Jäger der verlorenen Enten

Eine kleine editorielle Anmerkung zu Beginn:

Aus für mich nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen, zeigte SuperRTL am Samstag vor einer Woche sowohl die „Jar Jar und Freundin“ als auch die ersten beiden Teile der Yoda-Geschichte. Nachfolgend widme ich mich erster, während zweitere in der kommenden Woche eine Besprechung erhält.

Doch nun zum Thema:

Diese beiden Episoden zeigten für mich einmal mehr, dass Vieles in Star Wars eben doch eine Frage des Alters ist. Während sich mein jüngerer Sohn (9) sowie mein Neffe und meine Nichte (11 bzw. 8) im Vorfeld ob des Auftritts eines gewissen Gungans durchaus auf diese Geschichte freuten, fragte ich mich vorab, warum man von den nur 13 Folgen dieser  „Lost Missions“ quasi zwei schon prophylaktisch in die Tonne treten kann, indem man Jar Jahr Binks darin vorkommen lässt.

Doch soooo schlecht war die Geschichte dann letztlich gar nicht. Zumal Mace Windu darin vorkommt. Und Mutter Talzin.

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Spannend? Ja! Logisch? NEIN!!!

„Deception“ ist für mich die (mit Abstand) schwächste Folge dieser vierte Staffel von Clone Wars. Und das ist schade! Denn die bisherigen „Schlusslichter“ waren immer dadurch erkennbar, dass Jar Jar Binks in ihnen eine wichtige Rolle spielte und/oder dass die Handlung weitgehend langweilig war. Und beides ist hier absolut nicht der Fall!

Worunter „Deception“ jedoch leidet ist, dass die Geschichte derart an den Haaren herbeigezogen ist, dass man mit den herbeigezogenen Haaren locker eine Wookiee Familie ausstaffieren könnte und es blieb noch genügend Fell für ein kleineres Ewokdorf übrig. Diese Geschichte weist Löcher im Logikgefüge auf, durch die gesamte imperiale Sternenflotte hindurchfliegen könnte, ohne auch nur annähernd Gefahr zu laufen, in die Nähe der Ränder dieser Löcher zu gelangen.

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Aurra und Hondo hatten Sex!!!

Gut, das ist zugegebenermaßen der wohl mit Abstand dümmste Titel, den ich je einer Nachbesprechungen einer Clone Wars Folge verpasst habe. Aber es war nun mal eine lange Staffel und da kann die Kreativität bei der Titelgenerierung schon mal etwas erlahmen.

Abgesehen davon HAT der Titel tatsächlich einen Bezug zu „Lethal Trackdown“!

Bevor wir anfangen fassen wir nochmal für die zu spät gekommenen zusammen: Boba Fett befindet sich auf einem Rachefeldzug gegen Mace Windu und hat im Zuge dessen nicht nur einen republikanischen Sternzerstörer verschrottet, Mace und Anakin auf einer kollabierenden Kommandobrücke eingesperrt (wobei die beiden Jedi sich das durchaus auch selbst zuzuschreiben haben), sondern auch den Helm seines Vater weggesprengt, bevor er von einem kleinen Astromechdrioden ausgetrickst wurde.

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Sitz! Platz! Flieg Starfighter!

„R2 Come Home“ ist der zweite Teil der abschließenden Trilogie über den jungen Boba Fett und seinen Rachfeldzug gegen Mace Windu.

Der eigentliche Held dieser Folge ist aber nicht der junge Klon, sondern ein Astromech-Droide.

Und ein Helm, den wir eigentlich schon vor langer Zeit gesehen haben und nun eigentlich doch nicht…

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Das Comeback des Jahres?

Ich war nie ein großer Boba Fett Fan, was wohl daran liegt, dass mir sein „Tod“ in Episode VI schon immer als zu lächerlich erschienen ist, als dass ich diesen Mann wirklich als den größten Kopfgeldjäger der Galaxis respektieren konnte.

Von daher hielt sich mein Enthusiasmus auch in überschaubaren Grenzen, als ich erfuhr, dass Boba seinen Auftritt in Clone Wars haben würde.

Wobei gewusst haben wird das im Prinzip ja schon seit der San Diego ComicCon im letzen Sommer, als Olivia Munn so eindrucksvoll bewies, wie einfach es ist, verdammt sexy und gleichzeitig strohdumm zu sein. Und – falls ihr mich fragt – ich glaube ja nicht, dass sie damals ein Höschen trug…

Aber ich schweife schon wieder ab – wo war ich?

Ach ja, Boba Fett! Letztlich haben sich aber die Episoden 2 und 3 dieser abschließenden Trilogie der 2. Staffel als durchaus amüsant herausgestellt.

Der erste Teil „Death Trap“ nicht so sehr…

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Hört auf das Monster!

„The Zillo Beast Strikes Back“ ist die erste Clone Wars Folge, die ich in High Definition gesehen habe und ich muss sagen, der Unterschied gegenüber Standard Definition ist schon beeindruckend – alles ist noch viel mehr detailreicher, was in einer actionlastigen Folge wie dieser natürlich noch mehr zum Tragen kommt.

Abgesehen davon ist diese Folge aus noch mindestens einem weiteren Grund bewerkenswert: nie zuvor (ausgenommen Episode III natürlich) ist Kanzler Palpatine seiner eigenen Grenze zu Darth Sidious so nahe gekommen wie in dieser Folge. Der scheinbar freundliche Onkel, dem nichts mehr am Herzen liegt als die Wahrung der Demokratie und die baldige Wiederherstellung des Friedens verschwindet mehr als einmal und wird durch ein zuweilen fast diabolisches, in jedem Fall aber absolut entschlossenes und kompromissloses Wesen ersetzt.

Und noch etwas: Palpatine hat hier zum ersten (und einzigen?) Mal Angst…

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Plattfuss auf Malastare

Seit Episode I wissen wird vom Planeten Malastare, unter anderem auch, dass dort Pod-Rennen stattfinden („sehr schnell, sehr gefährlich!“) und wir wissen von Ask Aak, einem Senator von Malastare, der Padme nicht sehr grün war.

Nun ist es aber nicht so, dass die Gran die ursprünglichen Bewohner von Malastare waren, nein die kamen erst später und hatten dann nichts Besseres zu tun als die tatsächlichen „Ureinwohner“ – die Dugs – zu massakrieren, zu unterjochen und zu vertreiben. Das erklärt nun warum zwar die Gran als Vertreter von Malastare ihren Sitz im Senate hatten, nicht jedoch die Dugs selber.

Bis zu dieser Folge – „The Zillo Beast“…

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Windu ante portas

„Liberty on Ryloth“ – der abschließende Teil der Ryloth Trilogie und der Episodentitel lässt auf äußerst subtile Weise schon erahnen, wie die Geschichte vielleicht ausgehen könnte!

Apropos Geschichte: hätte jede Folge von CW einen thematischen Aufhänger, so wäre dieser für diese Episode genau diese (WOW, was für ein gewaltiges Satzkonstrukt!): Geschichte.

Dave Filoni sagt in seinem Episodenkommentar selbst, dass die Figur des Cham Syndulla durch Personen aus der französischen Revolution inspiriert wurde.

Cham Syndulla - ein (radikaler?) Freiheitskämpfer auf Ryloth

Cham Syndulla - ein (radikaler?) Freiheitskämpfer auf Ryloth

Syndulla ist eine nicht uninteressante Figur, seine Leute scheinen ihm weitgehend bedingungslos ergeben zu sein, er zeigt keine Angst gegenüber Mace Windu und droht recht offen damit, sich auch gegen ihn zu wenden, sollte es zu einer republikanischen Besatzung kommen und scheut auch nicht davor zurück, sich mit dem Twi’lek Vertreter im Senat – Orn Free Taa, der es auch zwischen Episode II und III scheinbar nicht geschafft hat, ein bisschen an Gewicht ab- und etwas an Sympathie zuzulegen.

Orn Free Taa

Orn Free Taa

Doch weiter mit Geschichte: die „Prozession“ der AT-TE in Richtung der Hauptstadt Lessu erinnert stark an Hannibals Überquerung der Alpen im alten Rom.

Ein AT-TE auf schmalem Grad

Ein AT-TE auf schmalem Grad

Der Weg nach Lessu

Der Weg nach Lessu

AT-TE Karawane

AT-TE Karawane

Und nicht zuletzt ähnelt die Hauptstadt selbst einer mittelalterlichen Burg auf einem Felsen, inklusive „Zugbrücke“ (sehr nett animiert, inklusive „Fussabdrücke“!).

Lassu - Hauptstadt von Ryloth

Lassu - Hauptstadt von Ryloth

Die Plasmabrücke

Die Plasmabrücke

Taps, taps

Taps, taps

Was gibt es sonst noch zu sagen?

Wiewohl Anakin und Ahsoka kleine Rollen in dieser Folge haben, ist es im Prinzip eine Mace Windu Episode und dementsprechend natürlich extrem cool! Die Action ist zwar nicht sooo übertrieben wie in der 2D CW Serie, trotzdem zögert Mace in keiner Sekunde den anderen zu zeigen, wo der Bartl den Most holt. Der Höhepunkt in dieser Hinsicht ist sicher die Absturzszene auf- bzw. von der Brücke, als Windu zunächst die beiden Klone mittels der Macht bis zum Rand des Abgrunds wirft und dann scheinbar seelenruhig mitsamt dem MTT in die Tiefe stürzt, bevor er auf einen vorbeifliegenden STAP springt und diesen mitsamt dem Droiden auf ihm wieder in die Höhe „steuert“.

Schau mir in die Augen, Kleiner!

Schau mir in die Augen, Kleiner!

Auch sein Kampfstil ist wie immer kurz, prägnant und äußerst effizient! Wie gesagt, sehr cool umgesetzt!

Der Anführer der Kampfdroiden scheint diesmal von der etwas viferen Sorte zu sein, zumindest kommt er auf die Idee auf die heran eilenden AT-RT feuern zu lassen und wartet nicht nur ratlos darauf in Stücke geschossen zu werden (nicht dass das am Ende einen großen Unterschied macht).

Angriff auf die Droiden Tanks

Angriff auf die Droiden Tanks

Apropos Droiden: Wat Tambor ist nicht nur bei Count Dooku weitgehend unten durch, auch der ihm „dienstzugeteilte“ taktische Droide TX-175 (das lässt schon erahnen, wie viele von diesen Dingern es mindestens geben muss) hält nicht allzu viel vom Anführer der Techno-Union und lässt den ihm zustehenden Respekt vermissen.

Wat-Tambor und TX-175

Wat-Tambor und TX-175

Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch, was Dooku mit den Investitionen meint, die die Separatisten in bzw. auf Ryloth getätigt haben. Ist damit wirklich nur das Kriegsmaterial gemeint, das dort stationiert war, oder gibt es einen anderen Grund, warum die CIS gerade diesen Planeten unter ihre Kontrolle gebracht haben? Sein Plan, die Zivilbevölkerung zu bombadieren und dies dann quasi der Republik in die Schuhe zu schieben, zeigt einmal mehr, wie sehr sich Dooku von den Jedis und ihren Idealen entfernt hat und wie weit er bereit ist, für „seine“ Sache zu gehen.

Naja, jedenfalls nimmt Tambor am Ende sogar die „Bundeslade“ mit:

Wat Tambor und der Jäger des verlorenen Schatzes

Wat Tambor - der Jäger des verlorenen Schatzes

Auch wäre es interessant zu erfahren, was mit Tambor nach seiner Festnahme weiter passiert. Immerhin ist er am Ende von Episode III auf Mustafar?!

Am Ende tauchen auch die Kommando Droiden wieder auf, die wir schon in der vierte Episode „Rookies“ gesehen haben und die Siegesfeier am Schluss ist stark an jene von Episode I angelehnt, jedoch ohne Jar jar Binks und  furzende Eopies.

Siegesfeier in Lessu

Siegesfeier in Lessu

Ein überaus begeisterter Orn Free Taa, Cham Syndulla und Mace Windu bei der Siegesfeier

Ein überaus begeisterter Orn Free Taa, Cham Syndulla und Mace Windu bei der Siegesfeier

In Summe hat mir dann doch der erste Teil dieser Trilogie am Besten gefallen, wobei ich sagen muss, dass mir auch diese Episode nach dem wiederholten Ansehen irgendwie ans Herz gewachsen ist, vielleicht weniger wegen der Handlung als aufgrund der zahlreichen optischen Details bietet und der sehr guten Animation .