erschossen, zerstückelt und sogar gegrillt. Diese sind zwar potthässlich, aber nichts destotrotz Wesen aus Fleisch und Blut.

Sind sie nicht attraktiv?

Sind sie nicht attraktiv?

Für wirklich junge Kinder ist diese Folge daher vielleicht weniger geeignet!

Aber es gibt noch eine Reihe weiterer Premieren in dieser Folge: erstmals tritt Ki Adi Mundi in seiner animierten Form auf. Ich finde ja, er sieht mit seinen Kulleraugen viel weniger respekteinflößend aus als „in echt“:

Edmundi Sackbauer

Edmundi Sackbauer

Dann sehen wir Y-Flügler mit einer roten Bemalung. Wie es zu diesen kommen konnte erklärt Pete Vilmur auf der offiziellen Seite.

Rote Y-Flügler

Rot 5 bereit

Weiters sehen wir erstmals die republikanischen Gunships mit den Geschützkugeln an der Seite, die zwar in Episode II waren, in der ersten Staffel von CW jedoch auf wundersame Weise irgendwie verschwanden. Wobei ich diese Kugeln ja für einen strategischen Irrsinn halte: viel mehr auf dem Präsentierteller kann man ja wohl gar nicht sitzen! Arme Hunde, die da drin Dienst tun müssen:

Gunship

Gib Dir die Kugel!

Schließlich sieht man in dieser Folge unsere Helden zum ersten Mal dreckig und verwundet. Vielleicht legt sich Ahsoka jetzt doch endlich neue Fetzen zu.

Obi-Wan verwundet

The first cut is the deepest!

Helden im Dreck

Das dreckige Dutzend?

Schließlich feiern in dieser Folge Waxer und Boil, die das kleine Twi-lek Mädchen in „Innocents of Ryloth“ gerettet haben und Luminara Unduli ihren Einstand in der zweiten Staffel. Letztere hat immer noch nicht den kleinsten Funken Humor, aber irgendwie mag ich sie trotzdem.

Schmunzeln musste ich über die Szene in der Obi-Wan und seine Truppen im Gunship stehen und sich an den Haltegriffen festklammern, während das Schiff heftig hin und her schaukelt. Erinnert mich ein bißchen an meine täglichen Fahrten mit der U-Bahn:

Obi-Wan in der U-Bahn

Nächster Halt: Burggasse - Stadthalle

Schließlich sei noch die Szene erwähnt, in der Anakin und Ahsoka Captain Rex recht plötzlich und überraschend von der Festungsmauer bugsieren. Hier sieht man, dass die kleine Togruta schon recht gut auf den spontanen Irrsinn ihres Meisters eingestellt ist. So etwas wäre wohl mit Obi-Wan nicht möglich gewesen!

Die obigen Fotos und noch viele mehr gibt es wieder auf meiner Flickr Seite!

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Ahsoka weiß etwas!

1. November 2009

In einem Interview vor Beginn der zweiten Staffel von CW hat Dave Filoni behauptet, dass er über das Schicksal von Ahsoka intensiv nachgedacht hat und zu einer Entscheidung gelangt sei, was mit ihr passieren wird. Und nein, er hat uns seine Erkenntnis nicht mitgeteilt!

In Erweiterung/Verfeinerung meiner bisherigen Ideen zu diesem Thema (siehe hier) ist mit beim wiederholten Betrachten von „Children of the Force“ folgendes ein- bzw. aufgefallen:

In der Szene, in der Anakin und seine Schülerin Palpatine in seinem Büro besuchen, scheint mir das Verhältnis zwischen dem Kanzler und Ahsoka etwas, nun ja, kühl zu sein. Palpatine grüßt Anakin und wirft der kleinen Togruta dann einen Blick zu, der eine Mischung aus „Na, wen haben wir denn da?“, „Hat die Jungend von heute denn gar keine Manieren mehr?“ und „Seit wann dürfen denn Haustiere in den Senat?“ ausdrückt. Ahsoka auf der anderen Seite, sonst ja nicht auf den Mund gefallen, bringt kaum mehr als ein schüchternes Nicken zustande und ist nicht sehr erbaut, als der Kanzler sie „Child“ nennt und einfach aussperrt.

Jetzt kann man natürlich argumentieren (und wahrscheinlich sogar mit Recht), dass Ahsoka naturgemäß schüchtern ist, als sie zum ersten Mal (?) dem wichtigsten Mann der Galaxis gegenübersteht und deshalb keinen Ton herausbringt, aber wäre es nicht interessant, wenn sie irgendwie spüren würde, dass mit Palpatine etwas nicht stimmt, sie sozusagen hinter seine Fassade blicken könnte? Immerhin spürt sie später ja auch, wo sich in Palpatines’ Höhle auf Mustafar die Kinder befinden und das schneller als Anakin.

Und wäre es nicht noch interessanter, wenn Ahsoka tatsächliche herausfinden würde, wer Palpatine wirklich ist und Mace Windu nicht der erste Jedi wäre, der „You are under arrest, chancelor!“ sagen würde und dann die entsprechenden Konsequenzen zu tragen hätte?

Ich bin sicher, Palpatine würde eine angemessene Begründung für den Tod der kleinen Togruta finden (Dooku hat sie abgemurkst?) und Anakin dann von Herzen trösten.

