Versteckspielen im Sandsturm

All jenen, denen „The Lost Commanders“ zu wenig action-lastig war, werden mit der Fortsetzung „Relics of The Old Republic“ mehr als entschädigt. Praktisch die gesamte Folge besteht nur aus einer wilden, rasanten und halsbrecherischen Verfolgungsjagd in einem Tempo, das selbst Podrennen lahm aussehen lässt!

Nun ja…

…nicht ganz…

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Vom Ausgraben alter Fossilien

Für sich alleine genommen ist „The Lost Commanders“, die zweite Episode der zweiten Staffel von „Rebels“ eher wenig aufsehenerregend. Sie bildet jedoch in mehrfacher Hinsicht einen Übergang bzw. eine Vorbereitung auf das was in den kommenden Folgen  wohl noch passieren wird. Das betrifft zum einen Ashoka, die zu Beginn der Folge die Crew der „Ghost“ verlässt, um mehr über den mysteriösen Sith-Lord herauszufinden, der in der vorhergehenden Folge fast im Alleingang die Rebellenflotte ausgelöscht hätte. Und dann sind da natürlich die Klone selbst, Rex, Wolffe und Gregor auf die wir gleich noch näher zu sprechen kommen und nicht zuletzt deren Beziehung zu Kanan, oder besser gesagt Kanans‘ Beziehung zu ihnen.

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Wer nichts weiß, weiß immer noch nichts

Jetzt ist er also da, der Trailer zu „The Force Awakens“ und das zwei Monate bevor der Film in die Kinos kommt. Ich kann mich nicht erinnern, dass zwischen einem Kinostart und der Veröffentlichung des zugehörigen Trailers je ein so geringer Zeitraum lag. Zu mindest nicht bei einem Blockbuster und zumindest nicht in Bezug auf den ersten Trailer.

Apropos Trailer: tatsächlich fühlen sich diese knapp 2:20 Minuten wesentlich mehr nach einem weiteren Teaser als nach einem „echten“ Trailer an. So wie seine Vorgänger setzt sich auch dieser im Prinzip ausschließlich aus sehr kurz geschnittenen Szenen zusammen und wer zuvor wenig oder nichts über den Inhalt des Filmes wusste, tut dies nun nach wie vor nicht. Natürlich sollte ein Trailer nicht zufiel vom Inhalt eines Filmes verraten, aber vielmehr Nicht-Verraten als hier ist nun auch schon fast wieder schwer.

Tatsächlich erhalten wir aus dem Kinoposter zu TFA (das ich übrigens im Gegensatz zu vielen Anderen als durchaus gelungen erachte) mehr Informationen über den Film als aus dem Trailer. So erhaschen wir hier einen ersten Blick auf Maz Kanata (Lupita Nyong’os‘ Prophezeiung, dass wir die von ihr gespielte Figur erstmals im Kino sehen werden trifft also doch nicht zu), während wir im Trailer nur ihre Stimme hören:

Maz Kanata

Und wir sehen erstmals die Starkiller Base (ein Name, der mich auch nach mehreren Monaten immer noch nicht so recht glücklich macht – er ist mir einfach zu holzhammermäßig mit Star Wars verknüpft):

Starkiller Base

Scheinbar ein Todessern, der diesmal jedoch tatsächlich ein Stern und kein komplett künstlicher erschaffener Planet ist. OK, streng genommen ist auch der Planet auf dem sich die Starkiller Base befindet kein Stern, aber Todes-Planet klingt irgendwie nach einem billigen SF-Film aus den 50er Jahren…

Wer die Gerüchte über die Handlung des Filmes jedoch kennt, der findet in diesem Trailer eine eindeutige Bestätigung dessen was die verschiedenen Web-Sites (allen voran Makingstarwars.net) in den vergangenen Monaten ausgegraben und präsentiert haben. Zu vieles von dem was über den Inhalt des Filmes geschrieben wurde passt haargenau zu dem was uns Lucasfilm bisher gezeigt hat, als dass dies alles nur eine große Täuschung von J.J. Abrams sein könnte. Und auch dass Luke Skywalker weder auf dem Plakat noch im Trailer selbst vorkommt (abgesehen von der einen Szene, die wir bereits aus dem zweiten Teaser kennen) hat einen guten Grund.

