Viele, viele bunte…

…nein, nicht Smarties, sondern Lego Steine.

Seit einigen Jahren findet immer so gegen Ende November/Anfang Dezember im Ortszentrum von Weidling (einer der Katastralgemeinden meiner Heimatstadt Klosterneuburg) eine kleine Ausstellung von Lego Modellen statt. Dabei zeigen die örtlichen Lego-Bauer (hauptsächlich jedoch einer) teils Standard-, teils komplett selbst zusammengestellte Modelle (wie etwa die lokale Kirche, oder einen Ikea Markt).

An diesem Wochenende fand – quasi außertourlich – eine Sonderausstellung statt, die sich ausschließlich dem Thema Lego Star Wars widmete. Gezeigt wurden rund 80 Modelle aus dem Zeitraum von 1999 bis 2014, die ein Lego-Sammler namens Heinz aus der ganzen Welt zusammengesammelt (und anschließend -gebaut) hat.

Nachfolgend einige Bilder dieser Ausstellung:

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Steine im Weltall

Hm, es ist recht schwer über „Lego Star Wars – The Padawan Menace“ zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Und dabei meine ich gar nicht die Handlung (ja, die gibt es, die 22 Minuten sind nicht nur eine plumpe Aneinanderreihung von Gags!), sondern vor allem die Witze, denn nichts ist schlimmer als eine witzige Szene, die man vorher erzählt bekommt, um sie dann nachher nicht mehr witzig zu finden. Auch wenn es für die, die die Sendung (noch) nicht gesehen haben vielleicht gemein klingt, aber: man muss es gesehen haben, das geschriebene Wort wird diesem Film nicht gerecht werden!

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Die Steine sind mit uns…

Für alle, die es noch nicht wissen: gestern lief in den USA „The Padawan Menace“, ein rund 22 Minuten langer Animationsfilm im Stil der Lego Star Wars Spiele. Ursprünglich scheinbar erst für September vorgesehen, erfolgt die Ausstrahlung nun doch schon im Juli und ich muss sagen, es ist wohl das witzigste und entzückendste Stück Star Wars, das ich je gesehen habe!

Ich werde demnächst ein längeres Review schreiben, deshalb hier nur so viel: wenn Ihr die Möglichkei habt, es Euch anzusehen, oder Euch die DVD kaufen wollt (kommt glaube ich im Oktober heraus), dann tut das – es ist jeden Augenblick wert!

Nicht wirklich G-Level Canon, aber (trotzdem) absolut sehenswert

Die Revanche der Revanche

Als Steven Spielberg 1982 Yoda und noch einige anderen Star Wars Figuren in „E.T.“ einbaute, soll ihm George Lucas versprochen haben, dass diese Rasse in einem der Star Wars Filme vorkommen werde. Ein Versprechen, dass er 1999 mit einer kurzen Szene im Senat auch erfüllte (was aber jetzt nicht zwingend bedeuten muss, dass E.T. auch wirklich G-Level Canon ist).

Nun es scheint, als wäre es schon wieder an GL sich für etwas bei seinem Freund Steven zu revanchieren. Denn in der Pilotfolge der von Spielberg produzierten Serie „Falling Skies“ (übrigens durchaus empfehlenswert, soweit man dies nach drei Folgen beurteilen kann) erklärt der Anführer einer menschlichen Widerstandsgruppe gegen die Aliens die weitere Strategie (in diesem Fall den Rückzug) unter Verwendung einer Landkarte und Spielzeugfiguren, die die einzelnen Flüchtlingsgruppen repräsentieren. Und eine dieser Figuren kommt uns wohl durchaus bekannt vor:

Militärstrategie mittels Kampfdroide

Nun, was wird George jetzt als Antwort darauf machen? Treffen wir in der vierte Staffel von Clone Wars auf einen weißen Hai (immerhin spielt mindestens eine Folge unter Wasser)? Verwendet Anakin statt eines Landspeeders einen DeLorean oder wird Ahsoka von einem T-Rex verfolgt?

Wir sind gespannt!