Natürlich ist das alles Spekulation und wird vermutlich nicht eintreffen, aber ich denke, dass, wenn Ahsokas Schicksal schließlich gezeigt wird, es im Laufe der Serie eine Reihe von Geschehnissen gegeben haben wird, die eindeutig auf dieses Ereignis hinauslaufen und wir alle uns dann an den Kopf greifen und diesen schütteln werden, warum wir nicht schon viel früher draufgekommen sind.

Vielleicht war diese Begegnung eines dieser Ereignisse…

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Star … – The Clone …

24. Oktober 2009

Nun ja, was soll ich sagen? Zum einen zeugt es durchaus von der Kreativität der Macher von Clone Wars einmal eine Folge zu zeigen, in der es nicht um Schlachten, Kämpfe und Laserschwerter (oder Kopfgeldjäger) geht (also alles was das „Wars“ in Star- und Clone Wars ausmacht), zum anderen habe ich die starke Befürchtung, dass „Senate Spy“ (zumindest für mich) die schwächste Folge dieser Staffel (wenn nicht der gesamten Serie) sein wird!

Versteht mich nicht falsch, obwohl ich einen guten Laserschwertkampf (so wie wir alle) wohl zu schätzen weiß, bin aber auch einer spannenden Geschichte nicht abgeneigt, die die „andere Seite“ eines Krieges zeigt, nämlich jene, in der es um Pakte, Konspirationen, Verrat und Spionage geht! Doch genau hier liegt des Problem dieser Folge: „Senate Spy“ ist schlicht und einfach LANGWEILIG ist und das ist so ziemlich das Schlimmste, das man einer SW Geschichte vorwerfen kann.

Die Handlung beginnt ähnlich wie „Hostage Crisis“ damit, dass Anakin und Padme ein bisschen Zeit miteinander verbringen wollen. Was letztere betrifft, so betreibt sie in dieser Folge ein exzessives „Kleidungs-Recycling“ (kann sich eine Senatorin so etwas leisten, wenn sie ihren Ruf verteidigen will?): Zu Beginn trägt sie das gleiche Outfit wie am Anfang von „Blue Shadow Virus“: durch etliche Nahaufnahmen und die Tatsache, dass ich seit Kurzem über einen 24 Zoll Bildschirm verfüge kann ich nun übrigens meinen Verdacht von letztem Frühjahr endgültig bestätigen, dass es sich bei dem Fummel tatsächlich um ein bauchfreies Teil handelt.

Huch, die schmusen ja!

Huch, die schmusen ja!

Später trägt sie dann jenes Kleid (inkl. Kopfschmuck), dass sie auch schon in „Dooku captured“ getragen hat. Aber zu Padmes Outfit komme ich weiter unten ohnehin noch.

Womit ich nicht klar komme, ist Anakins Erzählung zu Beginn, dass er auf einem Frachter nach Coruscant gekommen ist. Habe ich hier was verpasst, aber wann befand sich der Jedi je auf einem Frachter? Seltsam!

Ach ja, Padme: in manchen Szenen entsteht der Eindruck dass sich ihre Haarfarbe ins Lilane verändert hat, ich hoffe mal, das ist das Licht, und nicht der Versuch, Anakin zu überraschen, denn die Farbe steht ihr nicht wirklich:

Die Farbe Lila

Die Farbe Lila

Ganz witzig fand ich die Szene, in der sich Anakin beinahe über seine Beziehung zu der Senatorin verplappert und ihm das seltsame Blick von Obi-Wan und Yoda einbringt. Und ich bin mir nicht sicher, aber ich denke, dass Anakin Padme im Gang des Senats einen Klaps auf den Hintern gibt. Wenn dem tatsächlich so ist, so ist das vermutlich das Anzüglichste, das man in SW je bewundern durfte!

Apropos Gang: durch diesen laufen so ziemlich sämtliche Senatoren, die im Rahmen der ersten Staffel zu sehen waren, inklusive Orn Free Taa und seine beiden Twi-lek Mätressen.

Ansonsten ist zu vermelden, dass man in dieser Folge erstmals den großen Senatsraum mit seinen Gondeln in animierter Form sieht (und die Qualität der Animation ist einer der wenigen Höhepunkte der Episode), dass die Hasendroiden endlich eine vernünftige Beschäftigung als Kellner und Kofferträger gefunden haben (dabei werden sie wenigstens nicht weggesprengt) und dass sich in der Bibliothek auf Cato Neimoidia offensichtlich echte Bücher befinden (wer hätte gedacht, dass die Neimoidianer so fleißig sind, tatsächlich umzublättern – naja, vielleicht macht das ja auch der Mechno Sessel für sie?!):

Ex Libris

Ex Libris

Aber kommen wir zum Wesentlichen (nein, nicht Padmes’ Dekolleté, obwohl wir dazu auch noch kommen): es ist für mich durchaus seltsam, dass Padme so einfach nach Cato Neimoidia reisen kann, ohne bei der Ankunft gleich gefoltert, erschossen oder zumindest in Gewahrsam genommen wird (und das, obwohl man das „Wohlwollen“ der Neimoidianer gegenüber der Senatorin sowohl in Episode I als auch II zur Genüge erkennen konnte). Auch scheint es niemanden zu stören, dass sie unbehindert im Regierungsgebäude herumwandern kann, um alle möglichen Gespräche zu belauschen und Datenkarten zu mopsen.

