Hinter dem zwar durchaus passenden aber doch etwas uninspirierten Namen „Weapons Factory“ verbirgt sich eine der wohl besten Folgen der gesamten Serie. Und das liegt nicht nur an der Qualität der Animation (ich weis, ich wiederhole mich), die inzwischen – zumindest was die Landschaft, die Schiffte, die Droiden, die Waffen (also so ziemlich alles mit Ausnahme der Figuren) auf dem besten Weg ist, Pixar-Niveau zu erreichen. Wie sehr die Animateure (nein, nicht die Vorturner in den Ferienclubs, sondern jene Personen, die CW machen!) auf Details achten, sieht man zum Beispiel auch daran, dass sogar die „Schnittstelle“, die Barriss Offee in den Fels schneidet „abkühlt“ und von orange in rot übergeht.
Und es liegt auch nicht nur an der Musik von Kevin Kiner, die sich im Gegensatz zur ersten Staffel bisher stark am Stil von John Williams anlehnt ohne ihn wirklich zu kopieren. Jimmy Mac wird es freuen!
Die Folge setzt fort, wo „Landing at Point Rain“ aufgehört hat: Obi-Wan und Ki Adi Mudi sind weg und Anakin und Ahsoka sollen die Droidenfabrik von Poggle dem Geringeren (auch nach 7 Jahren klingt der Name für mich irgendwie ziemlich krank – aber was soll’s) in Schutt und Asche legen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Kleidung der beiden Jedi am Ende der letzten Folge ziemlich verdreckt war und nun wieder sauber ist, was meine Theorie bestärkt, dass Jedi ihre Kleidung immer gleich palettenweise kaufen, da es dann Mengenrabatt gibt (oder es handelt sich einfach um einen kleinen Regiefehler?!). Ebenfalls interessant ist, dass Anakin und Ahsoka hier zu Beginn ziemlich heftig aneinander krachen, was zwar in Hinblick auf das Ende der Folge Sinn macht, in dieser Heftigkeit aber doch etwas überrascht. Bin gespannt, ob das ein Vorzeichen für die Zukunft ist.
Jedenfalls treffen wir in dieser Episode wieder auf Luminara Unduli, die humorfreie Zone des SW Universums und auf ihren Padawan Barriss Offee, die sich zwar problemlos 200 Kreuzungen in einem Labyrinth merken kann, dafür aber heillos überfordert ist, wenn es darum geht, was zu tun ist, wenn man in einem Panzer sitzt und dringend einen Reaktor (der übrigens eine interessante Ähnlichkeit mit jenem des zweiten Todessterns aufweist!) zerstören muss. Mit Luminara und Barriss hatte Anakin übigens schon in dem Prä-Episode II Roman „The Approaching Storm“ zu tun, was vermutlich die Begrüßung erklärt.
Ferner feiern die taktischen Droiden in Person von TX-21 ihre Rückkehr in die Serie. Dieser kann zwar Geonosianisch und sich somit mit Poggle unterhalten (C-3PO wäre wohl stolz), zeichnet sich aber sonst nicht durch besondere Intelligent aus:
Das Labyrinth unterhalb der Waffenfabrik erinnert mich übrigens mit seinen irgendwie organischen Strukturen und den an den Wänden hängenden Geonosianern an jene Szenen aus „Aliens“, als Ripley in die Katakomben des Atmosphärenwandlers steigt um Newt zu retten. Und nachdem ja bereits die kleine „Numa“ eine Anspielung auf dieses Mädchen war, ist dieser Vergleich vielleicht gar nicht so weit hergeholt. Insgesamt sind diese Szenen durchaus spannend gemacht.
Die Geonosianer scheinen sich übrigens von Menschenfleisch zu ernähren, oder es hat schon einmal jemand versucht, den „Keller“ zu durchwandern und ist daran gescheitert – jedenfalls sieht man in einer Szene ein Skelett am Boden liegen (rechts neben Ahsoka):
Jetzt aber zum Wichtigsten und zur vielleicht besten Szene der bisherigen Serie: der Explosion der Waffenfabrik. Jene, etwa 30 Sekunden von dem Moment an, als Ahsoka die Waffen des Supertanks abfeuert, bis zu jenem Augenblick als Anakin und Luminara in den Krater hinab starren kann man einfach nur als großartig bezeichnen. Die Geräusche der Explosion und der einstürzenden Fabrik sind gedämpft, die Bilder laufen fast in Zeitlupe ab und die Musik (und was für eine Musik!) trägt die gesamte Szene! Als ich diese Bilder zum ersten Mal sah war ich absolut davon überzeugt, dass dies das Ende von Ahsoka (und Barriss) ist! Absolut! Beim näheren Betrachten ist das natürlich Schwachsinn, denn es macht wohl keinen Sinn, eine komplett neue Figur zu erschaffen und mühsam zu animieren, um sie 17 Minuten später auch schon wieder sterben zu lassen. Aber beim ersten Mal Ansehen dieser Szene war ich vollkommen davon überzeugt, dass die beiden tot sind und ich war ja geradezu geschockt!
Wenn sich GL und Dave Filoni dazu entschließen sollten Ahsoka tatsächlich sterben zu lassen (und ich bin mir zunehmend sicher, dass sie das nicht tun werden!), so möchte ich, dass ihr Tod genauso ablaufen wird: schnell, vollkommen überraschend und ohne ihn direkt zu zeigen oder lange Abschiedsszenen ala „Es tut mir leid Meister, ich war nicht stark genug!. Nein, es tut MIR leid, Ahsoka, ich konnte Dich nicht retten, aber ich werde nie wieder jemanden verlieren, der mir etwas bedeutet!“
Denn wie sagt Luminara am Ende so treffend zu Anakin: „I am prepared to let my student go. Can you say the same?“
Die obigen Fotos und noch viele weitere gibt’s wieder auf meiner Flickr Seite.





































