Berühmte letzte Worte

OK, zwei Dinge bevor wir beginnen:

  1. Dies könnte heute etwas länger werden, aber ich denke, wir haben Einiges zu besprechen.
  2. Ich möchte diesmal von der üblichen Struktur der Besprechung ein wenig abgehen, aber immerhin ist auch „The Wrong Jedi“ – was das Ende betrifft von der sonst üblichen Struktur abgewichen.

Irgendwelche Fragen oder Einwände? Nein, gut.

Also, ich würde vorschlagen, das wir zuerst zu den sonstigen Aspekten dieser Clone Wars Episode kommen und uns anschließend dem eigentlichen Thema widmen:

Was die Aufklärung der Verbrechen und Missetaten, die in den vergangenen drei Folgen begangen wurden betrifft, so gab es die von Manchen erwartete oder gar erhoffte große Überraschung nicht: Barriss Offee war hier sowohl planerisch als auch ausführend tätig und sie hatte scheinbar keine Hintermänner (zumindest wurde nichts diesbezügliches  bekannt) und auch ihre Motive waren so wie vermutet: sie wollte ein Zeichen setzen gegen den Weg, den die Jedi eingeschlagen haben, gegen die Rolle, die der Orden in diesem galaxisweiten Krieg spielt (bzw. spielen muss) und gegen die zunehmend Ununterscheidbarkeit zwischen Gut und Böse.

Barriss groß im Bild

Barriss groß im Bild

An einer Stelle antwortet Barriss, als Anakin sie darauf hinweist, dass sie Ventress‘ rote Laserschwerter in den Händen hält mit „I think they suit me.“. Und diesen kurzen Satz kann man jetzt auf unterschiedliche Art und Weise auslegen: eine (recht offensichtliche) Erklärung wäre, dass sie auf die Seite der Sith gewechselt ist, oder wechseln möchte. Ich glaube jedoch eher, dass Barriss erkannt hat, dass das was sie getan hat (Terrorismus, Verrat und Hinterhalt) Taten sind, die ein Anhänger der dunklen Seite ausführen würde und sie in ihrem derzeitigen Status den Sith näher ist als den Jedi (wobei sie dieser Umstand nicht sonderlich zu betrüben scheint). Oder (vielleicht noch wahrscheinlicher) sie will damit ausdrücken, dass eigentlich alle Jedi mittlerweile rote Lichtschwerter verwenden müssten, denn das was sie seit knapp drei Jahren tun sind Akte der dunklen Seite.

Lady in red

Lady in red

Ihr Geständnis beendet Barriss damit, dass sie behauptet, die Republik wird in sich zusammenstürzen und dass dies bald passieren wird. (Logische) Vermutung oder eine Jedi Vision der Zukunft?

All das spielt natürlich einmal mehr Palpatine in die Hände, wobei es wie gesagt keinen Hinweis darauf gibt, dass er ebendiese im Spiel hat: Wie furchtbar ist es doch, dass er, der sich jahrelang als der oberste Verbündete des Ordens positioniert hat, der die Jedi bei jeder Gelegenheit verteidigt und ihre unbeugsame Loyalität gegenüber der Republik und dem Senat nie angezweifelt hat nun einmal mehr von den Hütern des Friedens und der Gerechtigkeit aufs Schändlichste ge- und enttäuscht wurde. Und vielviel leichter wird es nun doch sein, in ein paar Wochen oder Monaten den Orden als einen Haufen machtgieriger Verräter darzustellen, die die gesamte Galaxis unter ihre Herrschaft bringen wollen. Armer, alter Mann!

Dabei entsteht der Eindruck, das Palpatine durchaus zufrieden damit ist, dass Ahsoka für all diese Taten angeklagt und sogar zum Tode verurteilt wird. Schon bei ihren wenigen bisherigen Begegnungen entstand nicht gerade der Eindruck, dass der Kanzler viel von Anakins Padawan hält, wobei dies jetzt nicht unbedingt an der Person Ahsokas hängen muss, sondern an seinem allgemeinen Missfallen darüber, dass es (neben Padme und Obi-Wan) noch jemandem gibt, der möglicherweise zwischen ihm und seinem zukünftigen Schüler steht und Einfluss auf ihn hat.

Apropos Palpatine: dieser wird hier erstmal von Tim Curry gesprochen und ich muss sagen, das ich angenehm überrascht war. Klar, seine Stimme ist anders als die von Ian Abercrombie und von Ian McDiarmid, aber sie passt zu Palaptine. Nur ein einziges Mal hat sie mich aus der Story gerissen, als er „away“ wie „äwäiii“ aussprach.