Mit der Figur des Rush Clovis wurde ein neuer Charakter in die Serie eingebaut, der mir beinahe so unsympathisch ist, wie Dr. Vindi. Nicht nur, dass seine hündische Verknalltheit in Padme nach spätestens einigen Minuten penetrant zu nerven beginnt, so ist er auch mit seiner Rolle als großer Verräter der Republik hoffnungslos überfordert. Hier hätte man einen echten, skrupellosen Schurken zeigen sollen und nicht so einen hilflosen Halbdodel.

Ein Mann für alle Fälle?

Ein Mann für alle Fälle?

All das trägt dazu bei, dass eigentlich nie Spannung aufkommt. Alle Herausforderungen, denen sich die Figuren gegenüber sehen werden in kurzer Zeit und ohne große Überraschungen und Anstrengungen überwunden, Vielleicht wäre es besser gewesen, man hätte die Handlung auf zwei Folgen aufgeteilt, um so die Zeit zu haben, ein bisschen mehr Spannung und etwas von dem „Katz und Mausspiel“ einzubringen, das gute Spionagegeschichten oft ausmacht.

Ach ja, Padme (fast hätte ich es vergessen): in dieser Folge trägt sie das Kleid, das man schon im Trailer bewundern durfte und es steht ihr richtig gut, auch wenn ich glaube, dass man ihren Busen bewusst verkleinert hat, um Rücksicht auf das junge Publikum zu nehmen, denn in anderen Folgen (als sie Hochgeschlosseneres trägt), gab es da schon mehr Holz vor der Hütte:

Padme - tief ausgeschnitten

Padme - tief ausgeschnitten

Ein schöner Rücken kann auch entzücken!

Ein schöner Rücken kann auch entzücken!

Vermutlich wurde ihr Busen, wie schon der von Carrie Fisher bei Episode IV mit Klebeband festgehalten, da wie GL schon damals sagte: im Weltall gibt es keine Unterwäsche!

Die obigen Bilder und noch einige mehr zu dieser Folge gibt es wieder auf meiner Flickr Seite.

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Not always in motion, the future is!

18. Oktober 2009

Bevor wir beginnen, ein kleiner editorieller Hinweis:

Dies ist mein 100. Artikel im Rahmen dieses Blogs und ich habe nicht vor, ihn damit zu vergeuden, über „Senate Spy“ zu schreiben! (Blitzkneisser haben jetzt vielleicht schon begriffen, was da noch kommen wird, aber wie Stephen King schon so treffend sagte: das ist eine andere Geschichte und soll an einem anderen Tag erzählt werden).

Also, zum Thema:

Das Folgende ist ein kurzer Auszug aus J. W. Rinzlers ausgezeichnetem Buch „The Making of Star Wars“. Es ist Teil eines Gespräches zwischen Alan Dean Foster, der sich darauf vorbereitet hat das Buch zu SW zu schreiben und GL, das am 29. Dezember 1975 stattgefunden hat. Die nachfolgenden Worte George Lucas’ wurde also etwas mehr als eineinhalb Jahre vor dem Kinostart von Episode IV, etwas mehr als viereinhalb Jahre vor ESB, siebeneinhalb Jahre vor ROTJ und knapp 30 Jahre vor dem Moment gesagt, in dem das Publikum tatsächlich erfahren würde, wie aus Anakin Skywalker Darth Vader wurde:

Ich möchte, das sich Luke und die Prinzessin im zweiten Buch küssen. Das zweite Buch wird „Vom Winde verweht im Weltall“. Sie mag Luke, aber Han ist Clark Gable. Nun, es scheint als würde sie Lunke bekommen, weil ich möchte, dass Han am Ende geht. Er verschwindet am Ende des zweiten Buches und wir erfahren wer Darth Vader ist…Im dritten Buch, möchte ich eine Geschichte wie eine Seifenoper der Skywalker Familie, die mit der Zerstörung des Imperiums endet.

Dann, irgendwann möchte ich die Hintergrundgeschichte von Kenobi als jungem Mann erzählen – eine Geschichte der Jedi und wie der Imperator die Macht übernimmt und die Republik zum einem Imperium macht und alle Jedis austrickst und tötet. Den gesamten Kampf, in dem Lukes’ Vater getötiet wird. Es wäre unmöglich das zu tun, aber es ist großartig darüber zu träumen.

Beeindruckend, nicht? Wie gesagt, das stammt von Ende 1975 und in gewisser Weise ist Han am Ende von Episode V verschwunden, Luke und Leia haben sich definitiv geküsst und in gewisser Weise kann man die Vader-ist-tatsächlich-Lukes-Vater-und Leia-ist seine-Schwester als eine Art Seidenoper betrachten.

Und GL hatte die Grundzüge der PT mehr als 20 Jahre vor deren Beginn und knapp 30 Jahre vor deren Ende im Kopf.

Und hat seinen Traum letztlich doch noch verwirklicht.

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Der Jedi Kindergarten

17. Oktober 2009

Ich hab einige Zeit lang nicht verstanden, warum es für die Jedi so wichtig ist, dass die Ausbildung schon sehr früh beginnt (immerhin bin ich mit der OT aufgewachsen und Luke hat erst mit 19 begonnen, sich mit der Macht vertraut zu machen).

