Zu neuen Ufern (Teil 1)

Wie die erste Staffel, so begann auch Season 2 von „Rebels“ mit einer Doppelfolge. Ungleich Staffel 1 jedoch diesmal nicht im Kino, sondern „nur“ im Fernsehen und anders als im letzten Herbst auch nicht eher langsam und bedrohlich, sondern ziemlich abrupt mit einer actiongeladenen Raumschlacht. So abrupt, dass ich zunächst dachte, ich hätte die ersten Sekunden dieser Geschichte verpasst.

Diese Raumschlacht erinnert was das Setting und die Kameraführung betrifft weit mehr an  Episode IV als an die Klonkriege. Hier gibt es keine dutzenden Schiffe unterschiedlicher Bauarten, die gleichzeitig über den Bildschirm huschen, sondern nur eine Handvoll und dennoch (oder vielleicht deswegen) schafft es die Serie den Bewegungen der Schiffe eine gewisse „Trägheit“ zu verleihen (was in Anbetracht dessen, dass das Ganze im Weltall spielt schon fast wieder absurd ist): Wenn Hera mit der Steuerung der „Ghost“ kämpft und das Schiff in eine harte Kurve nach rechts reißt, hat man als Zusehen fast das Gefühl sich ebenfalls in diese Richtung lehnen zu müssen um nicht umzukippen. Ich weiß nicht wie das Animationsteam von Lucasfilm das hinbekommt, aber sie machen das ziemlich gut.

Wir hier jemandem schlecht?

Wir hier jemandem schlecht?

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Das ist jetzt alles Canon, Mann!

Zu Zeiten als noch Dark Horse die Star Wars Comics herausbrachte war meine Herangehensweise immer die, dass ich alle Geschichten im Zweifelsfall als kanonisch angesehen habe, solange sie nicht explizit non-canon waren (wie etwa die Meisten der Tales Ausgaben). In vielen Fällen war dies auch recht einfach, da die Handlungen entweder lange Zeit vor oder lange Zeit nach den Filmen angesiedelt waren und selbst jene Hefte, die parallel (oder zumindest in zeitlicher Nähe zur PT oder zur OT) angesiedelt waren oft keine Figuren einhielten, die auch in den Filmen eine Rolle spielten. Insofern musste man sich nur selten die Frage stellen, ob man das, was man in den einzelnen Panels sah auch auf der großen Leinwand vorstellen konnte.

Beides ist mit den Comics, die Marvel seit Januar dieses Jahres unter dem Star Wars Banner herausbringt anders: diese Geschichten haben dieselbe Wertigkeit wie die Filme (oder wie die „Rebels“ Serie) und die Hauptfiguren sind überwiegend Personen, die wir seit fast 38 Jahren ziemlich gut kennen.

Werfen wir heute also einen Blick auf die bisher 4 Comic-Reihen, mit denen Marvel das Erbe von Dark Horse angetreten hat: Weiterlesen

Was jetzt noch zu tun ist

Ich habe es hier in den letzten Monaten schon mehrfach angesprochen und ich tue es jetzt noch ein weiteres Mal (dann ist aber Schluss damit für die nächste Zeit – versprochen!): was „Rebels“ so interessant macht ist, dass die einzelnen Episoden weitgehend aufeinander aufbauen oder wenigstens Bezug aufeinander nehmen. Es gibt also keine wirklichen Story-Arcs (nicht einmal die Mehrteiler sind welche), sondern die gesamte  Staffel ist im Prinzip eine weitgehend zusammenhängende Geschichte.

Und so verwundert es auch kaum, dass nach diesen 13 Folgen viele der offenen Enden nun verknüpft sind.

Viele, aber lange nicht alle!

Werfen wir also einen Blick auf einige jener Themen, die in der kommenden zweite Staffel (wann immer diese auch starten wird) behandelt und vielfach auch abgeschlossen werden sollten. Die nachfolgende Aufstellung hat keine bestimmte Reihung, ich schreibe die einzelnen Punkte so auf wie sie mir einfallen:

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Das Into zum Intro

Heute reden wir über 56 Sekunden. So lange ist der zusätzliche Clip, den der Sender ABC als Teil seiner „Free-TV Premiere“ von „Spark of Rebellion“ zeigte. Und zwar ganz am  Beginn dieser Doppelfolge, noch bevor wir zum ersten Mal Ezras Turm sehen, quasi das Intro zum Intro.

