Das ist jetzt alles Canon, Mann!

Zu Zeiten als noch Dark Horse die Star Wars Comics herausbrachte war meine Herangehensweise immer die, dass ich alle Geschichten im Zweifelsfall als kanonisch angesehen habe, solange sie nicht explizit non-canon waren (wie etwa die Meisten der Tales Ausgaben). In vielen Fällen war dies auch recht einfach, da die Handlungen entweder lange Zeit vor oder lange Zeit nach den Filmen angesiedelt waren und selbst jene Hefte, die parallel (oder zumindest in zeitlicher Nähe zur PT oder zur OT) angesiedelt waren oft keine Figuren einhielten, die auch in den Filmen eine Rolle spielten. Insofern musste man sich nur selten die Frage stellen, ob man das, was man in den einzelnen Panels sah auch auf der großen Leinwand vorstellen konnte.

Beides ist mit den Comics, die Marvel seit Januar dieses Jahres unter dem Star Wars Banner herausbringt anders: diese Geschichten haben dieselbe Wertigkeit wie die Filme (oder wie die „Rebels“ Serie) und die Hauptfiguren sind überwiegend Personen, die wir seit fast 38 Jahren ziemlich gut kennen.

Werfen wir heute also einen Blick auf die bisher 4 Comic-Reihen, mit denen Marvel das Erbe von Dark Horse angetreten hat: Weiterlesen

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15 lang vergangene WOW! Momente

Einer der Vorteile wenn man jung ist ist (abgesehen von der Tatsache, dass man jung ist), dass man viele Dinge einfach staunend zu Kenntnis nimmt, ohne sie lange zu hinterfragen oder anzuzweifeln.

Leider „verlernt“ man diese Fähigkeit je älter man wird immer mehr und das was Stephen King so treffend das „Gewicht des Unglaubens“ genannt hat senkt sich immer mehr auf einen herab.

Als Star Wars in mein Leben trat lastet dieses Gewicht noch nicht auf mir und auch heute noch, wenn ich mir die Filme ansehe (speziell jene der Original Trilogie), gibt es Augenblicke, in denen es mir gelingt, mich wieder so zu fühlen als wäre dies mein erstes Mal Star Wars und ich einfach nur mit einem vom Herzen gefühlten WOW! auf das schaue was sich vor mir auf dem Bildschirm abspielt.

Diese Augenblicke sind selten (und meist nur kurz) und daher sehr kostbar und ich werde George Lucas für immer dankbar dafür sein, dass er es mir nach bald drei Jahrzehnten meines Star Wars Fandom immer noch ermöglicht sie zu erleben.

Was nun folgt sind 15 solcher WOW! Momente aus den Episoden IV – VI – Szenen, die mich als ich sie das erste Mal sah tief beeindruckten und faszinierten und es manchmal immer noch tun, wenn es mir gelingt, das „Gewicht des Unglaubens“ abzuschütteln und ich für einige Momente wieder zu einem 12 Jährigen werde, der seine erste Reise in die weit, weit entfernte Galaxis unternimmt.

Die Reihenfolge, in der die die folgenden Szenen anführe stellen keine Präferenz dar, tatsächlich könnte ich nicht sagen, welcher dieser Momente einen tieferen Eindruck bei mir hinterlassen haben. Und vermutlich würde ich, wenn ich mir Filme morgen wieder ansehen würde 15 andere Szenen finden, aber das ist nun mal der Reiz von SW…

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Chewie killt Leia

Ich nehmen an, die Meisten von Euch haben Harrison Fords Auftritt in der Jimmy Kimmel Show vom 18.4. 2013 schon gesehen, für Alle, die es noch nicht haben, hier ist der Abschnitt, in dem er über Star Wars spricht, oder eben nicht spricht:

Nun, das Ganze ist offensichtlich inszeniert und Fords Reaktion ist nicht echt (hoffentlich zumindest). Scheinbar ist Fords schlechtes Benehmen und seine Unbeherrschtheit inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden.

Darüber hinaus finde ich es schade, dass man SW Fans einmal mehr in die Nerd Lade steckt, aber darum geht es mir hier eigentlich gar nicht.