Mittlerweile habe ich es, denke ich begriffen und vielleicht kann man mit der Ausbildung zum Jedi auch am Besten ganz jung oder erst wenn man bereits erwachsen ist beginnen, nicht jedoch irgendwann dazwischen (so, sagen wir mal mit …9 Jahren…).

In „Cildren of the Force“ sehen wir zwei dieser ganz jungen „Machtfähigen“ und und wie schon bei „Innocents of Ryloth“ setzt auch diese Folge bis zu einem gewissen Grad auf den Knuddelfaktor:

Ahsoka und Roo Roo Page (ja, die heisst wirklich so!)

Ahsoka und Roo Roo Page (ja, die heisst wirklich so!)

Wee Dunn? (na anders!)

Wee Dunn? (na anders!)

Diese Folge beginnt mit den letzten Einstellungen der Folge davor, zeigt die weiteren Geschehnisse aber dann aus einer anderen Perspektive – ein interessanter Ansatz!

Ich habe mir das Ende von „Cargo of Doom“ mehrfach (sogar Bild für Bild) angesehen und man sieht tatsächlich nicht EINDEUTIG, ob des Bane ist, der da erschossen von der Brüstung stürzt (gut gemacht!). Auch wenn sich die Stimme des „Klons“ schon verdammt nach der der anderen Klone anhört?! Aber trotzdem eine schlaue Idee, den Kopfgeldjäger entkommen zu lassen – besser als man hätte Bane mit (oder in) einem Bruchstück der Fregatte wie einen Schiffbrüchigen durchs All treiben lassen. Und dass er schon in der zweiten Folge ins Gras beisst hat ja wohl keiner gedacht, oder?

Dafür sehen wir Bane in dieser Folge erstmals ohne seinen Hut und ohne seine „Atemschläuche“ (oder was immer das auch sein mag):

Wenn das Jango Fett sehen könnte...

Wenn das Jango Fett sehen könnte...

Appropos Bane: der Kerl hat grünes Blut – stammt seine Mutter vielleicht vom Vulkan (nein nicht dem feuerspeienden Berg, Du Dodel, dem Planeten, von dem auch Spock stammt) und er hat sich den Jedi Umhang aus der ersten Episode scheinbar nicht nur behalten, sondern schleppt ihn offenbar auch noch ständig mit sich herum:

Cad Bane - in seinem Äquivalent einer Schmusedecke

Cad Bane - in seinem Äquivalent einer Schmusedecke

Daneben erlebt diese Folge die großartige Rückkehr der Tooka Puppe (scheinbar ein sehr beliebtes Spielzeug im SW Universum) und wir besuchen praktisch sämtliche Planeten, die im Laufe der Episoden I – III und der ersten Staffel von CW so aufgetaucht sind (gut, das ist jetzt ein bisschen übertrieben) und erleben den meiner Meinung nach bisher höchsten Detailreichtum in Bezug auf die Animation. Wenn das so weiter geht, wechselt die Serie im Laufe der dritten Staffel von einer Animations- in eine Realserie über:

Cad Bane im Detail - most impressive!

Cad Bane im Detail - most impressive!

Man beachte den Detailreichtum der Landebucht

Man beachte den Detailreichtum der Landebucht

Ansonsten denke ich, dass mit dieser Folge ein weiteres Elemente aus dem Expanded Universe in den Cannon aufgenommen wurde. Wenn man Sidious Pläne mit den „Baby-Jedi“ bedenkt, könnte man zum Schluss gelangen, das wir hier den Grundstein der „Emperor’s Hands“ erleben – der im Umgang mit der dunklen Seite der Macht bewanderten „Elitesoldaten“ des Imperators, zu denen beispielsweise auch Mara Jade gehörte?!

Aber vielleicht interpretiere ich da wieder einmal zuviel hinein.

Die obigen Bilder und noch viele mehr aus dieser Folge gibt es wieder auf meiner Flickr Seite!

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Lücken in der Geschichte, da sind!

9. Oktober 2009

Warum müssen eigentlich alle neuen Staffeln immer im Herbst und dann auch noch immer alle gleichzeitig beginnen? Vor lauter „24-“, „Dr. House-“ und diversen „CSIs“ Schauen kommt man fast zu überhaupt nichts und dann ist auch noch in der Arbeit was zu tun. Wie soll man da in Ruhe bloggen können?

Aber darum geht es ja eigentlich gar nicht…

Und nur zur Sicherheit, bevor wir fortfahren: da die zweite Staffel bei uns erst Anfang November anläuft, ist das Folgende fast zwangsläufig voll mit SPOILERN!

Clone Wars geht also in die zweite Runde und wie schon vor einem Jahr mir einer Doppelfolge: „Holocron Heist“ und „Cargo of Doom“

Das Überraschendste für mich war zunächst, dass diese beiden Folgen keine unmittelbaren Fortsetzungen der letzten Episode von Staffel eins sind. Man erfährt weder was mit Zirro dem Hutten weiter passiert, noch wie es dem Rest von Bane’s Gang ergangen ist (gut, ein bisschen was in diese Richtung brachten die Online Comics, die auf starwars.com im Laufe des Sommers erschienen sind, aber wirklich erhellend war das ja auch nicht).

