Es muss nicht immer episch sein

Einer der etwa 5 Millionen Gründe warum ich Star Wars liebe ist, dass etliche der Geschichten eine enorme Breite bzw. Tiefe haben, sei es weil die darin erzählten Ereignisse einen unmittelbaren Einfluss auf das Schicksal der Galaxis haben oder weil sie ins Herz dessen vorbringen was letztlich im Zentrum von SW steht: der Macht.

Die Mortis Trilogie aus Clone Wars ist wohl eines der besten Beispiele einer solchen epischen Geschichte, ebenso der die Serie abschließende Yoda-Arc, oder auch der Youngling 4-Teiler aus Staffel 5.

Die Episode „Path of the Jedi“ mit der die Serie aus der Weihnachtspause zurückkehrt, ist in vielerlei Hinsicht ebenfalls episch, ich frage mich jedoch, ob dies für eine Serie, dessen Fokus auf einer kleinen Gruppe Anti-Imperialer liegt, die versuchen zu überleben und vielleicht dem herrschenden System ein wenig Schaden zuzufügen wirklich notwendig ist.

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Schnitzeljagd mit dem kleinen, grünen Freund (Teil 2)

Wo waren wir?

Ach ja, Dagobah! Doch bevor wir uns dahin begeben noch eine paar Worte zu Meister Yodas‘ „Visionen“. Als Qui Gon sich ihm offenbahrt tut er dies nicht nur als Stimme, wie wir es bereits in AOTC gehört haben, sondern er manifestiert seine Präsenz auch dadurch, dass er Gegenstände und auch Yoda selbst mithilfe der Macht bewegt. Dies ist meines Wissens nach eine der ganz wenigen Situationen, in denen Machtgeister tatsächlich mit ihrer physischen Umwelt interagieren (zumindest solche der hellen Seite – zu den anderen kommen wir später noch). Ja, man mag einwenden, dass Obi-Wan als er Luke auf Dagobah seine „certain point of view“ Geschichte erzählte auf einem Baumstamm „saß“, aber dies geschah meiner Meinung nach primär aus Gründen der Dramaturgie und der Kameraeinstellung (es hätte vermutlich seltsam ausgesehen, wenn der alte Ben fünf Minuten lang wie ein Prediger herumgestanden hätte und für einen Spaziergang durch die Sümpfe von Dagobah reichte der Platz auf der Sound Stage wohl nicht aus).

Insgesamt fand ich diese Szene irgendwie „spooky“ (was sie wohl auch sein sollte), mir hätte Qui Gons‘ Stimme auch gereicht.

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Schnitzeljagd mit dem kleinen, grünen Freund (Teil 1)

Als Dave Filoni nach der Ausstrahlung der Mortis Trilogie gefragt wurde (und das wurde er oft), ob es zu dieser wohl je eine Fortsetzung geben würde, war seine Antwort stets, dass man zwar kein direktes Sequel plane, dass es aber eine Geschichte geben würde, die in eine ähnliche Richtung gehe.

Und dies ist sie nun!

Wobei ich sagen muss, dass mir Mortis letztlich doch besser gefallen hat. Die Gefahr, dass  etwas schiefgehen könnte und damit auch die Spannung war dort einfach größer. Ja, natürlich war klar, dass Anakin und Obi-Wan auf Mortis nicht sterben würden oder den „Ausgang“ nicht mehr finden könnten, trotzdem kam bei mir bei Yoda nie wirklich die Angst auf, dass er scheitern könnte und selbst wenn, was wäre schon passiert (dazu kommen wir noch).

Dennoch ist dieser Vierteiler sicher die beste Geschichte der sechsten Staffel und insgesamt gesehen auf alle Fälle ein Höhepunkt der Serie.

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Spannend? Ja! Logisch? NEIN!!!

„Deception“ ist für mich die (mit Abstand) schwächste Folge dieser vierte Staffel von Clone Wars. Und das ist schade! Denn die bisherigen „Schlusslichter“ waren immer dadurch erkennbar, dass Jar Jar Binks in ihnen eine wichtige Rolle spielte und/oder dass die Handlung weitgehend langweilig war. Und beides ist hier absolut nicht der Fall!

Worunter „Deception“ jedoch leidet ist, dass die Geschichte derart an den Haaren herbeigezogen ist, dass man mit den herbeigezogenen Haaren locker eine Wookiee Familie ausstaffieren könnte und es blieb noch genügend Fell für ein kleineres Ewokdorf übrig. Diese Geschichte weist Löcher im Logikgefüge auf, durch die gesamte imperiale Sternenflotte hindurchfliegen könnte, ohne auch nur annähernd Gefahr zu laufen, in die Nähe der Ränder dieser Löcher zu gelangen.

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