Der Punkt, auf den ich zu sprechen kommen will passiert ab Minute 2:30.

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„Wishful Drinking“ – Review

Bereits vor einiger Zeit habe ich an diese Stelle kurz über Carrie Fishers‘ autobiographischen Roman „Wishful Drinking“ geschrieben. Nun bin ich endlich dazu gekommen, dieses Buch auch tatsächlich zu konsumieren, und zwar in der ungekürzten Audioversion, gelesen von der Autorin selbst, was den ungemeinen Vorteil bietet, dass diese wohl am Besten weis, wie man bestimmte Stellen betonen sollte und von diesem Wissen auch recht ausgiebig Gebrauch macht.
Um es gleich vorwegzunehmen: trotz des an Prinzssin Leia gemahnenden Umschlagfotos nimmt Star Wars nur einen recht bescheidenen Teil des Buches ein.

Carrie schreibt bzw. spricht darüber wie überrascht sie war, die Rolle der Leia zu bekommen und wie ungemein glücklich sie sich fühlte, als George ihr mitteilte, dass sie unter ihrem weißen Kleid keine Unterwäsche tragen durfte, da man sich im Weltraum, in der Schwerelosigkeit an einem BH erdrosseln konnte (GL muss es ja wissen) und dass man ihr trotz ihres rundlichen Gesichts auch noch die berühmte Schneckenfrisur verpasste. Und es stimmt: wenn man sich frühe Set-Fotos von Episode IV ansieht, so war Carrie damals tatsächlich recht pausbackig.
Weiters drückt sie ihre Verwunderung darüber aus, dass sie ab 1983 neben ihren Rollen als Schauspielerin und Sängerin plötzlich auch noch die eines Pin-ups inne hatte und es scheinbar sogar aufblasbare Sexpuppen von ihr im Sklavinnen Bikini gab, was sie zu einigen nicht gänzlich jugendfreien Wortspielen veranlasst.
Überhaupt befleißigt sie sich einer teilweise recht zotigen Sprache, nicht nur auf Kosten anderern, sondern auch (und vor allem) ihrer selbst. Das ganze Buch besteht im Prinzip aus einer Reihe von Anektoten von ihrer frühen Kindheit und Jugend bis zur heutigen Zeit, nicht wirklich chronologisch angeordnet aber durchwegs witzig. Nicht andauernd schenkelklopferisch witzig, aber wenn man das Buch in öffentlichen Räumen liest bzw. hört, so muss man doch ein paar mal aufpassen, nicht einfach laut loszuprusten und das kann man wohl nicht von allzuvielen Büchern heutzutage sagen.
Einen nicht kleinen Teil des Buches nimmt die Ehe von Carries‘ Eltern ein, einem Hollywood Traumpaar der 50er und 60er Jahre. Carries Vater hat im Laufe seines Lebens etliche Ehefrauen und dutzende Geliebte verbraucht und ihre Mutter war offenbar der festen Ansicht, dass man die Dinge, die man zum Leben braucht wohl am besten aus Klatschmagazinen lernen kann. Und dass Cary Grant eine gute Anlaufstelle ist wenn man Drogenprobleme hat.

An einer Stelle ist zu erfahren, dass Carries‘ Großmutter einmal ihre Tochter (also Carries‘ Mutter) zur Strafe in einen großen begehbaren Schrank einsperrte. Nach etwa einer Stunde bat das Mädchen ihre Mutter um ein Glas Wasser. Nicht jedoch weil die Luft in dem Schrank so trocken war und sie Durst hatte, sondern weil sie die letzten 60 Minuten damit verbracht hatte, die Kleider ihrer Mutter vollzuspucken und sie nun über nicht mehr genug Speichel verfügte, um mit den Schuhen weiterzumachen.
Auf dieser Art von Humor und Niveau bewegt sich das Buch.
Dann gibt es da noch die Geschichte von dem nackten Mann, den man tot in Carries‘ Bett gefunden hat und der bei ihr einigen Erklärungsbedarf ausgelöst hat (und nein, die Lösung ist nicht so offensichtlich wie sie vielleicht scheinen mag).
Einen Gutteil des Buches nehmen auch ihre Alkohol und Drogenprobleme ein, sowie ihre manische Depression (die man heutzutage scheinbar Bipolarität nennt), die mit einer Art Elektroschocktherapie behandelt wurde. Weiters kommt ihre nicht gerade glückliche Beziehung zu Paul Simon (ja, der von Simon & Garfunkel) zur Sprache und in wie vielen seiner Lieder er diese Beziehung besungen bzw. beklagt hat. Seitdem höre ich seine Songs mit anderen Ohren, da man ja nie wissen kann, ob das Mädchen in dem Lied nicht vielleicht unsere Leia ist.