Die einzige Konstante zwischen diesen drei Folgen ist somit die Figur von Cad Bane selbst (auch zwischen „Holocron Heist“ und „Cargo of Doom“ gibt es nicht wirklich einen fließenden Übergang, wie dies bisher bei den Mehrteilern meist der Fall war – mal sehen, ob dies die ganze Staffel so bleibt… Man kann sich zwar zusammenreimen, was da passiert ist, aber, da sind eben doch Lücken!).

Zu Beginn der ersten Episode sehen wir Felucia, das so aussieht wie ein ROTS, jedoch anders als in „The Force Unleashed“ (aber vielleicht war Starkiller auch einfach in einer anderen Gegend, oder der Planet hat sich in den zwanzig Jahren zwischen den beiden Geschichten massiv verändert):

Felucia ala Clone Wars

Ahsoka baut dort Mist und wird deshalb strafweise zum Bibliotheksdienst im Archiv des Jedi Tempels versetzt, wo wir auf die animierte Version von Jocasta Nu treffen, die etwa so aussieht wie Palpatine aussehen würde wenn er eine Frau wäre:

Jocasta Nu - die Hütterin des Jedi Wissens

Jocasta Nu - die Hüterin des Jedi Wissens

Interessant finde ich, woher Sidious weiss, dass ein solches Holocron wie er es haben möchte überhaupt existiert und sogar wo es zu finden ist. Immerhin sehen die ja von außen alle gleich aus und es stehen ja keine Titel darauf. Naja, vielleicht hat ihm Dooku das ja mitgeteilt, der dürfte ja Zugang zum „Vault“ gehabt haben?!

Ansonsten treffen wir in dieser Folge eine Reihe von alten Bekannten. Neben Bane selbst sind so ziemlich alle Jedis aus der ersten Staffel zumindest irgendwann kurz zu sehen. Neben den obligatorischen Anakin, Obi-Wan und Ahsoka, sind dies auch Mace Windu, Yoda, Kit Fisto, Plo Koon und Aalya Secura:

Aalya, Yoda, Mace Windu und Kit Fisto

Aalya, Yoda, Mace Windu und Kit Fisto

Aalya Secura und Meister Yoda

Aalya Secura und Meister Yoda

Und sogar Luminara Unduli huscht in einer Szene kurz durchs Bild.

Und wir treffen mit Cato Parasitti (was für ein grenzgenialer Name!) auf eine Clawdite, jene Rasse von Gestaltwandlern zu der auch Zam Wessel aus Episode II gehörte. Scheinbar sehen die alle nicht besser aus:

Cato Parasitti - eine Clawdite

Cato Parasitti - eine Clawdite

Schließlich wäre noch zu vermelden, dass sich auch Cade Bane (ebenso wie Grievous) einen kleinen Roboter mit übersteigertem Ego hält (nicht, dass ihm das letztlich etwas nützen würde), dieser hier heißt Todo 360 und ist ab dem zweiten Mal Ansehen der Folge gar nicht mal mehr sooo nervig:

Banes Hausroboter

Bane's Hausroboter

Etwas seltsam allerdings fand ich, dass Anakin und Obi-Wan, obwohl sie wissen, dass Bane hinter einem Holocron her ist, dann doch lieber in Richtung der Kommunikationszentrale laufen, anstatt im Safe, in dem die Holocrone lagern auf den Kopfgeldjäger zu warten. Zuerst dachte ich, dass sie Bane eine Falle stellen wollen, aber scheinbar doch nicht.

Obwohl das Drehbuch zu dieser Geschichte von Paul Dini stammt, der mit „Cloak of Darkness“ meine Lieblingsfolge der ersten Staffel geschrieben hat, muss ich sagen, dass mir „Cargo of Doom“ dann doch besser gefallen hat.

Darin sehen wir Ahsoka erstmals mit einer anderen Kleidung, nämlich einem roten Overall, der mir persönlich etwas zu einfach „umgesetzt“ vorkommt (als hätten die Animateure einfach eine rote Textur auf ihren „gezeichneten“ Körper aufgebracht). Aber wenigstens haben die Macher der Folge daran gedacht, ihr überhaupt etwas Anderes zum Anziehen zu geben, denn bauchfrei im Weltall führt bestimmt schnell zu argen Nierenschmerzen!

Ahsoka ganz in rot

Ahsoka ganz in rot und nein, Bane ist nicht tot!

Außerdem erleben wir in dieser Folge gleich drei mal, dass Admiral Yularen Anakin widerspricht, bzw. nicht sehr glücklich darüber ist, unter ihm dienen zu dürfen/müssen. Wenn dieser Konflikt in den kommenden Folgen weiter aufgegriffen wird, könnte das interessant werden!

Optisch beeindruckend umgesetzt ist die Landung der AT-TEs AUF der feindlichen Fregatte und der Kampf zwischen Anakin und den „Seinen“, sowie Bane und den Droiden in der Schwerelosigkeit im Inneren des Schiffes. Wirklich gut gelungen!

