Versteckspielen im Sandsturm

All jenen, denen „The Lost Commanders“ zu wenig action-lastig war, werden mit der Fortsetzung „Relics of The Old Republic“ mehr als entschädigt. Praktisch die gesamte Folge besteht nur aus einer wilden, rasanten und halsbrecherischen Verfolgungsjagd in einem Tempo, das selbst Podrennen lahm aussehen lässt!

Nun ja…

…nicht ganz…

Aber der Reihe nach: nachdem Wolffe dummerweise in der letzten Folge dachte, er könnte sich seine Ruhe vor dem Imperium erkaufen, indem er Kanan, Ezra und den Rest der „Ghost“-Crew an dieses verrät müssen sich nun alle mit der Konsequenz dieser Handlung herumschlagen, denn prompt trifft das Imperium in Form eines Sternzerstörers samt Agent Kallus tatsächlich auf Seelos ein. Dass sie die Bedrohung durch die Rebellen dann aber scheinbar doch nicht ganz so ernst nehmen zeigt sich daran, dass sie ganze 4 (in Worten: vier) TIE-Fighter aussenden, um den Stützpunkt der Klone zu finden. Die TIEs sollen den Planeten dabei anhand eines imperialen Suchrasters auskundschaften und teilen sich dafür auf. Das ist insofern ein wenig seltsam, als das Imperium ja angeblich weiß, wo sich der Steampunk-AT-TE von Rex, Wolffe und Gregor aufhält – sehr groß kann der Suchraster also scheinbar nicht sein. Tatsächlich genügt es in weiterer Folge auch, dass Gregor den einen TIE-Fighter, der den Clone Wars Walker tatsächlich ausfindig macht mit einer Rakete ausschaltet, ohne dass man von den anderen drei TIEs etwas hört oder sieht. Warum dieser eine seine Kollegen nicht zur Hilfe gerufen hat bleibt offen.

Big Gun

Big Gun

Wenig überraschend gibt das Imperium nach dieser Schlappe jedoch nicht auf, sondern entsendet drei AT-ATs, um deren technischen „Vorläufer“ und dessen Besatzung zur Strecke zu bringen. Während sich die Klone zu Beginn noch darüber lustig machen, wie diese Dinger mit nur 4 Beinen überhaupt laufen können überrascht in weiterer Folge doch der enorme Größenunterschied zwischen dem AT-TE und den AT-ATs. Natürlich war schon in Clone Wars erkennbar, dass die sechsbeinigen Walker deutlich bodennäher gebaut sind, als die späteren Parade-Kriegsmaschinen des Imperiums, aber dass erstere den zweiteren gerade mal bis zu den Knien reichen hat mich dann doch ein wenig überrascht:

Wie man etwas lästiges Großes umschubst...

Wie man etwas lästiges Großes umschubst…

Hier entwickelt sich nun die zu Beginn angesprochene Verfolgungsjagd, die natürlich nicht in halsbrecherischem Tempo erfolgt, denn immerhin heißen diese Dinger „Walker“ und nicht „Runner“. Dennoch gelingt des Filoni und Co sehr gut, dieses Voreinander-Hertrotten nicht ins Lächerliche abdriften zu lassen, denn die Guten verstecken sich in einem Sandsturm, in den die Bösen ihnen zwar folgen, sie jedoch nicht orten können. Und die Szenen, in denen der „winzige“ AT-TE wie vor Angst erstarrt im Sandsturm hockt, während die riesigen AT-ATs nur wenige Meter an ihm vorbeimarschieren ohne es zu bemerken sind durchaus spannend und haben eines bisschen was von „Jurrasic Park“.

Und hier kommt nun das zweite bestimmende Element dieser Folge ins Spiel: Kanan misstraut den Klonen immer noch und auch diese sind nicht sicher was sie von diesem Halb-Jedi und seinem Schüler halten sollen, aber beide Seiten erkennen, dass sie in dieser Situation zusammenarbeiten müssen. Dies wird später noch deutlicher als Kanan, vor die Wahl gestellt zu fliehen und die Klone ihrem Schicksal zu überlassen zurückkehrt, um die  alten Männer zu retten. Gleichzeitig spricht es auch für das erzählerische Geschick, dass dieser innere und äußere „Konflikt“ nicht einfach und plötzlich in Wohlgefallen auflöst und Kanan und die Klone urplötzlich beste Freunde werden. Letzteres werden sie wohl auch nie sein, aber ich denke (und hoffe), dass sich das langsame Werden einer mehr oder weniger vertrauensvollen Beziehung wohl noch durch die ganze restliche Staffel ziehen wird.

Die Folge endet mit einem emotionalen Wiedersehen zwischen Ashoka und Rex und dem Auftritt einer der beiden neuen Antagonisten dieser Staffel: dem ziemlich grummelingen Fifth Brother:

Der fünfte Bruder (von wie vielen?)

Der fünfte Bruder (von wie vielen?)

Was es sonst noch zu erwähnen gibt:

  • In dieser Folge zeigt sich, dass die Klone offensichtlich nicht sehr viel von ihren „Nachfolgern“ den Sturmtrupplern halten
  • Weiters zeigt sich, dass das Imperium selbst seine Truppen scheinbar nicht viel höher achtet als die Separatisten ihre Droiden: Kallus erklärt, dass die Sturmtruppen dem Imperium gute Dienste leisten und dass er sehr viele davon hat.
  • Rex spricht immer in den höchsten Tönen von „seinem“ General, offensichtlich hat er keine Ahnung was aus Anakin Skywalker wurde.
  • Weiters erfahren wir, dass Lothal lt. Rex nie in die Klokriege verwickelt war.
  • Als Ezra auf den „Hals“ des AT-ATs schießt nimmt er Rex‘ Helm ab und verlässt sich ganz auf die Macht – eine Szene, die an das Ende von Episode IV erinnert, als Luke seinen Zielcomputer abschaltet.
  • Dabei hätte er das gar nicht machen müssen, denn die Scheinwerfer des Walkers waren selbst auch den Sandsturm gut zu erkennen.
  • Zu Beginn der Folge ist das linke Triebwerk der „Phantom“ noch verkohlt, später sieht es jedoch wieder wie neu aus.
  • Obwohl es zunächst so aussieht als würden sich alle drei Klone den Rebellen anschließen taucht bei der abschließenden Reunion nur Rex auf – man erfährt nicht wirklich ob Wolffe und Gregor auch mitgekommen sind.

Die obigen Bilder und noch viele mehr gibt es wie immer auf meiner Flickr Seite.

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