Ist dieser Trailer also das was ich mir davon erwartet habe? Nicht unbedingt. Hätte man dieses Stück auf der SDCC oder der Disney D23 gezeigt wäre es wohl etwas anderes, aber nachdem diese knapp zweieinhalb Minuten wohl die letzten bewegten Bilder sein werden, die wir vor dem 17.12 sehen, ist er für mich doch ein wenig zu „teaserhaft“.

Auf der anderen Seite spielt dies zwei Monate vor dem Kinostart wohl auch keine große Rolle mehr. Die Vorfreude ist da und sie wird von Tag zu Tag größer.

Und für eine ordentliche Portion Gänsehaut sind diese 2:20 immer noch gut.

Zu neuen Ufern (Teil 2)

Wenden wir uns heute jenen Aspekten der ersten beiden Folge der zweiten Staffel von „Rebels“ zu, die außer Ahsoka und Dart Vader sonst noch von Relevanz waren:

Neben dem generischen imperialen Offizier und dem generischen Rebellensoldaten treffen wir gleich zu Beginn auf weitere buchstäblich beliebig austauschbare Figuren: den generischen A-Wing Piloten, dessen Visier so weit ins Gesicht ragt, dass man außer dem Rand der Nase und dem Mund nichts erkennen kann und der deshalb in unveränderter Form beliebig oft ringest werden kann. Wie bei den anderen beiden Personentypen offensichtlich eine Folge des Budgets mit dem die Serie auskommen muss.

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Zu neuen Ufern (Teil 1)

Wie die erste Staffel, so begann auch Season 2 von „Rebels“ mit einer Doppelfolge. Ungleich Staffel 1 jedoch diesmal nicht im Kino, sondern „nur“ im Fernsehen und anders als im letzten Herbst auch nicht eher langsam und bedrohlich, sondern ziemlich abrupt mit einer actiongeladenen Raumschlacht. So abrupt, dass ich zunächst dachte, ich hätte die ersten Sekunden dieser Geschichte verpasst.

Diese Raumschlacht erinnert was das Setting und die Kameraführung betrifft weit mehr an  Episode IV als an die Klonkriege. Hier gibt es keine dutzenden Schiffe unterschiedlicher Bauarten, die gleichzeitig über den Bildschirm huschen, sondern nur eine Handvoll und dennoch (oder vielleicht deswegen) schafft es die Serie den Bewegungen der Schiffe eine gewisse „Trägheit“ zu verleihen (was in Anbetracht dessen, dass das Ganze im Weltall spielt schon fast wieder absurd ist): Wenn Hera mit der Steuerung der „Ghost“ kämpft und das Schiff in eine harte Kurve nach rechts reißt, hat man als Zusehen fast das Gefühl sich ebenfalls in diese Richtung lehnen zu müssen um nicht umzukippen. Ich weiß nicht wie das Animationsteam von Lucasfilm das hinbekommt, aber sie machen das ziemlich gut.

Wir hier jemandem schlecht?

Wir hier jemandem schlecht?

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Die schwarze Frau

Bevor wir beginnen noch zwei Dinge zur Einleitung:

  1. Der Titel dies Artikels könnte vielleicht als rassistisch ausgelegt werden. Falls sich also irgendjemand dadurch gekränkt fühlen sollte so tut es mir leid und ich möchte mich entschuldigen.
  2. Die nachfolgenden Ausführungen enthalten Spoiler in Bezug auf Episode VII. Wer also über den Inhalt des Filmes nichts weiß bzw. nichts wissen will, sollte von hier an nicht mehr allzuweit weiterlesen.

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Der letzte, halbfertige Rest

Also noch einmal Clone Wars. Und nachdem was Dave Filoni auf der Celebration Anaheim erklärte, wird die Bad Batch Geschichte wohl der letzte Rest sein, den man uns visuell unter dem CW Legacy Banner liefern wird. Wie wir ebenfalls von der CA wissen gibt es zwar noch weitere zumindest roh animierte Szenen aus der 7. und vielleicht sogar 8. Staffel der Serie, aber scheinbar nichts, das (halb)fertig genug ist, um es veröffentlichen zu können. Und so dürft Christie Golden’s „Dark Disciple“ – eine Romanadaption von immerhin 8 Folgen der Serie – wohl der letzte Rest neuer Clone Wars Geschichten sein, den wir bekommen werden.