Und die Szenen in denen Bolla Ropal gefoltert und letztlich ermordet wird, sind vermutlich für recht junge Sehen tatsächlich etwas hart. Die zweite Staffel wird tatsächlich dunkler. Die Szene, in der der Magma Droide seine Lanze in die Seite des Rodianers rammt, um zu prüfen, ob dieser tatsächlich tot ist erinnerte mich an die Kreuzigung Christi’s und an den Hauptmann Longinus, aber vielleicht interpretiere ich hier zu viel hinein.

Bolla Ropal wird gefoltert

Bolla Ropal wird gefoltert

Schließlich bleibt noch zu sagen, dass es der Kyber Kristall mit dieser Folge endgültig in den G-Level Kanon geschafft hat. Dieser Kristall war in den ersten drei Entwürfen des Drehbuchs zu Episode IV mehr oder weniger prominent vorhanden, verschwand mit der vierten Fassung und taucht in etwas anderer Form (und mit anderem Namen) im Buch „Spinter of the Mind’s Eye“ wieder auf.

Die obigen Bilder (in Größer), sowie noch eine ganze Reihe weiterer gibt es auf folgenden Seiten:

Holocron Heist

Cargo of Doom

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Endlich…Episode VII (Teil 2b)

27. September 2009

Bevor wir uns wieder dem eigentlchen Thema zuwenden noch ein kleiner Nachtrag zum Teil 2a dieser Geschichte (siehe hier).

Ich habe das dort angesprochen Mädchen (gut, mittlerweile ist sie eine Frau von über 30) vor einer Woche zufällig (???) wiedergesehen. Sie hat immer noch ein extrem süßes Gesicht und die hellblonden Haare, die sie jetzt trägt stehen ihr gut, allerdings haben die 17 Jahre seit unserer Trennung und zwei Schwangerschaften doch gewisse Spuren an ihr hinterlassen. Statt Microminirock und knappem Top trug sie nun eine etwas unförmige Jeans und ein T-Shirt unter dem sich der Schwimmreifen um ihre Taille doch recht deutlich abzeichnete…

Naja, vielleicht war es doch ganz gut, dass aus uns nichts geworden ist, denn meine Frau sieht in einem Minirock immer noch verdammt gut aus (OK, das war jetzt gemein!).

Außerdem geht es darum ja gar nicht…

Der Buchrücken meiner Ausgabe von „Erben des Imperiums sieht so aus:

Erben des Imperiums Rückseite

Ich war ehrlich überrascht. Abgesehen von einem der Marvel Comics, das ich vor einigen Jahren mehr zufällig entdeckt hatte, war dies das erste neue SW Buch seit langer Zeit.

Wäre dieses Buch Mitte der 80er Jahr erschienen, ich wäre komplett aus dem Häuschen gewesen. So aber war es ein ein wenig seltsames Gefühl, vielleicht so als entdecke man zufällig ein neues Album eines Sängers, der vor einigen Jahren ziemlich berühmt gewesen war, dann aber in der Versenkung verschwand und nun ein Comeback versucht (und wie wir alle wissen, gehen solche Versuche meist ziemlich in die Hose…). Wie hätte ich wissen sollen, dass dieses Buch heute als der Startschuss des SW Revivals gilt und die Jahre andauernde „Dark Time“ quasi offiziell beendete.

Die Geschichte spielte nach ROTJ, es ist von der „Fortsetzung“ der SW Saga die Rede, also musste dies die langerwartete Episode VII sein. Seltsam fand ich nur, dass sich weder auf der Vorder- noch auf der Rückseite irgendein Hinweis darauf fand, dass es sich bei diesem Roman um ein Buch zu einem Film handelte, oder dass das Werk zumindest von GL verfilmt würde. In den nächsten Monaten suchte ich (zugegebenermaßen recht halbherzig) nach Hinweisen, dass „Erben des Imperiums“ tatsächlich verfilmt werde, jedoch (wie wir ebenfalls alle wissen) ohne Erfolg

Ich mochte das Buch, als ich das erste Mal las (und tue das immer noch – mögen nicht lesen!), wie wohl ich auch zugeben muss, dass auch das mich noch nicht wieder zu dem Hardcore SW Fan machte, der ich Mitte der 80er Jahre war und mittlerweile, so denke ich, wieder bin.

Das Buch brachte das erste Auftreten von Admiral Thrawn mit sich, einem doch irgendwie würdigem Nachfolger von Palpatine (zumindest was seine taktischen Fähigkeiten angeht) und von Mara Jade, und auch wenn es damals von ihr noch keine Bilder gab (und wenn, dann kannte ich sie nicht), so schloss ich doch allein schon aus ihrer Beschreibung, dass es sich bei ihr um eine heiße Braut handeln musste – was sie ja auch war (schnief!). Nicht zuletzt versteht es Zahn jedoch (vor allem in seinen frühen SW Büchern) die „Sprache“ der- und das „Gefühl“ für die Hauptfiguren aus den Filmen sehr gut einzufangen, was ja auch nicht alltäglich ist.

Nicht zuletzt erfahren wir im Laufe der Thrawn Trilogie (deren erster Teil „Erben des Imperiums“ ist) ein wenige über die Klonkriege (und das mehr als 10 Jahre vor Episode II). Seit Episode IV hatte ich (und scheinbar auch Zahn) immer angenommen, dass die Klone irgendwie die Bösen in diesem Konflikt waren, die gegen die Jedi gekämpft hatten, naja Order 66 hat ihm (und mir) ja letztlich irgendwie recht gegeben (von einem gewissen Standpunkt aus…).