All das (zerrüttete Kindheit, Sucht, gescheiterte Beziehungen) sind ernste Themen, die aber durchwegs heiter und vor allem überaus selbstironisch präsentiert werden.
Und das Buch endet mit Leias‘ berühmten Monolog aus ANH („…Help me Obi-Wan Kenobi, your’re our only hope.“)
Alles in Allem ist „Wishful Drinking“ kein Star Wars Buch, auch kein Buch über SW, aber durchaus lesens- bzw. hörenswert, wenn man ein bisschen mehr über die Frau hinter der Schneckenfrisur erfahren möchte. Und das lohnt sich durchaus!
Ach ja: ich glaube nicht, dass es das Buch auf deutsch gibt, aber ich vermute, dass das Original zumindest in der Audiversion sowieso um Längen besser ist.

10 Dinge, die ich an Dir mag

OK, dies ist quasi die erste Auftragsarbeiter der „Konföderation unabhängiger Star Wars Blogs“ ( kurz KUB). Das bedeutet, dass Lichtschwert, Graval und ich unsere Gedanken zu einem bestimmten, vorher vereinbarten Thema niederschreiben sollen.

Dieses Thema lautet: „Was fasziniert Euch an Star Wars?“.

Ich habe das was die anderen beiden geschrieben haben nicht gelesen – noch nicht – nicht weil es mich nicht interessieren würde, sondern weil ich das hier so unbeeinflusst als möglich schreiben und nicht nach dem Lesen deren Beiträge erkennen möchte: Hey das ist gut, das hätte mir auch einfallen können,ist es aber nicht also schreibe ich einfach das Gleiche! Wenn mindestens einer der beiden also auf (zumindest teilweise) das Gleiche gekommen ist wie ich, so ist das wirklich nur Zufall – das müsst Ihr mir glauben Leute!

Tatsächlich ist es für mich überaus interessant was Graval und Lichtschwert an SW gefällt, einerseits  weil wir Fans aus drei verschiedenen Ländern sind (was aber vermutlich gar nicht so viel Unterschied macht, wenn man die internationale Relevanz von Star Wars bedenkt), sondern weil die beiden – rein altersmäßig – Vertreter der PG (der Prequel Generation) sind, während ich mit der OT aufgewachsen bin und sich aus diesem „Generationskonflikt“ durchaus interessante Aspekte ergeben können.

Ich werde also lesen was die beiden geschrieben haben, ich verspreche es, aber erst nachdem das hier publiziert ist.

Gut, damit genug der Einleitung, was nun folgt sind meine ganz persönlichen 10 (warum müssen es eigentlich immer 10 sein?) Gründe, warum mich an Star Wars fasziniert:

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Die weiße Frau

In der oberen Stadt in Klosterneuburg gibt es seit Urzeiten (also d.h. so lange ich micht erinnern kann und das ist inzwischen eine ganze Weile) ein Schreibwarengeschäft, das sich (zumindest als ich dort noch einkaufte) durch folgende Eigenschaften auszeichnete:

  • es war ziemlich klein.
  • im Inneren war es stets ziemlich düster, was daran lag, dass sich das Geschäft ein paar Stufen unterhalb des Straßenniveaus befindet und die (relativ kleinen) Fenster auch als Auslage fungierten, dementsprechend vollgeräumt waren und so nicht allzuviel Licht in den Verkaufsraum eindringen ließen.
  • die dort beschäftigten Verkäuferinnen (ich nehme an, man hat sie inzwischen in den „wohlverdienten“ Ruhestand entlassen) zeichneten sich durch eine fast schon auergewöhnliche Mischung aus Gleichgültigkeit und Unfreundlichkeit gegenüber ihren Kunden aus.