Kinderkram?!

Asajj Ventress hebt einen ARC Trooper mit der Macht empor, würgt ihn und schleudert ihn gegen gegen die Schiffswand, sodass ihm der Helm vom Kopf rutscht. Dann zündet sie ihr Laserschwert und zieht den Soldaten zu sich, bis ihn die Klinge an der Brust durchbohrt und am Rücken wieder austritt. Dann küsst sie den Mann kurz auf den Mund, bevor sie ihr Laserschwert abschaltet und die Leiche zu Boden fallen lässt.

Jar Jar Binks springt auf den Tisch eines Festbanketts, nimmt den anwesenden Gästen die Teller und die Trinkbecher weg und leert deren Inhalt auf die Tafel und auf den Boden. Die anwesenden Gäste beobachten dem Gungan mit einer Mischung aus Überraschtheit und Ärger. Jar Jar stapelt das gesammelte Geschirr auf seinen Armen, balanciert drei Becher auf seinem Bein und wirft diese anschließend so in die Luft, dass sie in einem Dreieck auf dem Tisch stehen bleiben. Anschließend jongliert er mit einigen Tellern und lässt diese auf die drei Becher fallen, ohne dass etwas umfällt oder zerbricht. Damit fährt er fort, biss er das gesamte Geschirr zu einer kartenhausartigen Skulptur aufgestapelt hat, ohne dass diese in sich zusammenfällt. Die anwesenden Gäste spenden begeistert Beifall.

Dies sind zwei Szenen aus der dritten Staffel von Clone Wars, die unterschiedlicher wohl kaum sein können und die gleichzeitig auch das „Dilemma“ zeigen, in der sich die Serie befindet: auf der einen Seite eine Cartoonshow für Kinder, die möglicherweise keine Ahnung haben wer Darth Vader ist oder dass Palpatine den liebevollen „Vater der Republik“ nur mimt und auf der anderen Seite die Hardcore SW Fans, die mit der OT aufgewachsen sind und die jede Szene jeder Folge „sezieren“ und einen möglichst hohen Konnex zu den sechs Filmen oder zum Expanded Universe sehen wollen.

Doch was ist Clone Wars nun? Tatsächlich eine Show für Kinder oder die Fortsetzung der Star Wars Saga in einem neuen Format und einem zusätzlichen Medium? Diese Frage ist gleichzeitig auch das vierte Diskussionsthema der KUB.

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Die weiße Frau

In der oberen Stadt in Klosterneuburg gibt es seit Urzeiten (also d.h. so lange ich micht erinnern kann und das ist inzwischen eine ganze Weile) ein Schreibwarengeschäft, das sich (zumindest als ich dort noch einkaufte) durch folgende Eigenschaften auszeichnete:

  • es war ziemlich klein.
  • im Inneren war es stets ziemlich düster, was daran lag, dass sich das Geschäft ein paar Stufen unterhalb des Straßenniveaus befindet und die (relativ kleinen) Fenster auch als Auslage fungierten, dementsprechend vollgeräumt waren und so nicht allzuviel Licht in den Verkaufsraum eindringen ließen.
  • die dort beschäftigten Verkäuferinnen (ich nehme an, man hat sie inzwischen in den „wohlverdienten“ Ruhestand entlassen) zeichneten sich durch eine fast schon auergewöhnliche Mischung aus Gleichgültigkeit und Unfreundlichkeit gegenüber ihren Kunden aus.

Trotzdem macht(e) der Laden ein gutes Geschäft (immerhin gibt es ihn nach all den Jahren immer noch), was zum einen daran lag, dass er (mit Ausnahme einer kurzen Zeit auf die ich gleich zu sprechen kommen werde) keine unmittelbare Konkurrenz hatte (und immer noch nicht hat) und dass sich andererseits eine Volks-, eine Hauptschule und das Gymnasium von Klosterneuburg in der Nähe befinden und damit eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Kunden, die einen nicht enden wollenden Bedarf an Heften, Füllfedern, Tintenpatronen und Geodreiecken mitbringen und die man nach Herzenslust wie den letzten Dreck behandeln kann!

Irgendwann 1986 machte in der Nähe dieses Geschäftes ein weiterer Laden auf, der ebenfalls Schreibware feilbot. Dieser war etwas größer, deutlich heller und wurde von einer nicht unattraktiven Blondine von etwa 40 Jahren geleitet, die sich stets freundlich und zuvorkommend verhielt. Kurz gesagt, dieses neue Geschäft unterschied sich in so ziemlich jeder Hinsicht von seiner etwa 200 Meter entfernt gelegenen Konkurrenz!

Ein weiterer Unterschied bestand darin, dass es in diesem Geschäft auch Spielwaren gab. Zwar hatte mein Interesse an Lastwagen, Lego-Burgen und ferngesteuerten Autos altersbedingt deutlich nachgelassen, trotzdem konnte ich mir ein paar verstohlene (und ja, teilweise auch sehnsüchtige) Blicke in die entsprechenden Regale nicht verkneifen.

Nur zur Erinnerung: wird befinden uns zu dieser Zeit (also in der zweiten Hälfte der 80er Jahre) in den „Dark Times“, als Star Wars sowas von out und toootaaal uncool war.

Wer meine Beiträge hier aufmerksam liest, der wird vielleicht schon zu der Erkenntnis gelangt sein, dass ich in meiner späten Kindheit und frühen Jugend ein gewisses Faible für Prinzessin Leia an den Tag legte. Dies äußerte sich unter Anderem auch darin, dass sich in meiner Sammlung an SW Figuren auch die eine oder andere Inkarnation der Prinzessin von Alderaan befand: in ihrer Hoth-Gear, in der Tarnkleidung von Endor und als Kopfgeldjäger Boush. Eine Figur jedoch, die ich trotz intensivem Suchen nie finden konnte und dennoch (oder gerade deswegen) immer unbedingt haben wollte, war Leia in ihrem weißen Outfit aus Episode IV, nämlich genau diese hier (pfau, das reimt sich sogar):

Nun ja, als ich eines Nachmittags in eben diesem Geschäft war (dem freundlichen nämlich), um ich-habe-keine-Ahnung-mehr-was zu kaufen, entdeckte ich ein Regal in dem Star Wars Figuren verramscht wurden. Das Verramschen war daran zu erkennen, dass sie statt den 69 Schilling (das sind ca. 5 Euro), für die sie in ihrer „Hoch-Zeit“ gehandelt wurden nun nur mehr 59 Schilling kosteten.

Unter den Figuren, die da so unspektakulär aufgehängt waren und die darauf warteten entweder doch noch von einer gutmütigen Seele gekauft zu werden, oder endgültig vom Markt zu verschwinden befand sich auch obige Leia Figur, was für mich damals einer der ersten Beweise für die Ironie des Schicksals war, denn als ich diese Figur WIRKLICH wollte, konnte ich sie nirgends finden und nun, da ich mit dem Sammeln aufgehört hatte und SW überhaupt auf dem besten Weg war zu einer meiner Kindheitserinnerungen zu verblassen hing sie plötzlich vor mir, als wäre das das Selbstverständlichste der Welt.

Ich habe die „weiße Leia“ damals gekauft, nicht weil ich sie so unbedingt wollte (wie gesagt war mein erster „Star Wars Frühling“ damals schon vorbei), sondern irgendwie um den Kreis zu schließen. Es war die letzte SW Figur, die ich je erworben habe (und ich habe das bestimmte Gefühl, dass es wohl auch die letzte bleiben wird), aber als ich damals mir ihr nach Hause ging, war ich der festen Überzeugung eine Aufgabe, die ich mir etwa 2 Jahre früher gestellt hatte letztlich doch noch erledigt zu haben, auch wenn es länger gedauert hat, als ich mir dies am Anfang vorgestellt hatte.

Solche Situationen (nämlich dass ich etwas – oft genüg überraschend – nachträglich doch noch erledigt habe, dass ich eigentlich schon VIEL früher hätte tun wollen, es jedoch nie geschafft hatte) sind mir in Laufe der Zeit noch öfters untergekommen…

…aber das sind andere Geschichten, für andere Tage!

Und es begab sich…

Vor Kurzem habe ich noch über das grausame Schicksal geklagt, das es mir vor mehr als 20 Jahren noch verwehrt hat, ein cooleres Spielzeug als den X-Flügler („battle damaged“) mein eigen nennen zu können.

Und nun, so lange Zeit später, ergibt sich eine unerwartete und doch sehr willkommene Wende zu den damaligen Geschehnissen:

Vor einigen Tagen, besuchte ich wieder jenes Geschäft, in dem ich damals verzweifelt nach einem SW Spielzeug Ausschau hielt und schließlich die „Slave I“ erwarb, um für meine kleine Nichte Playmobil Feen als Weihnachtsgeschenk zu erstehen. Jetzt wäre die folgende Geschichte natürlich perfekt, wenn ich behaupten könnte, seit jenem denkwürdigen Tag keinen Fuß mehr in jenes Geschäft gesetzt zu haben (sodass sich der Kreis quasi schließen würde), doch das ist (leider) nicht der Fall. Ich war seitdem mindestens zwei mal dort – sorry!

Und es ist immer wieder ein seltsames Gefühl, ein Geschäft zu betreten, das man schon so lange kennt und mit dem man doch als Kind emotional recht stark verbunden war. Und das sich in den letzten 20 Jahren erstaunlich wenig verändert hat.

Jedenfalls hatte ich die gesuchten Playmobil Feen bald gefunden, entdeckte auch verschiedene Clone Wars Figuren von Hasbro und einen Clone Commander Helm und begab mich schließlich in den zweiten Stock, wo sich die Modellabteilung befindet (und damit meine ich Modelleisenbahnen, – autos, -flugzeuge etc. und nicht sprärlich bekleidete, meist unterernährte junge Frauen, die sich für Geld fotografieren lassen. Dies wäre zwar auch nicht uninteressant gewesen, hätte aber den Besuch eines anderen Etablissements bedurft).

Nachdem ich mit großen Augen die ausgestellten Modelleisenbahnen bestaunt hatte (im Gegensatz zu meiner Kindheit staunte ich diesmal jedoch weniger über die Detailtreue der einzelnen Lokomotiven und Wagen, sondern über die unverschämten Preise, die diese Dinge mittlerweile kosten – jaja, „the times, they are achanging!“), kam ich an dem Bereich vorbei, in dem die Modellbausätze aufgestellt sind.

Nun war (und bin) ich aufgrund des Nichtvorhandenseins auch nur irgendwelcher bastlerischen Fähigkeiten nie ein großer Modellbauer und war daher versucht, den ausgestellten Exponaten keine große Aufmerksamkeit zu schenken. Bis…

… ich einer Reihe von Revell „easykit“ Modellbausätzen mit dem Star Wars Schriftzug ansichtig wurde.  Die easyKit Reihe hat für Menschen wie mich den Vorteil, dass sie einerseits aus relativ wenigen Teilen bestehen und andererseits ohne Kleber, ohne Farbe und ohne größeres Talent zusammengesetzt werden können.

Vorrätig waren der Sternzerstörer der Venator Klasse, der Jedi-Starfighter, der imperiale Shuttle, der Snowspeeder und der Droid Starfighter. Ich war schon versucht, das Shuttle zu nehmen, bis ich dies hier entdeckte:

Revell X-FlüglerUnd nachdem man die Geschenke, die man wirklich will nur dann bekommt, wenn man sie sich selbst kauft, schlug ich zu, d.h. steckt mir die Schachtel unter den Arm und bin nun doch noch stolzer Besitzer eines wirklich coolen Star Wars Spielzeugs! Das heißt strenggenommen eigentlich noch nicht, da das Christkind ja erstens noch nicht da war und ich das Ding daher auch noch nicht zusammenbauen konnte.

Mal sehen, ob es mir gelingt. Werde berichten!

Wie geil ist das denn?

flagge_usa To the english version

OK, eine SW Kolumne mit einem DJ Ötzi Zitat zu beginnen, ist, nun ja, …unpassend (zumindest!!!). Aber es wird gleich klar werden, warum ich ausgerechnet diesen Titel gewählt habe (hoffe ich jedenfalls):

Wie ich bereits erwähnt habe, besaß ich neben einer Reihe von Figuren auch einige kleinere Fahr- und Fliegzeuge aus dem Star Wars Universum. Nichts wirklich Großes, aber doch nett.

Nun begab es sich, dass mein bester Freund zu Weihnachten 1984 mit dem Modell eines X-Flüglers vom Christkind belohnt wurde. Und zwar in der „Battle damaged“ Edition:

Man konnte des Cockpit aufklappen, den vorderen Landefuss ausfahren und wenn man auf den kleinen R2 drückte klappten die Flügel auseinander (quasi in „Angriffsposition“). Und es waren ein paar Sticker dabei, die man auf den Rumpf kleben konnte (eben für das „battle damaged“).

MEIN GOTT, WAR DAS DING COOL!!!!!!!

Und ich war sowas von neidisch!!! Immerhin war ich der SW Geek von uns beiden und wenn schon jemandem dieses Ding gebührte, dann ja wohl mir!

Also blieb mir nur eine Möglichkeit: ich musste etwas haben, das noch größer, noch cooler und noch besser war als der X-Flügler.

Nun ja, da war die Auswahl naturgemäß dann doch recht eingeschränkt. Denn was ist schon noch cooler als ein X-Flügler (noch dazu „battle damaged“!).

Zum einen gab es da natürlich die Millenium Falcon. Nicht so groß wie die „Big Millenium Falcon“ (BMF), die Hasbro heuer im Sommer herausgebracht hat und auch längst nicht so eindrucksvoll wie das € 3000 Ding von Master Replicas. Aber immerhin größer als der X-Flügler (wenn auch nicht so cool) – Anmerkung/Hinweis: alle folgenden Fotos stammen von Rebelscum.com:

Hier tat sich jedoch unmittelbar das Problem auf, dass die von meiner Mutter auferlegten Budgetrestriktionen die Anschaffung dieses Dings doch kurzfristig nicht realisierbar erscheinen ließ. Also musste ich mich nach Alternativen umsehen. In Frage kam weiters:

Der TIE Fighter:

Der Snow-Speeder:

Der-B-Flügler:

Der Y-Flügler (fast so cool wie der X-ige!):

Das imperiale Shuttle:

Und  schließlich noch der AT-AT:

Mit dieser „Liste“ ausgestattet machte ich mich auf den Weg zum Spielzeuggroßhändler meines Vertrauens (Amazon gab es damals ja noch nicht und auch kein Toys-R-us – zumindest nicht in Österreich).

Das Shuttle und der AT-AT schieden ziemlich rasch aus dem selben Grund aus wie der Falcon (Preis > verfügbare Geldmenge). Und die anderen Dinge auf meiner Liste waren schlicht und einfach nicht verfügbar! Es war zum aus der Haut fahren!

Zwar gab es die Kommandobrücke des imperialen Sternzerstörers (unglaublich hässlich – was sollte man damit machen?):

Es gab Jabba den Hutten (auch nicht gerade attraktiv – war mang schon seinen Hutten in Kotzgrün?):

Und es gab das Ewok-Dorf (also das ist ja jetzt wirklich definitiv uncool!):

Ruhelos und verzweifelt durchstreifte ich die einzelnen Stockwerke des Geschäfts (sogar in der Abteilung für Modelleisenbahnen war ich  auf der Suche nach irgendwas auf dem der Star Wars Schriftzug prangte), bis mich meine zunehmend genervt werdende Mutter vor die Wahl stellte, mich nun entweder für etwas zu entscheiden, oder das Geschäft ohne SW Spielzeug zu verlassen und für den Rest meines Lebens als jener Dodel dazustehen, der eben keine wirklich coolen (und „battle damageten“) Sachen hatte (das waren nicht genau ihre Worte, aber so kam es mir vor).