Bis heute halte ich die Thrawn-Trilogie immer noch für einen der Höhepunkte des Erweiterten Universums von SW und für viele Fans sind die drei Bücher (wohl nicht zu unrecht) die „inoffiziellen“ Episoden VII – IX.

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Kürzlich bei Star Wars (Teil 1?)

20. September 2009

Nachfolgend eine Aufstellung  von Star Wars „Medien“, mit denen ich in der letzten Zeit zusammengetroffen bin.

Ich denke, ich werde so was von nun an von Zeit zu Zeit machen – quasi als eine Art Kurz-Review über die Bücher, Comics und Ähnliches, die ich so konsumiere.

Bücher:

Mathew Stover:  Luke Skywalker und die Schatten von Mindor

Ein durchwegs endtäuschendes Buch. Wenn ich es genau bedenke wahrscheinlich der schwächste SW Roman, den ich bisher gelesen habe. Die Handlung ist weitgehend wirr und wirkt an vielen Stellen als hätte sie Löcher. Während die Charaktere von Han, Leia und Lando noch einigermaßen getroffen sind und es doch einige Szenen gibt, in denen man tatsächlich den Eindruck hat, die Figuren aus den Filmen vor sich zu haben, ist das speziell bei Luke praktisch nicht das Fall. Obwohl die Handlung nur etwa ein halbes Jahr nach Episode VI spielt, erinnert der in diesem Buch präsentierte Luke viel mehr an Ben Kenobi, als an den jungen Farmboy von Tatooine.

All das ist schade, denn ich fand Stover’s Episode III Roman wirklich gelungen (wahrscheinlich sogar die beste Adaption aller sechs Filme). Hier hat er aber gründlich daneben gehauen!

J.W. Rinzler: The Making of Star Wars

Dieses Buch lese ich gerade (und werde es wohl noch ein Weile tun, denn es ist ein ziemlicher Wälzer), sodass es noch zu früh ist für ein endgültiges Urteil. Bisher hat mich das Buch jedoch echt beeindruckt. Auch wenn einem als SW Fan manches nicht neu ist, erfährt man doch eine Unmenge an Dingen, über die Entwicklung der Geschichte, die Personen und Organisationen, die an der Entstehung des Filmes beteiligt waren und nicht zuletzt über die Denkweisen von GL. Und es ist beeindruckend wie viele Dinge, die teilweise erst in den Prequels tatsächlich das Licht der Welt erblickten schon in den ersten Entwürfen für Episode VI vorhanden waren (und dann für viele Jahre wieder verschwanden).

Comics:

Legacy #39

Von allen SW Comics die ich kenne, mag ich die Legacy Serie am Liebsten. Sie ist für mich das Star Wars – The Next Generation (nun ja nicht wirklich, aber bei Star Trek durfte man das ja auch nicht wörtlich nehmen) und wäre GL heute 30 Jahr alt und würde mit SW beginnen, würde, so denke ich, eine Filmserie herauskommen, die Legacy und den darin vorkommenden Figuren wohl nicht unähnlich wäre. Alles scheint irgendwie vertraut und richtig Star Wars-ig (3 Helden, Schmuggler, eine schöne Prinzessin, die Jedis sind fast ausgelöscht, das Imperium ist an der Macht) und doch ist auch alles anders (der Held will gar keiner sein, das Imperium ist irgendwie gut, es gibt viele Sith und auch Frauen über 40 haben noch einen Körper wie ein Teenager…). Und nicht zuletzt finde ich dass Jan Duursema die schönsten SW Comics zeichnet. Eine echte Empfehlung!

Invasion #3

Die Invasion Serie ist noch recht neu. Sie spielt zur Zeit der NJO und erzählt die Geschichte der Invasion der Yuuzhan Vong aus der Sicht der herrschenden Familie des Planeten Atorias (zumindest bisher tut sie das, wie gesagt, wir sind erst bei der dritten Ausgabe). Die Qualität der Zeichnungen kommt bei Weitem nicht an das Niveau von Legacy heran (so ist etwa Luke primär daran zu erkennen, dass er so angesprochen wird und immer schwarz trägt, mit Mark Hamill hat er jedoch keine Ähnlichkeit ), die Geschichte ist jedoch nicht unspannend und lässt für die nächsten Ausgaben einiges erwarten. Ich werde mal bis auf weiteres dranbleiben.

The Clone Wars Volume 3: The Wind Raiders of Taloraan

Ich muss zugeben, ich blicke bei den verschiedenen Ausgaben der CW Comics noch nicht wirklich durch. Es gibt solche zur 2D Serie, es gibt welche, die einfach während der Klonkriege spielen, mit den Fernsehserien jedoch nichts zu tun haben und es gibt welche zur 3D Serie, die aber wiederum geteilt in kürzere Bände (dafür mit mehreren Ausgaben) und längere Einzelbände?! Dieser Titel fällt in die letztere Kategorie. Vom Umfang her würde der Band wohl einer Folge von CW entsprechen. Auch was denn Inhalt betrifft könnte diese Geschichte durchaus etwas sein, dass einem auch auf Cartoon Network vorgesetzt wird. Es wäre keine schlechte Folge, aber wohl auch kein Höhepunkt der Staffel. Die Zeichnungen sind soso-lala.