Trotzdem macht(e) der Laden ein gutes Geschäft (immerhin gibt es ihn nach all den Jahren immer noch), was zum einen daran lag, dass er (mit Ausnahme einer kurzen Zeit auf die ich gleich zu sprechen kommen werde) keine unmittelbare Konkurrenz hatte (und immer noch nicht hat) und dass sich andererseits eine Volks-, eine Hauptschule und das Gymnasium von Klosterneuburg in der Nähe befinden und damit eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Kunden, die einen nicht enden wollenden Bedarf an Heften, Füllfedern, Tintenpatronen und Geodreiecken mitbringen und die man nach Herzenslust wie den letzten Dreck behandeln kann!

Irgendwann 1986 machte in der Nähe dieses Geschäftes ein weiterer Laden auf, der ebenfalls Schreibware feilbot. Dieser war etwas größer, deutlich heller und wurde von einer nicht unattraktiven Blondine von etwa 40 Jahren geleitet, die sich stets freundlich und zuvorkommend verhielt. Kurz gesagt, dieses neue Geschäft unterschied sich in so ziemlich jeder Hinsicht von seiner etwa 200 Meter entfernt gelegenen Konkurrenz!

Ein weiterer Unterschied bestand darin, dass es in diesem Geschäft auch Spielwaren gab. Zwar hatte mein Interesse an Lastwagen, Lego-Burgen und ferngesteuerten Autos altersbedingt deutlich nachgelassen, trotzdem konnte ich mir ein paar verstohlene (und ja, teilweise auch sehnsüchtige) Blicke in die entsprechenden Regale nicht verkneifen.

Nur zur Erinnerung: wird befinden uns zu dieser Zeit (also in der zweiten Hälfte der 80er Jahre) in den „Dark Times“, als Star Wars sowas von out und toootaaal uncool war.

Wer meine Beiträge hier aufmerksam liest, der wird vielleicht schon zu der Erkenntnis gelangt sein, dass ich in meiner späten Kindheit und frühen Jugend ein gewisses Faible für Prinzessin Leia an den Tag legte. Dies äußerte sich unter Anderem auch darin, dass sich in meiner Sammlung an SW Figuren auch die eine oder andere Inkarnation der Prinzessin von Alderaan befand: in ihrer Hoth-Gear, in der Tarnkleidung von Endor und als Kopfgeldjäger Boush. Eine Figur jedoch, die ich trotz intensivem Suchen nie finden konnte und dennoch (oder gerade deswegen) immer unbedingt haben wollte, war Leia in ihrem weißen Outfit aus Episode IV, nämlich genau diese hier (pfau, das reimt sich sogar):

Nun ja, als ich eines Nachmittags in eben diesem Geschäft war (dem freundlichen nämlich), um ich-habe-keine-Ahnung-mehr-was zu kaufen, entdeckte ich ein Regal in dem Star Wars Figuren verramscht wurden. Das Verramschen war daran zu erkennen, dass sie statt den 69 Schilling (das sind ca. 5 Euro), für die sie in ihrer „Hoch-Zeit“ gehandelt wurden nun nur mehr 59 Schilling kosteten.

Unter den Figuren, die da so unspektakulär aufgehängt waren und die darauf warteten entweder doch noch von einer gutmütigen Seele gekauft zu werden, oder endgültig vom Markt zu verschwinden befand sich auch obige Leia Figur, was für mich damals einer der ersten Beweise für die Ironie des Schicksals war, denn als ich diese Figur WIRKLICH wollte, konnte ich sie nirgends finden und nun, da ich mit dem Sammeln aufgehört hatte und SW überhaupt auf dem besten Weg war zu einer meiner Kindheitserinnerungen zu verblassen hing sie plötzlich vor mir, als wäre das das Selbstverständlichste der Welt.

