Eine Star Wars Hochzeit?

Meine Frau mag Star Wars nicht!

Das heisst, sie mag nicht SW im Speziellen, sondern Science Fiction im Allgemeinen nicht. Star Trek, Stargate, Alien oder Matrix sind genausowenig was für sie.

Von daher wäre ihre Begeisterung auch sehr enden wollend, würde ich ihr zum Valentins- oder Hochzeitstag eine Replika von Leias metallenem Bikini, von Padmes bauchfreier Geonosis Kleidung oder Asajj Ventress‘ Domina Outfit schenken. Eventuell würde noch Padmes hellblaues Kleid aus AOTC gehen, wenn sie nicht wüsste, dass dieses in einem SW Film verwendet wurde.

Und nur so nebenbei: ich habe festgestellt, dass die wenigsten Mädchen bzw. Frauen exzessive Begeisterung zeigen, wenn man auf ein gehauchtes „Ich liebe dich!“ mit der – zumindest für einen Star Wars Fan – einzig logischen Antwort „Ich weiß.“ regiert. Aber das, wie gesagt nur so nebenbei.

Als wir 2001 beschlossen, im darauffolgenden Jahr zu heiraten stellte sich mir die Frage, wie ich es Angesicht ihrer mangelnden Begeisterung für die größte Filmsaga aller Zeiten anstellen sollte, zumindest ein wenig SW Flair in diese Veranstaltung zu bringen.

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Das war’s dann wohl!

Nachdem sich das Jahr 2010 rapide seinem Ende entgegenneigt und ich nicht damit rechne, dass in den kommenden drei Tagen – was Star Wars betrifft – noch bahnbrechende neue Ereignisse auftreten werden halte ich dies für eine passende Gelegenheit, um eine persönlichen Rückblick auf mein SW Jahr 2010 zu ziehen.

Da trifft es sich insofern ganz gut, als dies auch das fünfte Thema der KUB ist, wobei ich das mit dem Rückblick zugegebenermaßen etwas frei interpretiere, denn eigentlich lautet das Thema: „Die schönsten/besten/traurigsten/wasauchimmer Momente in Star Wars“. Ich schränke das halt auf die letzten 12 Monate ein…

Wundert Euch also nicht, wenn Ihr bei Lichtschwert und graval eine etwas andere Herangehensweise an dieses Thema vorfindet!

Doch genug der Einleitung, hier sind also mein 10 schönsten/besten/traurigsten/wasauchimmer Momente in Star Wars des Jahres 2010:

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The Sound of Vienna

Was passiert wenn das beste Orchester der Welt die beste Filmmusik der Welt spielt? Nun, im Falle des Sommernachtskonzertes vor dem Schloss Schönbrunn, bei dem die Wiener Philharmoniker zum ersten (und vermutlich auch zum letzten) Mal drei Stück aus dem Soundtrack von Star Wars spielten zumindest meiner Meinung nach nicht ganz das, was man aufgrund dieser Kombination eigentlich erwarten würde.

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Geschüttelt UND gerührt

Zu den dummen Sprüchen, die ich bei jeder passenden (und vielen unpassenden) Gelegenheit(en) von mir gebe zählt folgender: „Geschüttelt bin ich oft, gerührt selten!“.  Nun, „Star Wars in Concert“ im Londoner O2 zu sehen war eine jener Gelegenheiten, bei denen ich geschüttelt UND gerührt war…

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Noch ’ne Liste…

Nachdem wir schon bei Listen sind, schicke ich gleich noch eine hinterher:

Wenn auch etwas spät (normalerweise macht man sowas am Ende eines Jahres quasi also Vorschau, spätestens jedoch zu Beginn eines solches), nachfolgend nun eine Liste jener Dinge aus dem Star Wars Universum auf die bzw. über die ich mich 2010 am Meisten freue:

1. Star Wars in Concert:

Nachdem ich aus familiären und finanziellen Gründen nicht zur Celebration V nach Florida fliegen kann, freue ich mich umso mehr, am 3. April im Londoner O2 dieser Veranstaltung beiwohnen zu können. 2 Stunden lang das Beste aus den SW Soundtracks und Gänsehaut pur…

2. The Force Unleashed II:

Ich hoffe wirklich, dass auch der zweite Teil für die Wii erscheinen wird und nachdem der Boss von Lucasarts in einem Interview angekündigt hat, dass man nur die Versionen für die PS3 und die XBox 360 „inhouse“ entwickeln und die Portierung „für die anderen Plattformen“ außer Haus geben wird, hoffe ich, dass die Wii zu diesen „anderen Plattformen“ gehört.

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Lapti Nek is back

Schön langsam komme ich bei „The Force Unleashed“ (dem Spiel) ein bisschen weiter. Derzeit bin ich zum zweiten Mal auf Felucia, um Bail Organa, Maris Brood und ihren Rancor zu suchen. Macht ziemlich Spaß – vor allem diese Sith-Blitze gefallen mir. Recht böse!

Juno Eclipse trägt übrigens im Spiel (zumindest auf der Wii) im Gegensatz zum Comic nicht bauchfrei! „Nur“ ein enges, recht tief ausgeschnittenes, ärmelloses Shirt. Besser als nichts!

Aber darum geht es hier ja eigentlich gar nicht!

SW Fans, die ROTJ noch vor der Special Edition gesehen haben erinnern sich möglicherweise noch an die „Max (ich bin kein blauer Elefant!) Rebo Band“ mit ihrer unvergleichlichen Sängerin Sy Snootles, die in Jabbas Palast ein Lied namens „Lapti Nek“ zu besten gegeben haben:

„Lapti Nek“ ist huttesisch und heist auf englisch „Work it Out“, wie ich von Wookiepedie gelernt habe.

Das Lied ist im Disco Stil der späten 70er, frühen 80er gehalten und hat mir immer besser gefallen, als das mehr jazzige „Jedi Rocks“ aus der Special Edition. Und – da ich den Soundtrack zu ROTJ nur auf LP habe und keinen Plattenspieeler mehr besitzt – habe ich es auch schon lange nicht mehr gehört. Ja ja, ich weis, auf YouTube kann man es finden – wer es nicht kennt – HIER – ist es. Anhören und anschauen!

Jedenfalls treffe ich (als Starkiller) in TFU gerade nochmals in Nar Shadaa ein, um General Kota zu suchen (dies ist übrigens eine Abweichung zum Buch und zum Comic, wo sich der blinde Jedi in einer Bar auf Bespin besäuft), als ich am Eingang der Bar jenes vertraute Lied wieder einmal höre.

So hielt ich ein paar Augenblicke mit dem Abschlachten des dortigen Abschaums (=O-Ton des Spiels) inne, um mich an den Klängen der Max Rebo Band zu ergötzen. Diese scheinen übrigens aus der Juke-Box zu kommen, denn sehen tut man die Typen nicht. Und wenn, dann hätte ich sie am Leben gelassen. Ehrenwort!

Jedenfalls schön, dass das Lied auf diesem Weg wieder in das SW Universum zurückgefunden hat!

Was zum Teufel ist ein Soundtrack?

Nachdem mich der „Österreichische Buch- und Schallplattenklub der Jugend“ als einen kauf- und zahlungswilligen Kunden identifiziert hatte (siehe hier), schickte dieser mir im November 1984 erstmals einen vollständigen Produktkatalog zu.

Und beim Durchblättern desselben entdeckten meine müden Augen folgendes:

„Original Motion Picture Soundtrack: Star Wars, The Empire Strikes Back, The Return of the Jedi“, ein Set aus drei Alben zu einem günstigen Preis.

Jippieh, Wahnsinn, cool, super, toll, muss ich haben!!!!

 

Nur…was ist ein Soundtrack?

Damals gab es noch kein Internet (zumindest nicht in seiner heutigen Form) und schon gar keinen Wiki, den man fragen konnte. Das Mini-Englisch-Deutsch Wörterbuch, das ich damals besaß schwieg sich über den Begriff „Soundtrack“ beharrlich aus, lieferte mir aber immerhin die folgenden Informationen:

„Sound“ heißt „Geräusch“, „Track“ heißt sowas wie „Spur“. Daraus folgte, dass Soundtrack scheinbar die Tonspur der Filme sein musste. Und dann war da noch folgender Satz auf dem Cover des Hörspiels zu Die Rückkehr der Jedi Ritter: „Dialoge und Musik aus dem Original-Film-Soundtrack“.