Auf dem hohen Ross, äh Thron

Auf dem hohen Ross, äh Thron

Als dies passierte (nämlich das „äwäiii“ Bringen von Barriss) war mein erster Gedanke, dass sie nun ebenfalls zum Tode verurteilt und (möglichst öffentlichkeitswirksam) hingerichtet wird. Doch was wäre, wenn Palpatine/Sidious mit Barriss, so wie mit Maul für „other uses“ verwenden möchte. Nachdem Barriss zwangsläufiger Ausschluss aus dem Orden ohnehin schon dem EU widerspricht, könnte sie doch gleich in eine Karriere als Attentäterin des Imperators einsteigen. Werden wir es erfahren, ob es so kommt? Nein, ich denke nicht, dass Barriss Offee noch einmal auftauchen wird.

Und bevor wir sie verlassen noch ein weiterer Gedanke: Luminara Unduli teilt aufgrund der hier stattgefundenen Ereignisse das Schicksal von Qui-Gon Jinn, von Yoda und (in Bälde) das von Obi-Wan: sie ist als Meisterin gescheitert, hat ihre Schülerin nicht nur offensichtlich nicht gut genug ausgebildet und unterstützt, sondern sie praktisch an die dunkle Seite verloren. Mag sein, dass ihre Beziehung zu Barriss eine andere war als die zwischen Anakin und Ahsoka (wie wir in der Geonosis Geschichte in der zweiten Staffel gesehen haben) und Luminara nicht mehr lange mit dieser Schmach leben wird müssen, trotzdem möchte ich nicht in ihrer Haut stecken, wenn sie in den Jedi Tempel zurückkehrt.

Und einmal mehr zeigt sich der Jedi Rat hier von seiner schwächsten Seite. Als es in der zweiten Folge dieser Geschichte darum ging, ob die Verhandlung gegen Letta Turmond vor einem Gericht der Jedi oder des Senates erfolgen sollte, gaben Yoda und Windu recht schnell nach, da es sich bei der beschuldigten Person um eine Zivilistin und nicht um ein Mitglied des Ordens handelte. Hier jedoch, mit Ahsoka ist es eindeutig eine der ihren und doch beugen sie sich einmal mehr dem Willen Tarkins (und vermutlich Palpatines), Ahsoka vor ein Militärgericht zu stellen, nur um ja nicht den Eindruck zu erwecken etwas verbergen zu wollen. Yoda wird in den zwei Jahrzehnten auf Dagobah wirklich eine Menge darüber nachzudenken haben, zu was für einen Haufen Feiglinge und Weicheier der Orden unter seiner Leitung doch verkommen ist.

Und Anakin wird sich durch die schnelle Vorverurteilung seines Padawans einen weiteren Schritt vom Orden entfernen und eine noch leichtere Beute für Palpatine werden.

Was es sonst noch zu erwähnen gibt:

  • Die Rüstung der Tempelwachen trägt wohl auch nicht unbedingt dazu bei, den Orden als offen und vertrauenserweckend erscheinen zu lassen.
  • Padmes etwas seltsamer Haarschmuck (sieht ein bisschen wie ein eingelaufener Ritterhelm aus) erinnert an Leias Schneckenfrisur aus Episode IV.
  • Der riesige Verhandlungssaal – wie überhaupt der gesamte Militärstützpunkt der Republik erinnert in seiner Farbe, seinem Design und Baustil schon sehr stark an einen imperialen Sternzerstörer oder den Todessern.
  • Lt. Palpatine kam der Schuldspruch und das Todesurteil über Ahsoka durch die anwesenden Senatoren mit überwältigender Mehrheit zustande. Das ist insofern bemerkenswert, als sich unter den „Geschworenen“ Bail Organa, Mon Mothma und Riyo Chuchi befinden und alle drei nicht unbedingt im Ruf stehen Jedi Hasser zu sein.
  • Als Anakin gegen Barriss kämpft drischt er an einer Stelle in der gleichen Art und Weise auf Offee ein, wie Luke in ROTJ auf Vader (mit vertikalen Hieben auf den zu Boden gegangenen Gegner).
  • Zum Abschluss noch zur Musik: wohl nie zuvor in der Serie war diese so großartig wie in dieser Folge. Das Stück am Ende der Episode, das das „Force Theme“ zitiert und anschließend in den Nachspann übergeht zählt für mich zu den großen Hymnen der Saga. Ein ganz dickes Lob an Kevin Kiner und das Orchester, das ihm hier zur Verfügung stand.

Und war es das jetzt? Nein, ich habe Euch ja gewarnt, dass das heute lange wird! Kommen wir also zum wichtigsten Teil dieser Folge: Ahsokas Schicksal.

Am 28.1.2009 (also zu Zeiten von Staffel 1) schrieb ich einen Artikel mit dem (zugegebenermaßen reißerischen) Titel „Was wurde eigentlich aus…Ahsoka Tano„. Es ist der bis heute meistgelesen und meistkommentierte Beitrag dieses Blogs.

Es geht mir jetzt nicht darum zu sagen: „Ha, seht her, ich habe es gewusst!“, denn unter den vielen dort beschriebenen möglichen Schicksalen der jungen Togruta musste fast zwangsläufig eines zutreffen: sie verlässt (mehr oder weniger freiwillig) den Orden und verschwindet (bis auf Weiteres) von der Bildfläche.

Time to say goodbye

Time to say goodbye

Halte ich dieses Ende für eine gute Lösung? Ja!

Zweifellos hätte es spektakulärere und schockierendere Möglichkeiten gegeben, Ahsoka aus der Serie verschwinden zu lassen. Vader hätte sie töten, Rex sie bei Order 66 erschießen können, oder sie wäre bei dem Versuch umgekommen Palpatine als Sith Lord zu entlarven.  Aber ich denke, es ist besser sie lebt. Dies lässt mehr Möglichkeiten offen und ist einer (bis zu einem gewissen Grad zumindest immer noch) auf ein junges Publikum zugeschnittenen Serie angemessener. Scheinbar teilt zwar Dave Filoni diese Meinung, George Lucas jedoch nicht, denn der war (immer schon) ein Verfechter der These, dass Ahsoka sterben sollte (was mich doch etwas überrascht).

Ahsokas letzte Worte zu Anakin, als er ihr gesteht, wie oft auch er daran gedacht hat den Orden zu verlassen sind „I know.“ und so wie Han Solos identische Antwort auf Leias Liebesbekenntnis in ESB halte ich diesen kurzen Satz für für absolut großartige letzte Worte zwischen dem Jedi und seinem Padawan. Sie sagen so viel und lassen doch alles offen.

Doch wissen wir nun wirklich was aus Ahsoka Tano wird? Prinzipiell hätte sie die Möglichkeit, in der ersten Folge der sechsten Staffel (FALLS es eine solche überhaupt geben wird- doch darüber reden wir ein anderes Mal) wieder zurückzukommen. Der Rat hat ihr am Ende die Ritterschaft angeboten (der Versuch, ihre Unschuld zu beweisen war quasi ihre Prüfung) und das macht ihren Austritt nur noch schmerzhafter. Doch wird es diese Rückkehr der Jedi Ritterin geben? Ashley Eckstein hat vor Kurzem in einem Chat erklärt, dass sie seit einem Jahr keine Szene mehr mit Matt Lanter, James Arnold Taylor und Dee Bradley Baker aufgenommen hat. Ja, ich weiß, das kann bedeuten, dass sie statt dessen nur mit Clare Grant, Nika Futterman und  Jason Spisak im Aufnahmestudio war, aber für mich bedeutet diese Aussage, dass sie seit dieser Zeit nicht mehr in die Rolle der Ahsoka geschlüpft ist, also glaube ich auch nicht, dass wir sie noch einmal sehen werden.

Interessant wird es zu sehen, ob es dem Expanded Universe erlaubt sein wird, über das weitere Schicksal der jungen Togruta zu schreiben. Wenn ja, dann denke ich werden wir vielleicht schon im heurigen Sommer das erste Comic über Ahsokas weiteren Lebensweg zu sehen bekommen. Doch ich glaube nicht wirklich daran.

Und will ich denn eigentlich wissen wie es mit ihr weitergeht, wenn sie keinen Platz mehr in der Serie hat? Und möchte ich, dass sie – und sei er auch noch so kurz – nach diesem Ende einen weiteren Auftritt in Clone Wars hat?

Ich weiß es nicht. Irgendwie gefällt mir der Gedanke, dass Ahsoka irgendwo da draußen in der Galaxis ist, vielleicht am Leben vielleicht auch tot, auf einem Raumschiff, in einem Palast oder in einer feuchten Höhle unter einem riesigen Baum. Mit einer Familie oder völlig allein. Glücklich oder ständig den Moment verfluchend, in dem sie in den Tempel geholt wurde. Ahsoka ist nun eine weitere verlorene und einsame Seele unter trilliarden verlorenen und einsamen Seelen in einer Galxis die in Dunkelheit versinkt.

Und manchmal ist es besser, wenn manche Dinge nicht erzählt werden.