Ich habe die „weiße Leia“ damals gekauft, nicht weil ich sie so unbedingt wollte (wie gesagt war mein erster „Star Wars Frühling“ damals schon vorbei), sondern irgendwie um den Kreis zu schließen. Es war die letzte SW Figur, die ich je erworben habe (und ich habe das bestimmte Gefühl, dass es wohl auch die letzte bleiben wird), aber als ich damals mir ihr nach Hause ging, war ich der festen Überzeugung eine Aufgabe, die ich mir etwa 2 Jahre früher gestellt hatte letztlich doch noch erledigt zu haben, auch wenn es länger gedauert hat, als ich mir dies am Anfang vorgestellt hatte.

Solche Situationen (nämlich dass ich etwas – oft genüg überraschend – nachträglich doch noch erledigt habe, dass ich eigentlich schon VIEL früher hätte tun wollen, es jedoch nie geschafft hatte) sind mir in Laufe der Zeit noch öfters untergekommen…

…aber das sind andere Geschichten, für andere Tage!

Sehnsüchtiges Saufen

Am 1. Dezember erscheint die Autobiografie von Carrie Fisher. Diese trägt den schönen Titel „Wishful Drinking“ was immerhin deutlich kreativer ist als „Mein Leben“, „Ich“ oder „Ich über mich„.

Hier ist das Cover dazu – recht originell, auch wenn ich nicht glaube, dass das tatsächlich Carrie ist… wobei das Foto wohl durchaus auch vom Set von Episode IV stammen könnte:

Soweit ich weis, war oder ist Carrie damit auch in Amerika auf Tour, ob sie es jedoch auch nach Europa schafft steht allerdings wohl stark zu bezweifeln.

Starwars-Union hat nun einen einen Auszug aus diesem Buch auf deutsch veröffentlicht (in englisch gibt es einen längeren Auszug hier) und ich muss sagen, das Buch scheint durchaus amüsant zu lesen zu sein.

So erfahren wir, dass Carries Mutter Debbie Reynolds eine durchaus seltsame person zu sein scheint: als Carrie 13 war, wollte sie sie zum Drogenkonsum animieren, vergas dann jedoch darauf, woraufhin Carrie die Sache selbst in die Hand nahm (und das mit durchaus langfristigen und ernsten Folgen).

Auch kam die Mutter eines Tages mit der Idee an, dass ihr damaliger Mann, doch ein Kin mit Carrie zeugen sollte, da dieses sicher schöne Augen haben würde. Wäre dieses Kind dann gleichzeitig Sohn/Tochter und Brunder/Schwester von Carrie gewesen?

Um ihrer Tochter mit ihrer Sucht zu helfen, bat sie Cary Crant doch mit ihr zu reden, was dieser verblüffender Weise auch mehrfach getan hat (allerdings ohne großen Erfolg). Wenn es mir schlecht geht, rufe ich auch immer mit Angelina Jolie an – sie will nur verblüffender Weise nie mit mir reden?!

Was nun Star Wars betrifft bestätigt sie das ohnehin schon Gewusste, nämlich dass GL nicht wollte, dass sie Unterwäsche trug (gibt es im Weltall nicht!) und stattdessen schwarze Klebebänder nehmen musste. Auch war sie von ihrer Schneckenfrisur in Episode IV nicht uneingeschränkt begeistert. Und GL hat scheinbar nur einen Gesichtsausdruck (hm, könnte tatsächlich stimmen):

Carrie, GL und Harrison Ford, dem die Begeisterung wieder mal so richtig aus dem Gesicht fällt

Wie gesagt, alles in allem durchaus witzig geschrieben (auch die Übersetzung hat scheinbar nicht all zuviel kaputt gemacht) und angeblich sollen ja auch einige Details aus dem SW Umfeld ans Tageslicht kommen, die man bisher so nicht kannte, bzw. nicht kennen wollte.

Obwohl ich sonst kein großer Fan von Autobiographien bin (alle die ich bisher gelesen habe, haben ehr dazu beigtragen, dass mir die betreffende Person nachher nicht unbedingt sympatischer war als vorher), werde ich mir diese hier wohl zulegen.