Doch zurück zum Bad Batch. Vor rund einem Jahr twitterte Brent Friedman, der Schreiber aller vier Episoden erstmals über die Existenz dieses Handlungsbogens, auch wenn damals noch nicht abschätzbar war, dass wir ihn je zu sehen bekommen würden. Nach der Premiere auf der Celebration Anaheim wurde er wenige Tage später dann auch für den Rest der Welt zugänglich gemacht.

Da diese – wie auch der Utapapau Arc letztes Jahr – im Form von sog. Story Reels veröffentlich wurde gehe ich hier auf die Optik dieses Vierteilers nur so weit ein, als dass  ich hier eine finale Animation aufgrund der Actionlastigkeit die Geschichte mehr vermisst habe als bei den ersten Story Reels: Explosionen und Ähnliches sehen einfach besser aus, wenn sie voll animiert und nicht nur als Kreise oder Sterne angedeutet sind. Aber was soll’s – selbst ein halbfertiges Star Wars ist besser als gar kein Star Wars.

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Mit 150 Millionen ist niemand zufrieden

Beeindruckende 191 Millionen hat „Avengers: Age of Ultron“ also am ersten Wochenende allein in den USA in die Kassen von Marvel und Disney gespült. Dies macht ihn zum zweit erfolgreichsten Film aller Zeiten was die Einspielergebnisse in den ersten paar Tagen betrifft.

Dumm nur, dass der erfolgreichste Film in dieser Kategorie ausgerechnet der erste Avengers Film mit 207 Millionen Dollar ist…

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Die Eroberung des Universums durch ein stinkendes Kind

Als ich den Titel „How Star Wars Conquered The Universe“ das erst Mal las, dachte ich, das (gemeint ist Autor Chris Taylor) ist wieder irgend so ein Nerd, der hofft, dass sich sein Pamphlet besser verkauft, nur weil er SW in den Titel packt. Kurze Zeit später hörte ich ein paar Interviews mit Taylor, was dazu führte, dass ich meinen ersten Eindruck revidierte: zum einen schien Taylor nicht nur irgendein Nerd, sondern tatsächlich ein Star Wars Fan zu sein (und zwar keiner in der Art von: „Klar liebe ich Star Wars, speziell diesen großen Kerl in schwarz und diesen anderen Typen, der mit dem großen Hund herumfliegt“). Und zweitens ist sein Buch nicht irgendein Pamphlet, sondern ein durchaus ernsthaftes, unterhaltsames und gut recherchiertes Werk, für dessen Erstellung der Autor durchaus einige Mühen und Kosten auf sich genommen hat (nicht zuletzt flog er 2013 für einige Interviews zur Celebration nach Essen).

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Chewie, wir sind zu Hause

Das Wichtigste zuerst: JJ Abrams trug eine Apple Watch! Und wenn man den Konfigurationsmöglichkeiten auf der Apple Site glauben mag, dann wohl sogar eine, die es in dieser Kombination für uns Normalsterbliche nicht gibt. Aber das ist in Ordnung, immerhin weckt JJ die Macht wieder auf.

Kathleen Kennedy trug keine Apple Watch, dafür ein Armband, das irgendwie Spenden sammeln kann (den Teil hab ich nicht ganz mitbekommen). Und sie hatte ein Star Wars T-Shirt an, das sie lt. eigenen Angaben am Vorabend des Beginns der Celebration Anaheim selbst gekauft hat. Wenn man einmal davon ausgeht, dass diese Aussage stimmt und sie das Teil nicht von irgendjemandem geschenkt bekommen oder von einem ihrer Minions hat kaufen lassen, so wage ich gar nicht, mir die Überraschung des- oder derjenigen vorzustellen, der vor ihr an der Kassa des Celebration Stores angestanden hat. Als ich am Tag vor Beginn der Celebration Europe in so einer Schlange stand und plötzlich David Collins hinter mir auftauchte, war ich fast wie vom Donner gerührt und jetzt stelle man sich mal vor: Kathleen Kennedy!

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