Audiobücher:

R.A. Salvatore: Episode II – Attack of The Clones

Das Buch wird von Jonathan Davis gelesen, einem Veteranen der SW Hörbücher. Über den Inhalt brauche ich hier wohl keine Worte zu verlieren. Wie alle Prequel Adaptionen geht auch dieses Werk über das auf der Leinwand gezeigte hinaus und enthält nicht nur die geschnittenen-, sondern auch noch zusätzliche Szenen. Ich würde mir wirklich wünschen, dass man auch die Romane zur OT in dieser Form quasi „neu schreiben“ würde.

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Endlich…Episode VII (Teil 2a)

6. September 2009

Ok, das wird diesmal ein bisschen länger, darum teile ich es auf zwei Artikel auf…

Im Spätsommer 1991 lernte ich ein Mädchen kennen, mit der ich die bis dahin längste und, wie soll ich es ausdrücken…“intensivste“ Beziehung meines Lebens führen sollte.

Sie war ein paar Jahres jünger als ich, was sie aber durch ihr selbstbewusstes Auftreten und die Tatsache, dass sie, seit sie 13 war das Haus nicht mehr ungeschminkt verlassen hatte und daher in der Kunst der weiblichen Gesichtsbemalung durchaus bewandert war gut zu verbergen wusste.

Ihre Mutter war eines jener Wesen, das man im englischsprachigen Raum wohl als „Hot mum“ bezeichnen würde: eine Frau um die 40, die sich ihr jugendliches Aussehen und ihre gute Figur bewahrt hatte, sich dessen voll bewusst war und dies auch gerne zeigte. So fanden sich in ihrem Kleiderschrank eine erkleckliche Anzahl an eng anliegenden und tief ausgeschnittenen Oberteilen, an Röcken, die erstaunlich weit oberhalb der Knie und teilweise erschreckend knapp unterhalb des Pos endeten und ein wahrer Fundus an Schuhen und Stiefeln mit halsbrecherisch hohen Absätzen.

Das gute für mich war dabei, dass sie ihren Stil und ihren Geschmack für Mode auf ihre Tochter vererbt hatte, was nicht nur dazu führte, dass Mutter und Tochter mit großer Begeisterung und Hingabe miteinander shoppen gingen und eifrig Kleidung tauschten, sondern etwa auch dazu, dass die beiden darin konkurrierten, wer es länger schaffte, in 12cm  Stilettos ohne umzukippen über das Katzenkopfplaster in der Wiener Innenstadt zu gehen (hier setzte sich die jahrelange Erfahrung der Mutter in dieser Disziplin gegenüber der jungen Ungestümtheit der Tochter durch!).

Für jemanden wie mich, für den Kleidung primär einen funktionellen Charakter hat war es schon verblüffend zu beobachten, wie viel Zeit man allein damit verbringen konnte, eine Strumpfhose auszusuchen, die nicht nur zu Rock und Schuhen, sondern auch zur Farbe des Lippenstifts und des Nagellacks passte! Wie wohl ich zugeben muss, dass sich die investierte Zeit in den meisten Fällen durchaus lohnte und es mich jedesmal mit einer seltsamen Mischung aus Stolz und Verlegenheit erfüllte, mit einem Mädchen unterwegs zu sein, nach dem sich nicht nur etliche Männer sondern auch genug andere weibliche Wesen (neidvoll) umdrehten.

Was ich in dieser Zeit auch lernte war, dass Frauen tatsächlich stundenlang im Bad verbringen konnten. Während ich und der Vater meiner Freundin allsamstäglich (denn Samstag war für beide Generationen Ausgehtag!) darauf warteten, dass die beiden Damen ausreichend Farbe auf Gesicht, Wimpern, Augenlider, Wangen, Lippen und Nägel auftrugen hatten wir genügend Zeit, Science Fiction Filme zu schauen. Ihr Vater hatte die OT ebenfalls auf Video (ich glaube, ich habe ihn nie gefragt, woher er sie hatte) und in dieser Zeit habe ich die Episoden IV, V und VI wohl mindestens ein dutzend Mal gesehen, bis die beiden Frauen ausgehfertig aus dem ersten Stock erschienen sind, wo sich das Bad und die Kleiderkästen befanden.

So fühlte ich mich etwa eineinhalb Jahre lang sehr glücklich, bis meine Freundin im Dezember 1992 (gibt es einen besseren Zeitpunkt mit jemandem Schluss zu machen als kurz vor Weihnachten?) beschloss, dass sie nichts mehr von mir wissen wollte und ich in einem tiefen schwarzen Loch verschwand.

Der Refrain des alten Schlagers von Siw Malmkvist – „Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling, weil schon morgen Dein Herz darüber lacht!“ - traf auf mich nicht im Mindesten zu. Mein Herz lachte weder morgen, noch übermorgen noch in den nächsten Wochen.

In dieser Zeit tiefer Depression entdeckte ich in einer Buchhandlung in der Shopping City Süd etwas, womit ich wirklich nicht mehr gerechnet hatte:

Timothy Zahn - Erben des Imperiums

Timothy Zahn - Erben des Imperiums

Fortsetzung folgt…