Leia was my first love…

Wie vermutlich die meisten Burschen, auf die SW zu Beginn ihrer Pubertät mit großer Wucht prallte war ich eine Zeitlang total in Prinzession Leia verknallt.

Streng genommen war Leia das erste weibliche Wesen bei dem ich mir dieser Verknalltheit als solche auch bewusst war. Davor war ich in die Tochter unserer Hausmeister verknallt (ein blondes Mädchen namens Angela, das Pferde liebte und selbige auch unglaublich gut zeichnen konnte), die meinen Heiratsanträgen überraschenderweise positiv gegenüberstand (gut, sie war 5 und ich 3). Die praktische Weiterführung unserer „Verlobung“ scheiterte daran, dass sie, als sie 8 war mit ihren Eltern in eine andere Stadt zog und mit 16 an Grippe starb. (Vor einiger Zeit habe ich ihre ältere Schwester getroffen und die sah mit über 40 immer noch unverschämt gut aus!)

Später war ich in ein Mädchen in der Volksschule verknallt, die meinen Heiratsanträgen nicht mehr ganz so aufgeschlossen gegenüberstand, was sich im Rückblick der Geschichte aber dadurch relativierte, dass sie sich ab dem Beginn ihrer Pubertät etwa das Dreifache ihres vorigen Körpergewichts anfutterte und statt Miniröcken nur noch Drei-Mann-Zelte tragen konnte. Mir blieb also buchstäblich Einiges erspart.

Aber darum geht es hier ja gar nicht!

Bei Leia war ich mir der Verknalltheit wie gesagt dann schon bewusst, was sich darin äußerte, dass ich allen die es hören wollten (und sehr vielen, die es nicht wollten) ständig vorschwärmte wie sexy, cool und megaaffengeil die Prinzessin doch war, wobei ich ziemlich sicher bin, nicht genau diese Worte verwendet zu haben. Weiters daran, dass ich mir stundenlang Fotos von ihr anschauen konnte (und in den Prä-Internet-Zeiten war deren Anzahl enden wollend) und dabei vermutlich ständig recht dämlich vor mich hinlächelte. Der Gedanke, Leia (oder besser gesagt Carrie Fisher) persönlich kennenzulernen und sie zu meiner Freundin (und später zu meiner Frau) zu machen erschien mir durchaus weder unrealistisch noch abwegig, auch wenn ich mir keine Gedanken darüber machte, wie und wo dies geschehen sollte. Wenn zwei Menschen so füreinander bestimmt waren wie Carrie und ich, dann würde dies einfach passieren, weil es passieren musste! Und was spielte ein Altersunterschied von ein paar Jahren bei wahrer Liebe schon für eine Rolle?

Wie sich mancher möglicherweise denken kann ist es nicht passiert und meine Hoffnung ist im Schwinden, dass es noch jemals passieren wird (was sich aber wiederum dadurch relativiert, dass mein Bedarf nach einer solchen Bindung mittlerweile auch deutlich gesunken ist).

Leia gefiel mir in ihrem Tantive IV Outfit immer recht gut (ja, trotz der „Haarschnecken“), das Yavin IV Kleid war ein Wahnsinn (klar, eng und Dekoltee), Hoth Gear war nett, das Bespin Kleid hat mir nie besonders gefallen (ließ Carrie irgendwie so alt und blass aussehen), Boush war nun fast zwangsläufig nicht soooo aufreizend und der Sklaven Bikini spielt sowieso in einer eigenen Liga. Aber auch das Endor Outfit war durchaus attraktiv, wenn der Overall auch etwas enger hätte ausfallen können (so ein bisschen mehr Mara Jade artig).

Mein absolutes Lieblingsfoto ist aber dieses:

Ich finde, dass Carrie Fisher nie süßer, sanfter und attraktiver ausgesehen hat als auf diesem Foto.

Und dafür, dass sie sich jahrelang überwiegend von Alkohol und Drogen ernährt hat, ist sie mit über 50 immer noch eine recht nett anzusehende Frau: