Die geheimnisvolle Ms. X

Ok, gehen wir das kurz durch: wir hatten Zeb und Ezra, dann Kanan und Ezra und nun Sabine und Hera. Damit hätten wir 3 aus 10 möglichen Paarungen der Crewmitglieder der „Ghost“ durch (3 aus 15 wenn man Chopper mitzählt, aber wer will das schon…).

War es im Interesse der Charakterentwicklung noch durchaus sinnvoll, Ezra mit seinem Zimmergenossen und später mit seinem Lehrmeister zusammenzuspannen, um deren Konflikte zu thematisieren, so wirken die Spannungen zwischen Hera und Sabine im vorliegenden Fall – „Out of Darkness“ schon ein wenig konstruiert. Aber das trifft auf so Manches in dieser Folge zu.

Aber der Reihe nach: zu Beginn erleben wir Hera, Sabine und Ezra, die sich nach einer scheinbar nicht wirklich geglückten Mission mit der „Phantom“ auf der Flucht von imperialen TIEs befinden. Obwohl sich diese Jagd nahe der Oberfläche von Lothal abspielt erinnert sie an die Flucht des Millennium Falken durch das Asteroidenfeld, denn Hera nutzt die herumstehenden Felsen sehr geschickt als Hindernisse bzw. zur Ablenkung aus, was den TIE Jägern und ihren Piloten nicht gut bekommt.

Ein TIE weniger

Ein TIE weniger

Und damit sind wir auch schon beim Auslöser für den „Konflikt“ zwischen den beiden weiblichen Hauptpersonen in dieser Folge: Hera erhält die Informationen darüber, welche Missionen sie annehmen sollen, um einerseits Geld zu verdienen und andererseits dem Imperium möglich großen Schaden zufügen von einem geheimnisvollen „Fulcrum“, auf den wir gleich noch ausführlicher zu sprechen kommen werden. Während diese Informationen zwar grundsätzlich richtig sind, verschweigen sie jedoch häufig die unbedeutende Kleinigkeit, dass diese Missionen  – man verzeihe mir den Ausdruck – scheiß-gefährlich sind, weil sie entweder eine hohe Dosis Imperialer oder, wie im vorliegenden Fall ein Rudel Fyrnocks beinhalten.

Während Kanan scheinbar kein Problem damit hat, Aufträge von einem ihm völlig Unbekannten anzunehmen (aber vielleicht ist ihm „Fulcrum“ ja auch gar nicht völlig unbekannt?!), wurmt das Sabine schon mehr und das lässt sie Hera auch wissen. Die jedoch schweigt sich aus, spricht von nötigem Vertrauen und einem größeren Plan und Dingen wie „was man nicht weiß, macht einen nicht heiß“, was Sabine wiederum erst recht heiß macht. Für nicht ist nicht wirklich klar, warum Hera Sabine nicht einweiht, außer dass es eine Grund für den Konflikt zwischen den beiden Damen liefert. Doch ich vertraue darauf, dass die Serie den bisher eingeschlagenen Weg der Kontinuität zwischen den einzelnen Episoden weitergehen wird und wir noch erfahren werden, was Hera wirklich weiß und warum sie so beharrlich über den größeren Plan schweigt, für sich allein genommen wirkt der Streit zwischen den beiden aber wie gesagt recht konstruiert.

Doch weiter im Text: auf „Fulcrums“ Anweisung hin landen Hera und Sabin auf einem großen Asteroiden, der in den Klonkriegen als Basis für die Armee der Republik diente, wovon etliche zerstörte Gunships und Raumjäger Zeugnis ablegen.

Ein Relikt aus den Klonkriegen

Ein Relikt aus den Klonkriegen

Von dort sollen sie ein paar Kisten abholen. Was in diesen ist erfährt man jedoch nicht, nachdem aber mindestens eine davon von den Fyrnocks verschleppt und aufgebrochen wird, tippe ich eher auf Nahrung als auf Baupläne für den Todesstern.

Ab diesem Punkt wird die Episode buchstäblich zu einer „Monster of the Week“ Folge, denn Hera und Sabine müssen sich gegen ein ganzes Rudel dieser Viecher verteidigen, die zwar Angst vor dem Sonnenlicht haben, denen künstlich erzeugte Helligkeit auf wundersame Weise jedoch nichts ausmacht.

Angry monster

Angry monster

Wie Dutzende dieser Wesen es schaffen in einem kleinen Hanger auf einem Asteroiden zu leben, auf dem es scheinbar keine Nahrung gibt sei mal dahingestellt. Ebenso wie praktisch es ist, dass vor dem Eingang zu dem Hanger in dem dem Fyrnocks hausen, etliche Kanister mit Rhydonium herumstehen,die dankenswerterweise auch nach mehr als 14 Jahren noch funktionsfähig sind. Habe ich schon erwähnt, dass in dieser Folge manches recht konstruiert wirkt?

Sabine findet einen neuen Freund

Sabine findet einen neuen Freund

Doch nicht alles an dieser Episode ist schlecht. Abgesehen von der offen zur Schau gestellten „Girl Power“ (und wer sieht so etwas nicht gerne), erfahren wir auch ein bisschen was über Sabines Hintergrund: diese war früher tatsächlich auf der imperialen Akademie auf Mandalore, bevor sie diese (scheinbar freiwillig) verlassen und sich der Crew der Ghost angeschlossen hat.

Girl Power

Girl Power

Nachdem das Letzte was wir in Clone Wars von diesem Planeten gesehen haben ein mehr oder weniger offener Bürgerkrieg war, wäre es interessant zu erfahren, wie dieser geendet hat und wie und wann sich das Imperium den zuvor ja neutralen Planeten einverleibt hat. Scheinbar war es jedoch für Mandos zulässig auch in imperialer Ausbildung die lokalen Uniformen bzw. Rüstungen zu tragen, was auch erklärt, warum es Ministerin Maketh Tua nicht komisch vorkommt, als Sabine ihr erklärt, dass sie sich in ebendiesem Outfit in der 5. „Klasse“ der imperialen Ausbildung befindet.

Doch kommen wir nun endlich zum wichtigsten Teil dieser Folge: „Fulcrum“. Ich bin sicher, dass wir früher oder später (vermutlich eher später) erfahren werden, wer hinter diesem Decknamen steckt und ich hoffe, dass es sich, wer immer es auch sein wird um eine wichtige Person handelt und nicht um irgendjemanden, von dem wir vorher noch nie etwas gehört haben. Als ich die Folge zum ersten Mal sah, vermutete ich, dass „Fulcrum“ ein Mitglied des Imperiums sein könnte, die den Rebellen Fallen stellen will. Dann las ich, dass „Faulrums“ Stimme, die man in der Folge nur seltsam gedämpft hört eher einer Frau als einen Mann gehören dürfte und kurz darauf begannen die Spekulation aufgrund eines Symbols, das sich auf einer der Kisten befand:

Das geheimnisvoll Zeichen...

Das geheimnisvoll Zeichen…

Während dieses Zeichen für mich irgendwie wie ein stilisiertes Star-Forge aussah, geht die Spekulation nun dahin, dass dies die Kopfbemalung von Ashoka Tano sein könnte, was man mit einigem guten Willen so sehen kann. Während ich diese Korrelation jedoch für ein bisschen weit hergeholt halte, ist der Gedanke, dass Ashoka hinter all dem steckt natürlich schon sehr verlockend. Wer auch immer „Fulcrum“ ist, er (oder eben sie) scheint nicht nur einen Überblick über die verschiedenen Widerstandszellen zu haben, sondern auch über die Pläne und die Infrastruktur des Imperiums, was natürlich sofort wieder eine ganze Reihe Fragen aufwirft. Während es noch plausibel ist, dass Ashoka mit Bail Organa in Kontakt steht, bleibt die Frage, woher sie die Informationen über das Imperium hat, von ihrem ehemaligen Meister wohl kaum. Und falls Kanan tatsächlich weiß wer „Fulcrum“ wirklich ist, würde dies auch sein Gelassenheit gegenüber ihres „Informanten“ erklären, denn er und Ashoka könnten sich durchaus im Jedi Tempel begegnet sein.

Insgesamt bin ich mir nicht sicher, ob ich mir wirklich wünsche, dass Ashoka hinter „Fulcrum“ steckt – einerseits wäre es toll sie wiederzusehen (wobei ich sicher bin, dass wir ihn/sie noch lange nicht „sehen“ werden) und es würde ihre Figur natürlich noch enorm aufwerten, andererseits wirkt die Galaxis damit aber auch irgendwie klein (jeder kennt jeden) und auch die „Fallen“, in die „Fulcrum“ Hera und Co (absichtlich oder irrtümlich) führt passen irgendwie nicht ins Bild. Und nicht zuletzt – würde Kanan dann nicht versuchen Ashoka in Ezras Ausbildung einzubeziehen, so wie er es mit Luminara Undulie versucht hat?

Aber wer weiß – vielleicht ist „Fulcrum“ ja auch Barriss Offee…

Was es sonst noch zu erwähnen gibt:

  • Auf der verlassenen Basis gibt es Schildgeneratoren, die wie Miniaturausgaben des Generators auf Hoth aussehen.
  • Der Asteroid selbst und seine „Umgebung“ wirkt wiederum als wäre er von Ralph McQuarrie entworfen worden.
  • Schließlich frage ich mich, ob George Lucas mit dem Namen „Fyrnock“ einverstanden gewesen wäre. Wenn ihm Korriban schon zu sehr nach Coruscant klingt, hätte er dann wirklich Monster gewollt, deren Name fast baugleich mit Mynocks ist?

Die obigen Bilder und noch viele mehr gibt es wie immer auf meiner Flickr Seite.

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4 Gedanken zu „Die geheimnisvolle Ms. X

  1. Ich teile die Hoffnungen in Bezug auf Ahsoka, aber irgenwie erscheint es mir wahrshceinlicher, das er in Wahrheit dieser Ex-Senator im Exil ist, den man schon ein, zweimal in den Holonetnachrichten abgebildest sah.

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