Der Clip beginnt mit drei über- bzw. untereinander hergleitenden Sternzerstörern, eine praktisch identische Kopie der Szene aus Episode V als Han versucht nach der Flucht von Hoth den imperialen Streitkräften zu entkommen. Diese Bilder leiten in eine weitere ESB Referenz über, als man den überlebensgroßen Kopf von Darth Vader vor einem fast winzigen Inquisitor sieht (wobei aus der Szene nicht hervorgeht, ob dieser nun ebenfalls kniet oder nicht).

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15 lang vergangene WOW! Momente

Einer der Vorteile wenn man jung ist ist (abgesehen von der Tatsache, dass man jung ist), dass man viele Dinge einfach staunend zu Kenntnis nimmt, ohne sie lange zu hinterfragen oder anzuzweifeln.

Leider „verlernt“ man diese Fähigkeit je älter man wird immer mehr und das was Stephen King so treffend das „Gewicht des Unglaubens“ genannt hat senkt sich immer mehr auf einen herab.

Als Star Wars in mein Leben trat lastet dieses Gewicht noch nicht auf mir und auch heute noch, wenn ich mir die Filme ansehe (speziell jene der Original Trilogie), gibt es Augenblicke, in denen es mir gelingt, mich wieder so zu fühlen als wäre dies mein erstes Mal Star Wars und ich einfach nur mit einem vom Herzen gefühlten WOW! auf das schaue was sich vor mir auf dem Bildschirm abspielt.

Diese Augenblicke sind selten (und meist nur kurz) und daher sehr kostbar und ich werde George Lucas für immer dankbar dafür sein, dass er es mir nach bald drei Jahrzehnten meines Star Wars Fandom immer noch ermöglicht sie zu erleben.

Was nun folgt sind 15 solcher WOW! Momente aus den Episoden IV – VI – Szenen, die mich als ich sie das erste Mal sah tief beeindruckten und faszinierten und es manchmal immer noch tun, wenn es mir gelingt, das „Gewicht des Unglaubens“ abzuschütteln und ich für einige Momente wieder zu einem 12 Jährigen werde, der seine erste Reise in die weit, weit entfernte Galaxis unternimmt.

Die Reihenfolge, in der die die folgenden Szenen anführe stellen keine Präferenz dar, tatsächlich könnte ich nicht sagen, welcher dieser Momente einen tieferen Eindruck bei mir hinterlassen haben. Und vermutlich würde ich, wenn ich mir Filme morgen wieder ansehen würde 15 andere Szenen finden, aber das ist nun mal der Reiz von SW…

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Ha! Ganz vorne! Und das „Nein“ ist schon OK!

Man kann über die Qualität des Programms des österreichischen Rundfunks (ORF) durchaus geteilter Meinung sein. Ebenso darüber, ob es sich für einen öffentlich rechtlichen Sender geziemt, ein Programm zu bieten, das sich in Bezug auf sein „Niveau“ mit deutschen Privatsendern messen will/kann/muss.

Aber darum geht es hier nicht. Ein Bereich des ORF, der meiner Meinung nach durchaus eine gewisse Qualität hat ist der online-Arm des Unternehmens, flapsig ausgedrückt: seine Homepage. Und auf dieser entdeckte ich gerade folgendes:

Nicht schlecht – Star Wars hat es bis ganz vorne auf die ORF Homepage geschafft. Und nachdem die hinter dem Bild liegenden Artikel wohl in spätestens einige Stunden wieder von dort verschwunden sein werden, hier ist der entsprechende Link:

ORF über Star Wars

Nun, nicht alles was in den drei Beiträgen steht ist 100%ig korrekt, vieles ist etwas oberflächlich, aber da die Artiekl wohl von keinem Hardcore SW Fan geschrieben wurden, kann ich damit leben.

es gibt einen Aufstand der SW Jünger? Wo genau soll der bitte sein? Es stimmt schon, wann immer GL ankündigt etwas „Neues“ herausbringen zu wollen, finden sich in den diversen Foren sofort massenhaft Trolle, die sich furchtbar darüber aufregen: „George Lucas hat meine Kindheit gestohlen!“, „George Lucas soll in der Hölle braten, dafür, dass er Jar Jar Binks geschaffen hat!“, „Alles was Lucas will, ist nur noch mehr abcashen, darum bringt er seine vertrottelten Filme alle paar Jahre neu in die Kinos und jedes zweite Jahr gibt es neue DVDs!“ „George Lucas hat seit 1980 nicht brauchbares mehr gemacht!“ „Vaders‘ „No!“ ruiniert den gesamten Film!“ Ja, solche Kommentare liest man zuhauf und noch jedem Menge andere, die wesentlich unfreundlicher sind, aber abgesehen davon, dass ich diesen Hass auf den Mann und seine Schöpfung nicht verstehen kann, Leute, die so etwas schreiben sind nie und nimmer Fans der Saga! Wenn sich jemand von SW abwenden will, nur weil Greedo zuerst geschossen hat, oder Vader nun „Nein!“ ruft, bevor er den Imperator in der Reaktorschacht wirft, dann soll er das bitte tun und beim Gehen die Tür von außen zumachen. Ich lege keinen Wert darauf, mit solchen Menschen als Star Wars Fan bezeichnet zu werden! Seht Euch Star Trek an, oder Harry Potter, oder Avatar, oder sonst einen Scheiß, aber bezeichnet Euch nicht als „Star Wars Fans“!!! Niemals! Auf solche wie Euch können wir gerne verzichten!

Ach ja, zu Vaders „Nein!“: Seht/hört Euch den Clip bei YouTube an. Ich finde das „No!“ an sich besser als jenes, das er am Ende von ROTS von sich gibt. Und noch etwas: GL liebt es „Kreise zu schließen“ und so sehe ich die beiden „Nos“ für mich folgenermaßen: Als Anakin bewusst wurde, dass Padme tot ist und damit alle seine Bemühungen umsonst waren war dieses „No!“ das erste Wort, das er wirklich als Darth Vader von sich gab und als er Lukes Qualen unter den Machtblitzen des Imperators sah und beschloss dem ein Ende zu machen, war dieses „No!“ das erste Wort, das er wieder als Anakin Skywalker sprach.

The Circle is complete.

Über-Jedi!?

Am Beginn von „Ghosts of Mortis“ sitzen Anakin, Ob-Wan und Ahsoka immer noch auf Mortis fest und suchen nach einem Weg entweder den „Planeten“ zu verlassen, oder zumindest eine Botschaft nach draußen zu schicken. In diesem Zusammenhang lernen wir, dass Ahsoka im Rahmen ihrer Jedi Ausbildung offenbar auch gelernt hat, ein Raumschiff zu reparieren. Dabei trägt sie eine Schutzbrille, die jener von Hondo Ohnaka ziemlich ähnlich sieht…

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30 Jahre später…

Am 21. Mai 1980 kam in Amerika – zunächst als Limited Release – die Fortsetzung des drei Jahre vorher in angelaufenen Films „Star Wars“ in die Kinos: „The Empire Strikes Back“.

Obowohl der Film bei den meisten SW Fans als der beste der sechs Episoden gilt, muss ich sagen, dass er das für mich nicht ist – ja er schafft es nicht einmal in die Top-drei (jaja, buht mich jetzt nur aus!).

Jetzt könnte ich lange und breit darüber schreiben, warum dies so ist, aber dazu habe ich ehrlich gesagt keine Lust – oder, wie es mein Englisch-Professor auf der Uni ausdrückte: „I don’t think that would improve much!“ (wobei er dies natürlich in einem anderen Kontext sagte).

Aber immerhin ist „Das Imperium schlägt zurück“ mein viertliebster Film und der wird nun 30 Jahre jung. Aus diesem Grund (und als die zweite „Auftragsarbeit“ für die KUB) nachfolgend nun, quasi als virtuellen Kerzen auf einer imaginären Geburtstagstorte 30 Dinge, die man über den zweiten SW Film, der je in die Kinos kam wissen sollte (oder auch nicht):


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10 Dinge, die ich an Dir mag

OK, dies ist quasi die erste Auftragsarbeiter der „Konföderation unabhängiger Star Wars Blogs“ ( kurz KUB). Das bedeutet, dass Lichtschwert, Graval und ich unsere Gedanken zu einem bestimmten, vorher vereinbarten Thema niederschreiben sollen.

Dieses Thema lautet: „Was fasziniert Euch an Star Wars?“.

Ich habe das was die anderen beiden geschrieben haben nicht gelesen – noch nicht – nicht weil es mich nicht interessieren würde, sondern weil ich das hier so unbeeinflusst als möglich schreiben und nicht nach dem Lesen deren Beiträge erkennen möchte: Hey das ist gut, das hätte mir auch einfallen können,ist es aber nicht also schreibe ich einfach das Gleiche! Wenn mindestens einer der beiden also auf (zumindest teilweise) das Gleiche gekommen ist wie ich, so ist das wirklich nur Zufall – das müsst Ihr mir glauben Leute!

Tatsächlich ist es für mich überaus interessant was Graval und Lichtschwert an SW gefällt, einerseits  weil wir Fans aus drei verschiedenen Ländern sind (was aber vermutlich gar nicht so viel Unterschied macht, wenn man die internationale Relevanz von Star Wars bedenkt), sondern weil die beiden – rein altersmäßig – Vertreter der PG (der Prequel Generation) sind, während ich mit der OT aufgewachsen bin und sich aus diesem „Generationskonflikt“ durchaus interessante Aspekte ergeben können.

Ich werde also lesen was die beiden geschrieben haben, ich verspreche es, aber erst nachdem das hier publiziert ist.

Gut, damit genug der Einleitung, was nun folgt sind meine ganz persönlichen 10 (warum müssen es eigentlich immer 10 sein?) Gründe, warum mich an Star Wars fasziniert:

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Alles begann mit…Fix & Foxi

Mein erster Kontakt mit Star Wars, oder besser gesagt mit einer seiner Hauptfiguren erfolgte über ein Medium, dem man nun nicht unmittelbar eine Nähe zur Science Fiction und schon gar nicht zu SW vorwerfen kann:

Fix & Foxi

Für die jüngeren unter meinen sehr geneigten Lesern eine kurze Einführung: Fix & Foxi waren zwei Comic Füchse, die von dem leider schon verstorbenen Rolf Kauka 1947 erfunden wurden und die bis Mitte der 90er Jahre zunächst in Form von wöchentlichen und aufgrund der sinkenden Auflage am Schluss dann als monatliche Comichefte erschienen.

Und so sehen die beiden aus:

Fix & Foxi

Und nur falls es jemanden interessiert: ja, ich bin absolut der Meinung, das die beiden Maskottchen der EURO2008 (wie heißen die?, Trix und Pix -oder so ähnlich) wie radioaktiv verstrahlte Versionen von Fix und Foxi aussehen!!

Jedenfalls hat mir meine Mutter von Zeit zu Zeit ein F&F Heft gekauft und in einer Geschichte, das fand ich total lustig, da landeten die beiden in der Vergangenheit und sind dort auf…

Aber ich schweife ab.

In einem der Hefte entdeckte ich eine Anzeige für bedruckte T-Shirts. Ich weis nicht genau wie alt ich damals war, da ich schon lesen, nicht jedoch englisch konnte, dürfte ich so ca. 8 oder 9 gewesen sein (d.h. wird reden hier von von 1980 oder 81). Es gab T-Shirts mit mit Superman, Spiderman, (ich glaube) Hulk und…

Darth Vader!

Das interessante an diesem Druck war, dass er scheinbar reliefartig (d.h. dreidimensional) war, keine Anhnung wie die das hingekriegt haben (wahrscheinlich irgendwie mit Gummi, der sich spätestens beim zweiten mal Waschen sowieso gelöst hätte). Sah aber ziemlich cool aus (auch wenn ich dieses Wort damals noch nicht zu meinem Wortschatz zählte).

Nachdem ich die grau-schwarze 3D Darth Vader Figur einige Zeit fasziniert begutachtet hatte, gelangte ich zu folgenden beiden Schlüssen:

  1. Ich will ein solches T-Shirt haben
  2. Der grimmig dreinschauende Typ da muss der Anführer der Cylonen aus Kampfstern Galactica sein

Während Punkt 1 ja noch einigermaßen nachvollziehbar war (wie gesagt, sah das Ding schon toll aus), bleibt es völlig rätselhaft, wie ich zu Schluss 2 kam. Zwar hatte ich zu jener Zeit die Galactica Filme im Fernsehen gesehen, aber keiner der Bösewichte dort (geschweige denn die Guten) sah auch nur annähernd aus wie Darth Vader.

Jedenfalls hat mir meine Mutter das T-Shirt natürlich nicht gekauft und im Laufe der kommenden Jahre habe ich dann auch gelernt, dem dunklen Lord die richtigen Filme zuzuordnen.