Damit war die Sache für mich klar: bei den drei LPs handelte es sich um die Hörspieladaptionen der drei Filme!

Jippieh, Wahnsinn, cool, super, toll, muss ich haben!!!!

Na gut, ROTJ würde ich dann zwar zwei mal besitzen, aber das war wohl ein vergleichsweise kleines und (zumindest für mich) leicht zu erbringendes „Opfer“.

Also begann ich meine Mutter zu quälen, versprach immer brav zu sein, täglich das Geschirr zu spülen, den Müll runterzubringen, in der Schule nur noch Sehr gut zu schreiben, später einen gut bezahlten Managementposten anzunehmen und eine Prinzessin zu heiraten (speziell eine aus Alderaan, was ich damals ohnehin vorhatte, aber das ist einen andere Geschichte! ;-)).

Und tatsächlich zeigte sich das Christkind in diesem Jahr milde und ich fand die folgenden drei Alben unter dem Weihnachtsbaum:

 

Jippieh, Wahnsinn, cool, super, toll!

Dem ROTJ Album lag sogar noch das dazugehörige Kino Poster bei (das mir einige Zeit später von einem mir nicht wohlmeinenden Klassenkollegen zerrissen wurde, anschließend in geklebtem Zustand aber doch einige Zeit über meinem Bett verbrachte – ich war damals 12 und die Zeit der Poster von Popstars und nicht vollständig bekleideten jungen Frauen kam erst später), sowie eine Reihe von Stickern (a.k.a. „Pickerln“).

Was mir nach dem intensiven Betrachten der Cover auffiel war folgendes:

  • Sie sind in Englisch
  • Das für ROTJ sieht anders aus, als das des deutschen Hörspiels

Da ich Punkt 2 auf Punkt eins zurückführte beunruhigte mich das zunächst nicht. Wenigstens hatte ich Episode VI nicht doppelt.

Etwas seltsam fand ich allerdings, dass die Alben aus einer Reihe von „Tracks“ zu bestehen schienen, deren Titel zwar prinzipiell dem Inhalt der Filme widerspiegelten, aber irgendwie fand ich das doch etwas seltsam.

Das „Rätsel“ löste sich, als ich am nächsten Tag den SW Soundtrack auflegte. Zunächst kam, wie erwartet das Main Theme, das jedoch immer länger und länger lief. Keine Spur von einem Sprecher, Dialogen oder irgendetwas Anderem, das auch nur entfernt einem Hörspiel entsprach. Einfach nur Musik. Alle acht (Episode IV war eine Doppel LP!) Albumseiten lang nur Musik!

Na super!

Zwar war ich durch jahrelange Bemühungen meine Mutter durchaus auf klassische Musik geeicht, aber damals nicht unbedingt darauf erpicht, mir diese auch stundenlang anzuhören.

Mittlerweile bin ich ziemlich stolz auf diese Alben (auch wenn ich sie in Ermangelung eines Plattenspielers nicht mehr anhören kann), zumal es sie schon lange nicht mehr gibt und sich zudem Lapti-nek und das Ewok-Jubellied darauf befinden, die leider der Special Edition zum Opfer gefallen sind.

Um die Sache mit den Hörspielen noch zu Ende zu bringen: einige Zeit später habe ich mir die Remus Adaptionen von Episode IV und V gekauft: ist im Prinzip gedacht für Kinder die gerade Lesen lernen, ungefähr 20 Minuten lang und wirklich erbärmlich gemacht!

Naja, nicht jeder Kreis schließt sich irgendwann!

Wer nicht sehen kann muss hören

So, zunächst sorry für die lange Pause. Ich hatte Urlaub und es war stressiger als wenn ich gearbeitet hätte (was jetzt möglicherweise etwas über meine Arbeitsmoral und meinen -eifer aussagt, aber lassen wird das). Langsam verstehe ich jetzt auch die Pensionisten, die behaupten, im Ruhestand mehr zu tun zu haben als zu ihrer aktiven Zeit.

Aber darum geht es hier ja nicht. Zurück zum Thema.

Im Herbst 1984, am Beginn meines zweiten Jahres im Gymnasium erhielten wir einen Flyer (weis nicht, ob es das Wort damals schon gab) vom österreichischen Buch- und Schallplattenklub der Jugend. Für die Prequel Generation – eine Schallplatte ist eine runde, etwa 30 cm große Scheibe aus schwarzem Kunststoff, die auf beiden Seiten eine schmale Rille aufweist, die von außen nach innen führt (hm, strenggenommen damit natürlich auch von innen nach außen!). Diese Rille wird von einer Stahl-, oder Diamantnadel, die auf einem Tonarm sitzt (der wiederum ein Teil eines Plattenspielers ist) abgetastet, während sich sie Schallplatte dreht und dann…

…na jedenfalls kommen am Ende Töne aus den Lautsprechern. Das Ganze ist also eine Art CD nur halt irgendwie viel vorsintflutlicher (aber die großen Cover waren nett!).

Dieser Buch- und Schallplattenklub der Jugend hatte auch ein Maskottchen namens Philipp die Maus und die sah so aus (ach, was bin ich heute wieder für ein Dichter!):

Aber darum geht es auch nicht!

Jedenfalls wurde in diesem Flyer eine Schallplatte mit dem Hörspiel zu „Die Rückkehr der Jedi Ritter“  angeboten, die ich mir auch prompt zugelegt habe. (Anmerkung: ich habe dort wenig später noch einmal gekauft, doch dazu komme ich ein anderes Mal).

Streng genommen handelte es sich gar nicht um ein Hörspiel (zumindest nicht in dem Sinn, wie beispielsweise die NPR Adaptionen der Episoden IV – VI Hörspiele sind, d.h. verschiedene Personen sprechen verschiedene Rollen anhand eines „Drehbuchs“, das eigens für diese Aufnahme erstellt wurde), sondern die LP enthielt großteils Originaldialoge aus dem Film, die von einem Erzähler (Volker Kraeft mit einer sehr kraftvollen, tiefen Stimme) ergänzt wurden.

Alles in allem sehr beeindruckend! Ich habe die Platte damals oft gehört (und sie hat auch ihren Beitrag dazu geleistet, dass ich ROTJ auswendig kann – wie gesagt, die Dialoge waren direkt dem Film entnommen), in den letzten Jahren allerdings nicht mehr, was daran liegen könnte, dass ich keinen Plattenspieler mehr besitze, mit dem ich sie abspielen bzw. digitalisieren könnte. Vielleicht finde ich auf ebay was Günstiges – habe ja schließlich noch eine Reihe anderer Schallplatten herumliegen und nicht Alles davon ist heute noch erhältlich.

Der LP beigelegt war ein 16-seitiges Foto-Buch, aus dem ich hier einige Bilder posten möchte. Die kursiv dargestellten Bildunterschriften stammen nicht von mir, sondern sind 1:1 dem Foto-Buch entnommen:

Der Plattentitel. Man beachte, dass neben ‚Star Wars‘ noch ‚Krieg der Sterne‘ angeführt ist!

Der zur Hälfte fertiggestellte Todesstern, der dem Riesensplitter einer Kristalls gleicht, hängt über dem Waldmond Endor

„Seine Exzellenz hofft, daß ihr ehrenhaft sterben werdet. Doch sollte einer von euch um Gnade bitten wollen, so ist der Große Jabba jetzt geneigt, sich anzuhören, was ihr vorzubringen habt.“

Ich hatte als Kind eine ganze Reihe von Hörspielen – zuerst Märchen, dann mehr Abenteuergeschichten wie Fünf Freunde, ??? oder TKKG – und dies war die Letzte dieser Art, die ich mir je gekauft habe, da ich mich danach irgendwie zu alt für so etwas fühlte.

Einmal mehr bildet SW also die Schwelle zwischen Kindheit und Jugend!