Irgendwie würde es mir gefallen, wenn dies das Letzte ist, das wir von Ahsoka jemals sehen:

Ahsoka

Und ich hätte nie gedacht, dass eine Figur, die einerseits fiktiv und andererseits nicht aus Fleisch und Blut ist, solche Emotionen in mir auslösen könnte.

Ist „The Wrong Jedi“ nun die beste Folgt der Serie? Ich denke nicht, aber sie ist definitiv in den top fünf, vielleicht sogar top drei.

Und der Gedanke, dass dies vielleicht die letzten Worte sind, die ich je über eine Clone Wars Folge schreiben werde ist irgendwie seltsam und beunruhigend.

Die obigen Bilder und noch viele mehr gibt es wie immer auf meiner Flickr Seite.

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Die erste Hand?

War’s das also? Können wir den Fall des Bombenangriffs auf den Jedi Tempel, die Ermordung von Letta Turmond und Ahsokas beinahe Ermordung guten Gewissens zu den Akten legen und einfach sagen, dass es Barriss Offee war?

Nun ja, ich würde sagen…fast! Was wir nun – nach „To Catch A Jedi“, dem dritten Akt dieses Vierteilers und der vorletzten Folge dieser Staffel jedoch mit Sicherheit wissen ist, dass es sich bei Ahsokas Widersacher eindeutig um eine Frau handelt. Das ist eindeutig an ihrer Körperform erkennbar! Und wir wissen weiters, dass es nicht Asajj Ventress sein kann, es sei denn, die Gute würde es schaffen sich selbst KO zu schlagen um sich anschließend den Helm und die Laserschwerter wegzunehmen.

Und wenn man sich dann die Liste der in der Besprechung zur letzten Folge aufgestellten Verdächtigen ansieht, so bleibt eigentlich nur…

…Barriss Offee übrig.

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Ist der Mörder wieder der Gärtner?

Ging es im ersten Teil dieser abschließenden Geschichte der 5. Staffel noch eher ruhig und gemäßigt zu (mal abgesehen von der kurzen Schlacht um Cato Neimodia am Beginn), so geht es in „The Jedi Who Knew Too Much“ schon mehr zur Sache.

Apropos Titel: dieser ist – wie alle 4 Episoden dieser Quadrologie eine Referenz auf Filme von Alfred Hitchcock. Doch um der jetzt vielleicht aufkommenden Hoffnung gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: ich fürchte es wird nicht funktionieren, sich die beiden „Originale“ „To Catch A Thief“ und „The Wrong Man“ anzusehen, um zu erfahren, was aus Ahsoka wird bzw. wer Letta Turmond tatsächlich ermordet hat. Die vier Folgen sind zwar lose an die Filme von Hitchcock angelehnt, aber die Betonung liegt dabei auf lose. Sorry!

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Die Macht der Würmer

Die Folge „Brain Invaders“ bildet nicht nur den Abschluss des Geonosis-Handlungsbogens, sondern ist auch die letzte neue Folge der zweiten Staffel von Clone Wars, die Cartoon Network in diesem Jahr gezeigt hat. Ja nachdem welche Pläne Pro7 bezüglich der weiteren  Ausstrahlung der deutschen Folgen hat, könnten sie nun ein wenig aufholen.
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Bumm … und weg war sie!

Hinter dem zwar durchaus passenden aber doch etwas uninspirierten Namen „Weapons Factory“ verbirgt sich eine der wohl besten Folgen der gesamten Serie. Und das liegt nicht nur an der Qualität der Animation (ich weis, ich wiederhole mich), die inzwischen – zumindest was die Landschaft, die Schiffte, die Droiden, die Waffen (also so ziemlich alles mit Ausnahme der Figuren) auf dem besten Weg ist, Pixar-Niveau zu erreichen. Wie sehr die Animateure (nein, nicht die Vorturner in den Ferienclubs, sondern jene Personen, die CW machen!) auf Details achten, sieht man zum Beispiel auch daran, dass sogar die „Schnittstelle“, die Barriss Offee in den Fels schneidet „abkühlt“ und von orange in  rot übergeht.

Und es liegt auch nicht nur an der Musik von Kevin Kiner, die sich im Gegensatz zur ersten Staffel bisher stark am Stil von John Williams anlehnt ohne ihn wirklich zu kopieren. Jimmy Mac wird es freuen!

Die Folge setzt fort, wo „Landing at Point Rain“ aufgehört hat: Obi-Wan und Ki Adi Mudi sind weg und Anakin und Ahsoka sollen die Droidenfabrik von Poggle dem Geringeren (auch nach 7 Jahren klingt der Name für mich irgendwie ziemlich krank – aber was soll’s) in Schutt und Asche legen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Kleidung der beiden Jedi am Ende der letzten Folge ziemlich verdreckt war und nun wieder sauber ist, was meine Theorie bestärkt, dass Jedi ihre Kleidung immer gleich palettenweise kaufen, da es dann Mengenrabatt gibt (oder es handelt sich einfach um einen kleinen Regiefehler?!). Ebenfalls interessant ist, dass Anakin und Ahsoka hier zu Beginn ziemlich heftig aneinander krachen, was zwar in Hinblick auf das Ende der Folge Sinn macht, in dieser Heftigkeit aber doch etwas überrascht. Bin gespannt, ob das ein Vorzeichen für die Zukunft ist.

Jedenfalls treffen wir in dieser Episode wieder auf Luminara Unduli, die humorfreie Zone des SW Universums und auf ihren Padawan Barriss Offee, die sich zwar problemlos 200 Kreuzungen in einem Labyrinth merken kann, dafür aber heillos überfordert ist, wenn es darum geht, was zu tun ist, wenn man in einem Panzer sitzt und dringend einen Reaktor (der übrigens eine interessante Ähnlichkeit mit jenem des zweiten Todessterns aufweist!) zerstören muss. Mit Luminara und Barriss hatte Anakin übigens schon in dem Prä-Episode II Roman „The Approaching Storm“ zu tun, was vermutlich die Begrüßung erklärt.

Luninara Unduli und Barriss Offee

Ferner feiern die taktischen Droiden in Person von TX-21 ihre Rückkehr in die Serie. Dieser kann zwar Geonosianisch und sich somit mit Poggle unterhalten (C-3PO wäre wohl stolz), zeichnet sich aber sonst nicht durch besondere Intelligent aus:

Die letzten Augenblicke im Leben eines taktischen Droiden

Das Labyrinth unterhalb der Waffenfabrik erinnert mich übrigens mit seinen irgendwie organischen Strukturen und den an den Wänden hängenden Geonosianern an jene Szenen aus „Aliens“, als Ripley in die Katakomben des Atmosphärenwandlers steigt um Newt zu retten. Und nachdem ja bereits die kleine „Numa“ eine Anspielung auf dieses Mädchen war, ist dieser Vergleich vielleicht gar nicht so weit hergeholt. Insgesamt sind diese Szenen durchaus spannend gemacht.

Die Geonosianer scheinen sich übrigens von Menschenfleisch zu ernähren, oder es hat schon einmal jemand versucht, den „Keller“ zu durchwandern und ist daran gescheitert – jedenfalls sieht man in einer Szene ein Skelett am Boden liegen (rechts neben Ahsoka):

Für eine Handvoll Knochen

Jetzt aber zum Wichtigsten und zur vielleicht besten Szene der bisherigen Serie: der Explosion der Waffenfabrik. Jene, etwa 30 Sekunden von dem Moment an, als Ahsoka die Waffen des Supertanks abfeuert, bis zu jenem Augenblick als Anakin und Luminara in den Krater hinab starren kann man einfach nur als großartig bezeichnen. Die Geräusche der Explosion und der einstürzenden Fabrik sind gedämpft, die Bilder laufen fast in Zeitlupe ab und die Musik (und was für eine Musik!) trägt die gesamte Szene! Als ich diese Bilder zum ersten Mal sah war ich absolut davon überzeugt, dass dies das Ende von Ahsoka (und Barriss) ist! Absolut! Beim näheren Betrachten ist das natürlich Schwachsinn, denn es macht wohl keinen Sinn, eine komplett neue Figur zu erschaffen und mühsam zu animieren, um sie 17 Minuten später auch schon wieder sterben zu lassen. Aber beim ersten Mal Ansehen dieser Szene war ich vollkommen davon überzeugt, dass die beiden tot sind und ich war ja geradezu geschockt!

Da unten sind unsere Padawane!

Wenn sich GL und Dave Filoni dazu entschließen sollten Ahsoka tatsächlich sterben zu lassen (und ich bin mir zunehmend sicher, dass sie das nicht tun werden!), so möchte ich, dass ihr Tod genauso ablaufen wird: schnell, vollkommen überraschend und ohne ihn direkt zu zeigen oder lange Abschiedsszenen ala „Es tut mir leid Meister, ich war nicht stark genug!. Nein, es tut MIR leid, Ahsoka, ich konnte Dich nicht retten, aber ich werde nie wieder jemanden verlieren, der mir etwas bedeutet!“

Denn wie sagt Luminara am Ende so treffend zu Anakin: „I am prepared to let my student go. Can you say the same?“

Die obigen Fotos und noch viele weitere gibt’s wieder auf meiner Flickr Seite.