In meiner Not und Verzweiflung entschied ich mich schließlich für die „Slave I“:

Die war zwar nicht „battle damaged“, dafür konnte man die Flügel drehen, den Pilotensitz (eigentlich ist es ja eine Liege) kippen, das Ding auf der Seite öffnen und die Rampe hinunterklappen.

Und – und das war fast das Beste an dem Schiff – es gab einen Han Solo in  Karbonit gratis dazu. So bekam ich diese Figur schließlich doch noch und auch ohne sie selbst basteln zu müssen!

Trotzdem ist der X-Flügler irgendwie cooler als die Slave I!


As cool as it gets

As I already mentioned, I owned a number of SW figures and also some smaller vehicles from the Star Wars universe. Nothing really great, but all very nice.

Then itsomehow happened, that  my best friend got the model of an X-Wing for Christmas of 1984. In the „battle damaged“ edition:

You could open the cockpit, unfold the front foot and if you pressed the small R2 dome behind the cockpit the wings unfolded as well („attack position“). Included were further a few stickers that could be attached to the hull (for the „battle damaged“ look).

MY GOD, THIS THING WAS COOL !!!!!!!

And I was so jealous! After all, I was the SW geek of us both and if anyone deserved such a thing, then it was absolutely me!

So I saw only one possibility: I had to find something that was even bigger, even cooler and even better than the X-Wing.

Well, in this case my choices were naturally limited, as what could be cooler than an X-Wing („battle damaged“!!!!).

For one there was the Millennium Falcon. Not the „Big Millennium Falcon“ (BMF), that Hasbro released this summer and also not as impressive as the $ 3000 thing by Master Replicas. But at least bigger than the X-Wing (though not so cool) – Note: all following photos are from Rebelscum.com:

For this, the imediate problem arose, that the budget constraints imposed by my mother, did not make the acquisition of this kind appear feasible. So, I had to scout for possible alternatives. There were:

The TIE Fighter:

The Snow Speeder:

The B-Wing:

The Y-Wing (almost as cool as the X-one!):

The Imperial Shuttle:

And finally, the AT-AT:

Equiped with this „list“ I visited my trusted toy wholesaler (Amazon did not exist then and there was still no Toys-R-us – at least not in Austria).

The shuttle and the AT-AT dropped out fairly quickly for the same reason as the Falcon (price> available money). And the other things on my list were simply not available! It was outrageous!

They had the bridge of the Imperial Star Destroyer (incredibly ugly – who would want to play with this?):

Then there was Jabba the Hutt (also not exactly attractive as well  – who likes his Hutt in vomit-green?):

And there was the Ewoks village (so this is definitely uncool!):

Restless and desperate, I strode the individual floors of the store (even the department for model trains, looking out for something with the Star Wars logo on it) until my increasingly annoyed mother left me with the choise of either making a decision for something or to leave the store without a SW toy and thus staying the jerk  , who does not have a really cool (and „battle damaged“) toy for the rest of my life (that were not exactly her words, but this is how a imagined it).

In my distress and despair I finally decided for „Slave I“:

It was not „battle damaged“, but could rotate the wings, tilt the pilot’s seat (actually, it is a couch), open the sid panel and lower the ramp.

And – almost the best thing about the ship – there was a Han Solo in Carbonite figure in it for free. So I finally got this figure without needing to build one of my own!

Nevertheless, the X-Wing was somehow cooler than the Slave I!

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Liebes Christkind,

da ich heuer wirklich ausnehmend brav war und darüber hinaus auch eine ausgeprägte Bescheidenheit meinen Charakter ziert, habe ich diesmal nur drei Wünsche an Dich:

Da wäre zunächst einmal das Modell des Millenium Falcon von Master Replikas. Es ist groß genug, dass meine Kinder darin spielen können, bzw. dass wir sie auch einmal eine Zeitlang darin einsperren können, wenn meine Frau und ich mal ein bisschen Zeit für uns haben wollen, es ist detailgetreu bis zum Letzten und es kann sogar leuchten und Geräusche von sich geben. Und das Beste ist, sie kostet Dich die Kleinigkeit von nur EUR 1.999.- Und wenn Du noch einen weiteren Tausender drauflegst, erhältst Du sie sogar noch mir einem Original Autogramm von Harrison Ford mit der speziellen Widmung: „Mein Gott, wie ich diese ganze Star Wars Scheiße hasse!“:

Millenium Falcon

Da das Lesen meine Augen immer so ermüdet, wünsche ich mir diesmal ein Bilderbuch, das heißt eigentlich nicht eines sondern sechs. Und zwar die Star Wars Frames Books mit insgesamt mehr als 1.400 Fotos aus allen sechs SW Filmen. Geliefert wird das Ganze in einem dekorativen Holzschuber mit den Reliefs von Yoda und Darth Vader an der Außenseite! Und ein Autogramm von George Lucas persönlich ist auch enthalten und kostet noch nicht einmal einen Aufpreis! Für nur EUR 4.390.- sind diese Bücher Dein (bzw. dann mein). Der einzige Nachteil ist, dass das Paket mehr als 95 Kilogramm wiegt – aber vielleicht kann Dir ja der Weihnachtsmann beim Tragen helfen.

Star Wars Frames Books

Und schließlich wünsche ich mir noch einen DVD-Projektor in Form von R2-D2 inklusive einer Fernbedienung in Form des Falken. Und ich verspreche auch, dass ich mir damit nur Star Wars Filme ansehen werde (außer wird haben die Kinder in der Millenium Falcon eingeschlossen, dann sehen meine Frau und ich vielleicht auch andere Filme!). Der Projektor kostet Dich nur EUR 2.690.-

R2-D2 Projektor

So, liebes Christkind, ich hoffe Du kannst mir diese drei einfachen und unschuldigen Wünsche auch alle erfüllen, wenn nicht glaube ich nämlich nicht mehr an Dich!!!

Viele Grüße und Danke im Voraus,

Dein Gerald

PS: wenn Du das Schiff, die Bücher und den Projektor nicht besorgen kannst, lass es mich wissen, dann kaufe ich sie mir selber. In diesem Fall wünsche ich mir dann jedoch eine kleine Gehaltserhöhung!Oder besser eine große! Eine sehr große! Eine sehr, sehr, sehr, sehr sehr, sehr, sehr, sehr große!

Freezing Solo (nun ja, nicht ganz)

Zu den Star Wars Actionfiguren, die ich als Kind mein eigen nannte (und streng genommen immer noch nenne) gehören auch 2 Han Solo Figuren: eine aus ANH, eine aus ROTJ (Endor Outfit). Tatsächlich unterscheiden sich die beiden Männchen aussehensbedingt nur geringfügig: schwarze Hose mit farbigem Streifen an der Seite, weißes Hemd, schwarze ärmellose Weste (Han weist ja, was die Auswahl seiner Kleidung in den Filmen der OT betrifft eine erstaunliche Persistenz auf).

Allerdings lag dem Endor Han ein Leinenmantel im Camoflage Design bei, der viel zu weit geschnitten war und ihm irgendwie das Aussehen eines militanten Preisboxers verlieh:

Eines Tages kam ich auf die glorreiche Idee, einen der beiden Hans‘ in einen Block aus Karbonit einzufrieren.  Immerhin hatte ich auch die Boush/Leia Figur und so könnte ich die entsprechende Szene in Jabbas‘ Palast nachspielen („Wer ist da?“ „Jemand, der Dich liebt!“). Auch wenn ich zugegebenermaßen keine rechte Vorstellung hatte, wie ich das „Auftauen“ bewerkstelligen sollte. Aber wurscht, ein Problem nach dem anderen. Mein diesbezüglicher Plan für das „Einfrieren“ sah jedenfalls folgendermaßen aus:

Ich würde den Endor Han (ja, ich weis, eigentlich müsste es der Bespin Han sein – aber wie gesagt, sind die Unterschiede ohnehin nur marginal, und die Endor Version ist immer noch näher am G-Canon, als der aus Episode IV) in einen trapezförmigen Block aus anthrazitfarbenem Plastilin pressen und darüber eine dünne „Platte“ aus dem gleichen Material legen, sodass sich der Kopf und der Körper darunter deutlich abzeichneten.

Ja, so würde ich es machen und es würde einfach toll aussehen!

Das Problem dabei war, dass mein handwerkliches und bastlerisches Geschick…nun ja…nicht vorhanden war (und es eigentlich immer noch ist). Schon im Kindergarten wurde mir dringend nahegelegt, meiner Mutter doch lieber Palmers Gutscheinmünzen, oder einen Scheck für ein Wellnesswochenende zu schenken, anstelle des von mir fabrizierten Klumps, um ihr stundenlange Weinkrämpfe zu ersparen.

Aber nicht diesmal, diesmal hatte ich einen ausgezeichneten Plan und eine klare Vorstellung wie ich es angehen würde…

Das erste Problem baute sich dergestalt vor mir auf, dass es mir partout nicht gelingen wollte, anthrazitfarbene Knetmasse zu finden. Das Zeug gab es zwar in allen nur erdenklichen Farben (inklusive Mausgrau, aber ich wollte Han ja nicht in Beton gießen), nur eben nicht in diesem „fast-schon-aber-nicht-ganz-schwarz“. Aber selbst dieser initiale Rückschlag konnte mich nur ein paar Wochen aufhalten, bis ich mir je eine Stange schwarzes und weißes Plastilin besorgte und die beiden mit großer Begeisterung zu etwas zu vermischen begann, das schließlich eine undefinierbare grau-schwarze Masse wurde, die von weißen Adern durchzogen war. Es sah nach allem aus, nur nicht nach Karbonit!

Aber wurscht! Als nächstes begann ich, aus eben dieser Masse einen möglichst gleichmäßigen, rechteckigen Pyramidenstumpf zu formen, was mir nicht im Mindesten gelang. Noch schlimmer wurde es, als ich die Han Figur in eben diese Masse presste, die daraufhin spontan das letzte bisschen Form verlor, die sie vielleicht noch besessen hatte.

Auch stellte sich mein Vorhaben, eine dünne Platte aus Plastilin auszuwalzen und auf die Han Figur zu pressen als so nicht durchführbar heraus, da diese (die Platte) entweder zu dünn war und dauernd einriss, oder aber viel zu dick, sodass man kaum noch erahnen konnte, dass sich darunter überhaupt etwas befand. Schließlich musste ich auch noch zur Kenntnis nehmen, dass die von mir abgeschätzte Menge an Plastilin viel zu gering war, sodass immer mindestens ein Körperteil aus der undefinierbaren Masse herausragte.

Das Ganze sah schlichtweg entsetzlich aus!

Nachdem ich auf diese Weise etliche Stunden verbraten hatte, deren einziges Ergebnis darin bestand, dass ich zur Kenntnis nehmen musste, dass das Einfrieren von Han Solo kläglich gescheitert war und wohl doch lieber den Zwergen auf Bespin überlassen werden sollte, gab ich es auf!

Also begann ich die Figur wieder mühsam aus dem Zeug herauszukletzeln und die Masse aus den diversen Fugen herauszukratzen, was sich als weiteres Geduldspiel erwies und meinen ohnehin schon überspannten Geduldsfaden noch weiter strapazierte. Zudem hatte sich das Plastilin irgendwie mit der Kunststofffarbe auf der Figur verbunden, sodass der arme Han ab nun aussah, als hätte er die letzten Jahre in den Kessel Minen gearbeitet.

Einige Zeit später habe ich dann doch einen Han-in-Karbonit erhalten (dazu komme ich noch), aber mein Bedürfnis etwas zu basteln war für die nächsten Jahrzehnte zunächst einmal gestillt!