Besser nicht „in die Dunkelheit“

Ja, das ist ein Star Wars Blog! Aber wie ich hier bereits einmal schrieb, habe ich nichts gegen Star Trek. Und der nun folgende Review zu „Star Trek into Darkness“ hat noch einen weiteren Grund: dies ist der letzte Film, den J.J. Abrams vor Episode VII machen wird.

Vor diesem Hintergrund habe ich mir den Film daher auch weniger deshalb angesehen, um ihn eben zu sehen und ich bin auch nicht ins Kino gegangen, um die 10 (oder 100) Gründe zu finden, warum SW besser ist als ST. Meine Hauptintention war es, aus dem was uns Abrams 2013 liefert Rückschlüsse darauf zu ziehen was er uns 2015 abliefern wird bzw. könnte.

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Ehrfurcht vor dem Sandkasten

J. J. Abrams also!

Ich kann mit dieser Entscheidung ganz gut leben. Mein Wunschkandidat wäre zwar Steven Spielberg gewesen (der diese Aufgabe mit der Absurdesten aller möglichen Ausreden abgelehnt hatte: das ist nicht mein Genre). Auf der anderen Seite: Star Wars ist klassisches Popcorn Kino. Ich sage das nicht als Kritik, sondern als Feststellung und Spielberg hat sich schon lange davon zurückgezogen gutes Popcorn Kino zu machen. Seine letzten Versuche in diese Richtung waren „Indy IV“ und davor „Krieg der Welten“ und beide war nicht besonders erfolgreich.

Der nächste auf meiner Liste wäre Joe Johnston gewesen. Der Mann hat seine Karriere mit Episode IV begonnen und war auch bei den beiden Nachfolgern sowie den Ewok-Filmen mit an Bord. Später hat er sich dann eine Karriere als Regisseur aufgebaut und u.a. mit „Jurassic Park III“ und „Captain America“ durchaus gute Arbeit abgeliefert. Auf der anderen Seite habe ich aber den Eindruck, dass Johnston eher von den Fans ins Spiel gebracht wurde, als dass Disney/Lucasfilm ihn tatsächlich ernsthaft in Erwägung gezogen hätten.

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Star Wars…und die Anderen (Teil 1)

Auf Amazon gibt es eine DVD mit dem klingenden Namen „Star Trek Vs. Star Wars – The Rivalry Continues„.

Ich kenne diesen Film/diese Doku (?) nicht und habe auch keinerlei Intention ihn/sie kennenzulernen, aber abgesehen von einem beinahe unaussprechlich kreativem Cover zeigt allein der Titel ein interessantes und unter vielen SF Fans verbeitetes Phänomen:

Man kann entweder Star Wars- ODER Star Trek Fan sein – nicht jedoch beides!

Obwohl eine solche schwarz-weiß Sicht natürlich praktisch ist (und ich gebe zu, dass ich sie selbst gerne vertrete und in einem zukünftigen Beitrag (Star Wars…und die Anderen (Teil x) werde ich das zu einem anderen Franchise auch recht exzessiv tun – also stay tuned!), hänge ich ihr (der Sicht) konkret was ST betrifft nicht an!

Ich kenne „Raumschiff Enterprise“ länger als ich SW kenne, da die Serie mindestens ein mal im Jahr in den Sommerferien (meist jedoch auch zu Weihnachten, in den Semester-, Oster-, Pfingst- und sonstigen Ferien und Feiertagen) gespielt, bzw. bis zum Abwinken wiederholt wurde. Und ja, irgendwann ging mir das dann etwas auf die Nerven!

Im Prinzip mochte ich sie, auch wenn die Geschichten aus heutiger Sicht natürlich doch einigermaßen naiv und die Tricktechnik fast schon lächerlich anmuten (wie etwa der Salzstreuer, der als Universalspritze für sämtliche Impfstoffe verwendet wurde). Aber die Frauen in ihren Minikleidern waren durchaus nett anzusehen!

Was mich an ST (zumindest an der „ursprünglichen“ Serie) wohl am Meisten „störte“, war der Ansatz des an sich „friedlichen“ Wagenzugs zu den Sternen (nicht umsonst heißt es zu Beginn jeder Folge sinngemäß „um neue Welten und neues Leben zu erforschen“ und nicht „um fremde Völker zu unterwerfen und friedliche Planeten einfach wegzublasen“) – was auch immer das jetzt über meinen Charakter aussagen mag. 😉 Denn  abgesehen von dem (irgendwie im Hintergrund lauernden) Konflikt mit den Klingonen, gab es meist doch nur eher kleine Scharmützel, die am Ende eher friedlich gelöst werden konnten.

Dementsprechend war meine Lieblingsfolge von „Raumschiff Enterprise“ auch jene mit dem friedlichen Namen „Planetenkiller“, in dem ein riesiges und scheinbar unbemanntes Raumschiff, das irgendwie aussah wie ein Joint herumflog und alles zerfetzte was ihm vor die Laser kam. Dieses Schiff widersetzte sich hartnäckig jedem Versuch es zu zerstören, bis am Schluss ein tapferer Kapitän eines Schwesterschiffs der Enterprise in das dicke Ende des Joints fliegt und ihn so „deaktiviert“. Diese Folge hatte irgendwie etwas SW-artiges!

Jahre später wurde ich sogar zu einem ziemlichen Fan der TNG Serie (ja, die mit Pickard und Data) und finde es immer noch beeindruckend, dass es der Serie gelungen ist, ihr durchaus hohes Niveau doch weitgehend bis zum Ende zu halten. Speziell das Hereinbringen der Borg hat der Serie meiner Meinung nach wirklich gut getan, aber das ist ja schon wieder ein Bereich, der in Richtung SW geht.

Deep Space Nine war nicht so ganz meins, jedoch fand ich „Voyager“ aber der zweiten Staffel ganz OK. Von „Enterprise“ habe ich nur ein paar Folgen gesehen und kann daher nur wenig darüber sagen.

Von den ST Filmen habe ich die ersten acht gesehen und würde mir diese (vielleicht abgesehen vom ersten Teil, dem es meiner Meinung nach schon helfen würde, wenn man ihn einfach um die Hälfte kürzte) durchaus wieder ansehen.

Worauf ich letztlich hinauswill ist folgendes: müsste ich zwischen Star Wars und Star Trek wählen, würde ich mich natürlich und ohne zu zögern für Star Wars entscheiden, aber ich bringe es andererseits auch nicht zuwege ST einfach NICHT zu mögen und zwar nur aus dem Grund WEIL ich SW mag.

Die beiden Franchises sind einfach zu unterschiedlich, sowohl was die Inhalte, die Entstehungsgeschichte und die weitere Entwicklung und letztlich auch die Größe (im Sinne des kommerziellen Erfolges) betrifft, als dass sie sich wirklich sinnvoll vergleichen, bzw. gegeneinander ausspielen ließen.

Trotzdem hätte ich irgendwie ein schlechtes Gefühl dabei, mit einem Darth Vader T-Shirt auf einer Star Trek Convention aufzutauchen!

Und letztlich gilt ja doch noch William Shatner’s legendärer Ausspruch aus „Saturday Night Live“:

Get a Life!!!